2006er Bikes im Einzeltest: Rotwild RFC 0.4 Ride

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

Revolution statt Evolution – mit dem neuen Rotwild Enduro „RFC 0.4“ kehrt Rotwild dem Eingelenker den Rücken. Weitere Einzeltests in dieser Serie: Specialised Epic S-Works, Cannondale Prophet MX, Santa Cruz Nomad, Trek Remedy 66

Als die Enduro-Bikes sich noch mit Federwegen um 130 Millimeter begnügten, brachte Rotwilds „RFC 0.2“ schon 150 Millimeter. Damit gab es den Trend zu immer längeren Federwegen vor. Während 150 Millimeter Federweg jetzt Standard sind, legt das neue „RFC 0.4“ wieder einen oben drauf: Der Hinterbau erreicht im „RIDE“-Kit 170 Millimeter (Rotwild bietet auch eine Version mit reduzierten Federwegen an, die „Cross“-Version). Doch die größte Neuerung am Rotwild ist nicht der Federweg, sondern der Wechsel des Hinterbausystems. Rotwild-Entwickler Peter Böhm wechselte vom Ein- zum Viergelenker. „Es geht vor allem darum, Antriebseinflüsse zu eliminieren. Einen Viergelenker kann man daraufhin besser abstimmen.“ Dabei soll das „RFC 0.4“ auch ohne Plattform-Dämpfer nicht wippen.

BIKE war bei den letzten Testfahrten im Bikepark von Bischofsmais dabei. Peter Böhm warnte vorsichtig: „Bitte bewertet die ersten Eindrücke nicht zu hoch, wir müssen noch viel arbeiten.“ Dabei hat er keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Auf dem „RFC 0.4“ sitzt man sehr entspannt. Mit den großen Federwegen im Hinterkopf fühlt man sich fast wie auf einem Freerider. Dabei klettert das Rotwild erstaunlich gut. Kein Wunder, das Gewicht bleibt im Bereich von 14 Kilo. Die erste Begegnung mit dem Downhill bleibt zunächst unspektakulär. Laufruhig, dem flachen Lenkwinkel sei Dank, zieht das Rotwild im Bikepark Geißkopf seine Bahn. Der Hinterbau arbeitet unauffällig. Seine wahren Qualitäten offenbart er erst bei harten Landungen nach Drops. Obwohl wir mit relativ viel Sag getestet haben, schlug der Dämpfer nicht durch.

Die Fox „36“ ist die ideale Ergänzung. Mit ihr sind auch Touren möglich, da sie per „Talas“ absenkbar ist. Extrem schluckfreudig und steif ist sie aber auch für hartes Gelände bestens gerüstet.


FAZIT: Rotwild interpretiert das Thema „Enduro“ auf eigene Art. Trotz der üppigen Federwege lässt sich das Rotwild prima auf Touren bewegen. Dabei hat es aber genug Reserven, um auch in harten Bikepark-Kursen zu bestehen.

* Die Bewertung gibt den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. Es ist keine Addition der einzelnen Punkte. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

Gehört zur Artikelstrecke:

2006er Bikes im Einzeltest: Rotwild RFC 0.4 Ride


  • Santa Cruz Nomad

    27.04.2006

  • Cannondale Prophet MX

    27.04.2006

  • 2006er Bikes im Einzeltest: Rotwild RFC 0.4 Ride

    27.04.2006

  • Specialized Epic S-Works

    27.04.2006

  • Trek Remedy 66

    27.04.2006

Themen: CannondaleEinzeltestsEnduroRotwildSanta CruzSpecialisedTrek


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