Lang und Flach: Norco Revolver 2020 Lang und Flach: Norco Revolver 2020 Lang und Flach: Norco Revolver 2020

XC und Marathonbike: Norco Revolver 100 und 120

Lang und Flach: Norco Revolver 2020

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Schon das alte Revolver räumte bei unseren Tests Bestnoten ab. Das Neue soll dank eines langen Reaches und kurzen Kettenstreben alles noch besser können. Gibts auch mit 120 Millimetern Federweg.

Pünktlich zum Sea Otter Classic stellt Norco das neue Revolver FS vor, das Racebike, das die Teamfahrer zum Teil schon seit Mitte letzter Saison über die Trails gescheucht haben. Wie auch BMC mit dem neuen Fourstroke folgt Norco dabei einem ganz klaren Trend: Länger, flacher; schneller! Was vor einigen Jahren im Trailbike- und Endurosegment begann, setzt sich nun auch bis in die Startreihen der Worldcup-Kurse fort. Norco geht dabei einen besonders extremen Weg und beschert dem neuen Revolver neben einem neuen und extrem steifen Rahmen vor allen Dingen einen sehr langen Reach in Verbindung mit kurzen Kettenstreben.

Race-Feile reloaded. Das Revolver 100 ist kompromisslos auf Bestzeiten getrimmt.

490 Millimeter Reach in L: Kurze, aber mitwachsende Kettenstreben


490 Millimeter in Rahmengröße L! Das ist ein Reach-Wert, den man sonst eher von Länger-und-flacher-Spezialisten wie Nicolai gewöhnt ist. Dazu gibt es einen 60 Millimeter Vorbau, Kettenstreben von rund 427 Millimetern Länge, einen Lenkwinkel von 68,5 und einen Sitzwinkel von steilen 76 Grad. Ganz schön extrem für ein Racebike. Doch Norco ist überzeugt, dass der lange Reach der richtige Weg ist, denn die lange und flache Front soll den Fahrer stärker nach vorne orientieren und so den Schwerpunkt gleichzeitig nach unten bringen und perfekt zwischen den Rädern ausbalancieren.

Das Race-Team fährt schon seit Mitte der letzten Saison auf dem neuen Bike. Angeblich wollten sie es gar nicht mehr hergeben und fuhren durch die Bank ihre besten Ergebnisse des Jahres auf dem neuen Bike ein.

40 Prozent mehr Rahmensteifigkeit – optimierte Kinematik


Eine steigende Front im Uphill soll damit Geschichte sein. Ebenso soll aber in der Abfahrt der Fahrer geschont werden, da er sich – dank des langen Reaches – für den Downhill nicht mehr so weit hinter den Sattel klemmen muss. Weniger Positionswechsel auf dem Bike, weniger Ermüdung für den Fahrer, so die Argumentation. Alle Ausstattungen des 100 Millimeter Revolvers verzichten daher konsequent auf eine Variostütze.

Die Geometrie beider Bikes im Überblick. Die Kettenstreben und der Reach wachsen jeweils mit.


In der Konstruktion des Rahmens hat sich ebenfalls einiges getan: Das Bike soll trotz der langen Front und einer um satte 40 Prozent gesteigerten Steifigkeit im Tretlagerbereich nicht schwerer sein als sein Vorgängermodell. Die Kinematik des Hinterbaus wurde ebenfalls leicht überarbeitet. Aller Effizienz eines Racebikes zum Trotz soll das Fahrwerk jetzt noch aktiver im Uphill wie im Downhill bleiben und auch größere Schläge besser wegstecken.

Das 120er Revolver in artgerechter Haltung.

Revolver 120: Marathontrailbike mit Reserven


Neben dem kompromisslos raceorientierten Revolver 100 schiebt Norco ( ähnlich wie Orbea beim Oiz ) außerdem einen Marathonflitzer für lange Tage im Sattel und ausgedehnte sportliche Trailrides an den Start. Das Revolver 120 erbt den Rahmen seines kurzhubigen Bruders, kitzelt aber durch einen längeren Hub im Dämpfer 120 Millimeter Federweg aus dem Heck, die durch eine 120er Gabel ergänzt werden. Außerdem ist hier für noch mehr Bewegungsfreiheit ab Werk eine Variostütze integriert.

Mit Variostütze, etwas mehr Federweg und breiteren Reifen soll das Revolver 120 bei gleichzeitig sportlichem Anspruch komfortabler sein und mehr Reserven bieten.


Der Reach fällt mit 478 Millimetern in L etwas kürzer aus als beim Revolver 100, Lenkwinkel und Sitzwinkel flachen um ein Grad auf 67,4 beziehungsweise 75 Grad ab. Statt der 2,25er Pneus am XC-Racebike rollt das 120er Revolver auf Reifen in 2,35 Zoll Breite, doch Norco unterstreicht immer wieder: Auch das 120er Revolver ist nicht ein Trailbike im eigentlichen Sinne. Es ist ein Marathonracer mit Reserven, gedacht für lange Rennen oder ausgedehnte Trailtouren in besonders schneller Gangart.

Beide Bikes nebeneinander. Links das Revolver 120, rechts das Revolver 100.


Ob die Formel von langem Reach und kurzen Kettenstreben auch im XC-Sektor aufgeht? Wir jedenfalls sind gespannt auf einen ersten Test. Alle Infos zu den beiden Bikes findet ihr auch auf der Website des Herstellers .

Themen: Cross CountryMarathon FullyNeuheiten 2020NorcoNorco RevolverSea Otter Neuheiten


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