Sättel aus dem 3D-Drucker, innovative Materialien – so sitzen wir in Zukunft auf dem Bike

  • Bike Yoke Sagma: bisher sind die münchener Tüftler bekannt für Umlenkhebel, Teleskopstützen und Ähnliches. Der seitlich abkippende Sattel ist eines der raren Ergonomie-Produkte für die bergaborientierte Klientel.
  • Der Trick des Bike Yoke Sagma-Sattels ist ein elastisch gelagertes Sattelgestell. Es verspricht ein entspanntes Tretgefühl bergauf.
  • Unterschiedlich große Waben, komplex vernetzt und exakt vorprogrammiert: Ein neues Verfahren des Additive Manufacturing, Vulgo-3D-Druck, schafft elastische Strukturen aus flüssigem Kunststoff. Specialized und Fizik polstern ihre Top-Sättel damit.
  • Der Fizik Antares Versus Evo 00: 390 Euro teuer, 157 Gramm. Etwa eine halbe Stunde soll der 3D-Druck aus flüssigem Kunststoff pro Stück dauern.
  • Specialized druckt seinen 430 Euro teuren S-Works Power Mirror (190 Gramm) inklusive gelochter Deckschicht. Die relativ weiche Polsterung soll den Druck gleichmäßig auf einer größeren Fläche verteilen, was vor allem auf der Langstrecke den Komfort verbessern soll.
  • Beim neuen Made-in-Germany-Sattel von SQlab übernehmen Roboter viele Fertigungsschritte.
  • Die Ergo-Pioniere von SQlab haben den Stufensattel in vielen Varianten ausdifferenziert. Die neueste Entwicklungsstufe greift bei Material und Fertigung an: Made in Germany ist der Infinergy 6OX – mit einem Polster, das Sneaker-Freunden bekannt vorkommt.
  • Die schwäbische Bikewear-Marke Everve geht mit dem Ezero-Konzept einen ungewöhnlichen Schritt: Sie verzichtet auf das Sitzpolster in den Lycras und passt das Polster des Sattels entsprechend an.
  • Everve: Das Zwei-Komponenten-System aus Spezialhose und Sattel (295 Euro im Set) dürfte vor allem Langstreckler interessieren.