Evoc Explorer Pro: Neuer Mehrtages-Rucksack

Auf ins Abenteuer: Neuer Evoc-Rucksack

  • Stefan Loibl
  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 3 Jahren

Mehrtagestouren und Trailspaß auf dem Bike – diese Kombi wird oft durch einen übergewichtigen Rucksack eingeschränkt. Mit dem neuen Explorer Pro will Evoc den perfekten Bogen schlagen.

Alpenüberquerung, Gipfelübernachtung oder Hüttentour: Wer mehr als eine Tagestour mit dem Mountainbike anpeilt, kommt um Extra-Gepäck nicht herum. Um die Funktion als Lastenesel so angenehm wie möglich zu gestalten, setzt Evoc  beim neuen Explorer Pro auf ein verbessertes Airflow Contact System. Alle Kontaktpunkte zum Körper sind besonders gut belüftet und dick gepolstert. Dadurch soll die Last auf Rücken und Schultern minimiert werden, ohne den Schweißfluß übermäßig zu fördern. Den Explorer gibt es mit 26 oder 30 Liter Volumen.

Der Evoc Explorer Pro 30: Genug Platz für ausgedehnte Abenteuer mit dem Bike.

Weiterer Schwerpunkt sind clevere Verstaumöglichkeiten für die Ausrüstung. Ein aufklappbares Werkzeugfach gehört bei modernen Bike-Rucksäcken fast schon zum guten Ton. Spezieller ist da schon der herausnehmbare Mini-Waschbeutel, in dem Zahnbürste, Deo und Ohrstöpsel Platz finden. In den großen Hüfttaschen sind Riegel, Fotoapparat, GPS-Gerät oder Fotokamera und Handy während der Fahrt griffbereit.

Im Werkzeugfach sind sämtliche Tools gut zugänglich und übersichtlich parat.

Die geräumigen Hüfttaschen sind auch während der Fahrt zugänglich. Hier findet weit mehr Platz als nur ein Multitool. Handy, Riegel oder Kamera?

Die Fakten zum Evoc Explorer Pro

  • Zwei Varianten: 26 und 30 Liter
  • Übersichtliches und schnell zugängliches Werkzeugfach
  • Herausnehmbarer Waschbeutel
  • Integrierte Helmhalterung, integrierte Regenhülle
  • Preis: 180 Euro
  • Gewicht: 1295 Gramm (30 Liter)

Fahreindruck: Der Evoc Explorer Pro im Härtetest

Wir konnten die 30-Liter-Variante des neuen Evoc-Rucksacks bereits auf über 700 Kilometern auf dem Deutschland-Trail testen. Von Füssen bis an die thüringische Grenze. Das hieß neun Tage, reichlich Gepäck und tausende Höhenmeter auf schmalen Pfaden. Die Aufteilung der Fächer ist sehr schlüssig und macht bei Mehrtagestouren mit viel Gepäck lästiges Wühlen unnötig. Die Wechselwäsche wurde im abgetrennten Bodenfach verstaut. Werkzeug, Ersatzschlauch, Pumpe, Kettenöl und ein Mini-Schloss im Werkzeugfach. Da wir ohne Trinkblase unterwegs waren, wurde das rückennahe Fach für verschwitzte Wäsche zweckentfremdet. Im Hauptfach fanden Jacke, Wechseltrikot, eine Karte, eine Hand voll Gels und die Notstrom-Powerbank Platz. Vor allem die zwei voluminösen Taschen an den breiten Hüftflossen haben sich bewährt. Dort hat man Minitool, Smartphone und einen Riegel immer griffbereit und kann sogar während der Fahrt das ein oder andere Foto knipsen. Die Bedienung der Reißverschlüsse klappt einhändig und mit Handschuhen einwandfrei. Nimmt man den Rucksack vom Rücken, schützt extrem widerstandsfähiges Cordura an der Unterseite die wertvolle Fracht. Durch eine PU-Beschichtung an der Innenseite muss man keine Angst haben, dass Wechselklamotten nass werden, wenn man den Explorer Pro mal in eine feuchte Wiese stellt.

Beim Tragekomfort macht dem Evoc so schnell kein Rucksack was vor. Selbst voll bepackt sitzt er satt, die Last verteilt sich angenehm auf Schulter und Hüfte. Die breiten Hüftflossen können dabei die Hauptlast übernehmen, so robust sind sie. In neun Tagen im Sattel hat's nirgends gezwickt im Rücken, was für das Rückensystem spricht. Selbst in steilen Spitzkehren-Trails bleibt der Rucksack dort, wo er hingehört. Eben so, wie mal es von vielen anderen Evoc-Modellen kennt. Aber auch wenn der Neopren-Hüftgurt einen Tick luftiger geworden ist, schwitzt man darunter schnell. Auch an die Belüftung mit einer abstehenden Rückenplatte kann das System nicht mithalten. Aber das muss es nicht. Denn dafür sitzt der Evoc Explorer Pro selbst mit großer Ladung spitzenmäßig und man kann sich voll auf die nächste knifflige Trailsektion konzentrieren.



PLUS Sinnvolle Fächerauf­teilung und gute Erreich- barkeit; hoher Trage-komfort und sicherer Sitz in jedem Gelände; top Verarbeitung


MINUS Teuer; mäßige Belüftung


Ein separat zugängliches Fach im unteren Bereich bietet sich für Dreckwäsche oder Regenklamotten an.

Alternativ lässt sich das Bodenfach mit dem Hauptfach zu einer großen Kammer verbinden. Wir fanden die Unterteilung aber hilfreich. Unten kommen die Sachen zum Übernachten rein, oben die Klamotten und Teile, die man während der Tour braucht.

Die Trinkblase findet in einem separaten Reißverschlussfach Platz, das direkt am Rückensystem sitzt. Wir haben das Fach aber auch für verschwitzte Klamotten genutzt.

Die Helmhalterung umschließt den Helm gut, verdeckt dabei aber das Werkzeugfach. Braucht man sie nicht, verschwindet sie in einer Kletttasche außen.

Bei Nichtnutzung verschwindet die Helmhalterung gut verstaut im Rucksack.

In einem oberen Frontfach finden Kleinteile wie Geldbeutel, Sonnencreme oder Brille Platz.

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