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Bike-Mythen: Gerüchte über Mountainbike Helme

Fakten: Was Sie über Ihren MTB Helm wissen müssen!

Stefan Frey am 27.09.2018

In dieser Rubrik wollen wir mit Mythen rund ums Biken aufräumen. Diesmal: Alles über den MTB-Helm. TÜV-Igenieurin Christiane Reckter klärt auf.

Mythos Nummer 1: Bike-Helme müssen aus Sicherheitsgründen nach fünf Jahren ausgetauscht werden.

Christiane Reckter: Die Richtlinie für persönliche Sicherheitsausrüstung (89/686/EWG) schreibt den Helmherstellern vor, für Helme ein Verfallsdatum anzugeben. Das kann je nach Hersteller zwischen fünf bis zehn Jahre betragen. Doch das ist ein theoretischer Wert. Wir haben das Dämpfungsverhalten von alten Helmen geprüft und keine signifikanten Sicherheitseinbußen fest-stellen können.

Mythos Nummer 2:  Aufkleber schaden der Sicherheit des Helms.

Christiane Reckter: Ich bezweifle, dass ein Sticker auf der Außenschale des Helms einen Einfluss auf den EPS-Dämpfungskörper des Helms hat. Denn die Folie über dem EPS-Schaum hat nur einen dekorativen Zweck. Also müsste der Kleber des Stickers die Außenschale komplett durchdringen; doch dazu sind die Mengen zu gering. Kurz: Sticker haben keine Auswirkung auf die Sicherheit eines Helms.

Mythos Nummer 3: Fällt der Helm zu Boden, muss er ausgetauscht werden.

Christiane Reckter: Das steht zwar in der Norm, doch Hand aufs Herz: Wem fällt nicht permanent der Helm runter beim Einpacken ins Auto oder Ausladen. Doch hier fällt ja nur der Helm mit seinem leichten Eigengewicht. Meine persönliche Meinung: Das ist ein Witz, den Helm deswegen auszu- tauschen. Mein Tipp: Zur Sicherheit checken, ob irgendwas kaputtgegangen ist. Wenn nicht, kann man den Helm weiterhin benutzen.

Christiane Reckter

Christina Reckter, TÜV-Ingenieurin


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Stefan Frey am 27.09.2018