Eurobike 2018: Push Suspension Elevensix

Push Elevensix: innovativer Stahlfeder-Dämpfer

  • Stefan Frey
 • Publiziert vor 2 Jahren

Push Suspension pimpt normalerweise Federgabeln. Mit dem Elevensix bringt der amerikanische Custom-Hersteller zum ersten Mal einen eigenen Dämpfer auf den Markt, der mit innovativen Lösungen auffällt.

Bereits seit 2003 ist der kleine amerikanische Hersteller Push Suspension und seine Tuning-Kits für Federgabeln bekannt. Jetzt bringt die kleine Schmiede aus Colorado ihr erstes eigenes und komplett in house entwickeltes Produkt auf den Markt.

Der leichte Stahlfederdämpfer Elevensix soll einen altbekannten Zielkonflikt lösen: perfekte Performance rauf wie runter. Bisher musste man sich beim Dämpfer immer entscheiden. Entweder hatte man maximale Leistung bergab, dafür ein zu softes Fahrwerk für lange Anstiege oder eben umgekehrt. Eine zuschaltbare Plattform konnte das Problem bisher nur unzureichend lösen und war eigentlich nie mehr als ein fauler Kompromiss.

Trunnion- oder Metric-Mount? Der Push Elevensix wird für jedes Bike spezifisch entwickelt.

Mit dem Elevensix schraubt man sich quasi zwei Dämpfer in einem ans Rad. Der 800 Gramm leichte Dämpfer ist mit einem Zwei-Wege-System ausgestattet, das komplett unabhängige Einstellungen zulässt und über einen simplen Hebel bedient wird. So lässt sich der Dämpfer für Anstiege straff einstellen. Legt man den Hebel um, wird diese Kammer komplett geschlossen und die zweite geöffnet. Für die Abfahrt lässt sich so ein besonders plüschiges Setup wählen. Beide Wege bieten unabhängig voneinander jeweils eine Lowspeed- und Highspeed-Druckstufe. Ein extra großer Ausgleichsbehälter soll auch auf langen Abfahrten verhindern, dass der Dämpfer überhitzt.

Über zwei Ventile lassen sich verschiedene Setups für Uphill und Downhill einstellen.

Der große Ausgleichsbehälter soll das Dämpfungsöl vor Überhitzung schützen.

Über eine Auswahl von 15 Federn, die in 25-Pfund-Schritten abgestuft sind, lässt sich der Elevensix bestmöglich an das Fahrergewicht anpassen. Am Verstellring der Feder befindet sich ein Polymer-Lager, das verhindert, dass sich die Feder während des Einfederns verspannt. So soll der Dämpfer noch besser ansprechen.

Das Innenleben des Push Elevensix wird speziell auf die Kinematik des jeweiligen Bikes abgestimmt.

Ein Polymer-Ring sorgt dafür, dass sich die Feder beim Verdrehen nicht verspannt.

Eine weitere Besonderheit am Elevensix ist: der Dämpfer wird für jedes Bike individuell aufgebaut und abgestimmt. So passt er am Ende perfekt zur Kinematik des jeweiligen Hinterbaus. Laut Hersteller verlässt kein Dämpfer das Werk, ohne ausgiebig am jeweiligen Modell erprobt worden zu sein. Bisher ist der Elevensix für etwa 45 verschiedene Bikes verfügbar, hauptsächlich der Marken Evil und Santa Cruz. Mehr Modelle sind aktuell in Arbeit. Eine Liste der verfügbaren Modelle findet sich auf der Hersteller-Webseite: www.pushindustries.com

Beim Elevensix SS sitzt der Ausgleichsbehälter seitlich. Das soll Platzprobleme lösen.

Die Einzelteile werden in der Fabrik in Colorado nicht nur zusammengesetzt, Push Suspension stellt dort sämtliche Bauteile des Elevensix in Eigenregie her. Soviel Aufwand hat natürlich seinen Preis: 1200 USD muss man für das Sahnestückchen berappen.

Mehr Infos gibt es auf der Webseite von Push Suspension .

Themen: DämpferElevensixEurobike_2018Neuheiten 2019Push Suspension


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