Neue Produkte und MTB-Teile vom Ziener BIKE-Festival Neue Produkte und MTB-Teile vom Ziener BIKE-Festival Neue Produkte und MTB-Teile vom Ziener BIKE-Festival

Produkt-Neuheiten vom Ziener BIKE-Festival in Willingen

Neue Produkte und MTB-Teile vom Ziener BIKE-Festival

  • Stefan Frey
 • Publiziert vor 5 Jahren

Nach dem Saisonstart am Gardasee zieht der Tross der MTB-Hersteller weiter. Beim Ziener BIKE-Fesival in Willingen 2015 gibt es weitere spannende Neuheiten zu sehen. Wir zeigen die Highlights.

Nach Pizza, Eis und Dolce Vita rollt der Zug der Hersteller weiter ins Hochsauerland. Im beschaulichen Willingen warten neben knallharter Downhill-Action und dem nächsten Lauf zur Specialized-SRAM Enduro Serie auch wieder spannende Neuheiten darauf, entdeckt zu werden. Die Redakteure des BIKE-Magazins halten natürlich auch hier die Augen offen, und berichten Live über die spannendsten Produkt-Highlights.

Acros Carbon Lenker

Die Produktion von Carbon-Teilen fürs Fahrrad ist fast ausschließlich in asiatischer Hand. Mit speziellen Fertigungslösungen können sich deutsche Hersteller aber durchaus vom fernöstlichen Massenmarkt abheben. Wie das geht zeigt Acros und zaubert unter der Ladentheke einen äußerst fein gemachten neuen Carbon-Lenker hervor. Der wiegt bei einer Breite von 780 Millimeter 195 Gramm und wandert für erstaunliche 149 Euro über den Tresen.

Bei der Fertigung verwendet Acros ein besonderes Verfahren, bei dem die Fasern direkt in die Form einlaminiert werden. So lässt sich die Faserausrichtung besser kontrollieren und es kommt auch nicht zur Verschiebung einzelner Fasern in der Form. Qualitätsunterschiede von Lenker zu Lenker will man so quasi ausgeschlossen haben. Der Carbon-Lenker ist wahlweise mit 15 oder 25 Millimeter Rise erhältlich, allerdings ausschließlich mit einer 35 Millimeter Oversize-Klemmung. Übrigens: den extrem harten Multiload-Test, mit dem auch das BIKE Magazin Lenker-Tests durchführt, hat der neue Acros-Lenker bereits bestanden.

Den Acros Carbon Lenker gibt es mit schwarzen und rot/weißen Decals

Lezyne Mini GPS

Die ersten Pressemitteilungen über die neue GPS-Computer-Linie von Lezyne haben uns zwar schon vor längerem erreicht, doch in Willingen halten wir nun das erste Exemplar des Mini GPS in den Händen. Der Winzling misst gerade mal 3,3 auf 5,0 Zentimeter und soll somit der kleinste GPS-fähige Computer auf dem Markt sein. Besonders praktisch: der Mini GPS holt sich tatsächlich sämtliche Daten wie Geschwindigkeit, Höhe und natürlich die aktuelle Position über Satelliten. Die Montage von Sensoren am Rad fällt somit weg. Bedient wird der Computer über drei kleine Tasten, mit gutem Druckpunkt, an den Seiten. Die Bedienung ist wirklich intuitiv. Das Handbuch mussten wir zur ersten Inbetriebnahme nicht zur Hand nehmen. Der Mini GPS wiegt 29 Gramm, speichert 100 Stunden an Fahrtdaten und soll zehn Stunden am Stück durchhalten. Jetzt wartet er aber erstmal darauf am Bike montiert zu werden. Wie der kleine GPS-Computer funktioniert? Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Lezyne Mini GPS – der kleinste GPS-Computer am Markt.

Speedplay SYZR

Damit hätten wir jetzt wirklich nicht mehr gerechnet: einen Tag vor Willingen erreicht uns die Meldung, dass die neuen Speedplay MTB-Pedale endlich fertig sind. Nach einer Entwicklungszeit von schlappen fünf Jahren sind die SYZR Pedale aber jetzt tatsächlich fahrfertig. Also ab zum Stand von Sport Import. Marketing Frau Mareen erklärt uns die Besonderheiten. Anders als alle Pedal-Systeme am Markt erlauben die Speedplay Pedale eine freie und einstellbare Beweglichkeit des Fußes am Pedal. Das soll die natürliche Bewegung des Fußes beim Treten unterstützen und vor allem Gelenkproblemen vorbeugen. Wichtigstes Bauteil sind dabei die Cleats: im Gegensatz zu anderen Systemen, sind diese sehr komplex aufgebaut und bestehen aus einer inneren und einer äußeren Platte, die sich gegeneinander bewegen können. Über zwei kleine Madenschrauben begrenzt man die Beweglichkeit. Maximal sind 10 Grad nach innen und außen möglich. Die Pedalplatten verfügen zudem über ein besonderes System, das den Schuh sicher ins Pedal führt. Keramik Rollen verhindern, dass man im Pedal hängen bleibt. So viel Technik benötigt Pflege. Die Pedalplatten sollten in regelmäßigen Abständen mit etwas PTFE eingesprüht werden. Der Pedalkörper kann über eine Öffnung in der Achse einfach mit einer Grease-Gun neu geschmiert werden. Zwei Versionen sind vom Speedplay SYZR erhältlich: in Edelstahl wiegt das Pedal-Set 312 Gramm und kostet 199,95 Euro. Die Titan-Version wiegt 275 Gramm und schlägt mit 399,95 Euro zu Buche. Wir sind gespannt auf die erste Ausfahrt.

Jetzt auch fürs Mountainbike: Speedplay SYZR Pedale

Entfernt man die Schraube, kann die Achse des SYZR einfach nachgeschmiert werden.

Komplexe Konstruktion: die SYZR-Cleats erlauben 10 Grad freie Beweglichkeit des Fußes.

NC17 Sudpin IV S-Pro

Ein weiteres neues Pedal ist uns am Stand von NC17 aufgefallen. Das knallrote Sudpin IV S-Pro ist die Weiterentwicklung des Klassikers im NC17-Programm. Bereits seit 15 Jahren ist das Sudpin auf dem Markt und wird konsequent upgedatet. Die aktuellste Version des Plattform-Pedals wird mit einem zweiten Präzisionslager an der Außenseite der Achse aufgerüstet. Das soll das Pedal noch haltbarer machen. Zudem verbaut NC17 am Achsende eine neue Sicherung, die zuverlässig verhindern soll, dass sich der Pedalkörper von der Achse löst. Zwölf Pins auf beiden Seiten verbeißen sich in der Schuhsohle, wie die Zecke in der Achselhöhle. Das Gewicht hält sich mit 260 Gramm noch gut im Rahmen.

Das Sudpin IV S-Pro mit verbesserter Lagerung

NC17 Gladiator mit extra-großer Standfläche

Wir wollen gerade gehen, da drückt uns der NC17-Kollege noch ein weiteres neues Modell in die Hand. Das Gladiator: starker Name. Das robuste Pedal soll vor allem den Kampf mit Downhill-Pisten aufnehmen. Robust konstruiert und mit einer extra-großen Standfläche versehen, soll man ausnahmsweise mal den Wurzelteppichen und Steinfeldern das Fürchten lehren und nicht anders herum. Acht Pins, 384 Gramm und einfache aber robuste Lagerung, sind die wichtgsten Facts.

Stabile Konstruktion, große Standfläche: das Gladiator nimmt den Kampf mit Downhill-Pisten gerne auf.

Atlantic Matt Pflege

Matter Lack kommt nicht nur bei teuren Tuning-Schleudern gut an. Immer mehr Bikes bekommen von ihrem Hersteller das dezente Finish verpasst. Doch wie pflegt man matte Oberflächen? So lange polieren bis sie glänzen? Eher nicht. Atlantik verspricht, dass das neue Matt-Pflege-Spray sich wie eine Schutzschicht um die Rahmenrohre legt und dabei, was sonst, den Matt-Effekt erhält. Die Anwendung ist denkbar einfach: Produkt aufsprühen, kurz einwirken lassen und mit einem sauberen Lumpen kurz nachwischen. Damit solle der Rahmen vor Regen, Spritzwasser und Verschmutzung geschützt sein. Das Zaubermittel wird in Deutschland hergestellt und kostet in der 150 Milliliter Sprühdose 7,50 Euro. Mehr Infos gibt es unter www.atlantic-oel.de

Schutz und Pflege für matte Bike-Rahmen

Rohloff macht die Speedhub Steckachs-kompatibel

Wer bisher die unkaputtbare und wartungsarme Rohloff Speedhub Nabe fahren wollte, kam leider nicht in den Genuss einer Steckachse am Hinterbau. Die Schaltungsspezialisten haben lange getüftelt und zeigen beim BIKE Festival zum ersten Mal eine brandneue, Steckachs-kompatible Speedhub. Die verzichtet jedoch auf eine durchgehende Achse. Aufgrund des größeren Durchmesser der X12-Achsen hätte das komplette Innenleben der Nabe geändert werden müssen, was Schlussendlich in einer deutlich größeren und schwereren Konstruktion geendet hätte. Die Lösung hat Rohloff nun in geänderten Achsplatten gefunden. Die sind so geformt, dass sie in die Steckachs-Führung am Rahmen passen und dann an beiden Seiten von außen verschraubt werden. Rohloff bietet in der Serie verschiedene Versionen für die Abstützung an Postmount- oder Direct-Mount-Bremsaufnahmen. Die Nabe wird in den Maßen 142 x 12, 177 x 12 und 197 x 12 Millimeter erhältlich sein. Ältere Achsen lassen sich laut Hersteller allerdings nicht umrüsten. Das neue System soll spätestens im Frühjahr 2016 erhältlich sein. Preis und Gewicht orientieren sich an den bestehenden Speedhub-Naben.

Ab 2016 kompatibel mit Steckachs-Rahmen

Themen: 2015BIKE-FestivalLezyneNC17NeuheitenSpeedplayWillingen 2015


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