Endura und RH+: MTB-Brillen für Durchblick auf Tour

Neue Bike-Brillen von Endura und RH+

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 4 Jahren

Steine oder Insekten im Auge, blendendes Sonnenlicht oder strömender Regen. Vor diesen Übeln bewahren uns unsere Brillen auf jeder Fahrt. Wir stellen neue Konzepte von Endura und RH+ vor.

Der Sommer ist die perfekte Jahreszeit fürs Biken. Selbst nach einem langen und stressigen Arbeitstag können wir uns abends nochmal aufs Bike schwingen und unseren Haustrecken unsicher machen, der Wärme und dem späten Sonnenuntergang sei dank. Doch was für uns an paradiesische Zustände grenzt, ist für unsere Augen Schwerstarbeit. Gerade auf Trails im Wald bei herrlichem Abendlicht wirkt ein wahres Blitzgewitter von Licht und Schatten auf unsere Augen ein. Radbrillen mit der richtigen Tönung können unseren Augen diese Herkules-Aufgabe zumindest ein bisschen erleichtern. Welche Ideen die Industrie aktuell zu diesem Thema hat, stellen wir hier vor.

Vom Sehen sind wir beim Biken abhängig wie von keinem anderen Sinn. Damit unsere Augen möglichst ungestört arbeiten können, lässt sich die Brillen-Industrie immer neue Tricks einfallen.

Endura – Zweckmäßigkeit und Design

Klassische Radbrillen müssen vor allem zwei Dinge können: Dem Fahrer helfen, besser zu sehen – etwa durch kontrastverstärkende Tönungen oder auch selbsttönende Gläser – und Störenfriede wie Steine, Insekten, Fahrtwind und die schädliche UV-Stahlung von den Augen des Fahrers fernhalten. Bei Endura steht außerdem neben dem Gut-Sehen das Gut-Aussehen auf der Liste der Produktentwickler. Denn die schottische Marke will nicht nur zweckmäßige, sondern auch stilvolle Produkte an den Biker bringen.

Die Endura Char glänzt mit zwei guten Wechselgläsern, Belüftung und Design.

Für 2016 wurden drei neue Modelle vorgestellt. Das Modell Char wurde zwar eher für das Rennrad entwickelt, macht aber auch auf dem Mountainbike eine gute Figur. Neben klaren Gläsern, die sowohl wasserabweisend als auch anti-beschlagbeschichtet sind, bietet die Brille als zweites Gläserset noch ein Paar selbsttönende Gläser. Belüftungsschlitze in den Gläsern und verstellbare Nasenflügel sowie ein ergonomischer Sitz verstehen sich von selbst. Die Char kommt in schwarz, weiß und rot und wird 69,99 Euro kosten.

Allroundbrille und spezielle MTB-Brille

Bei der Allroundbrille Snapper II wurde der untere Bereich der Gläser nur schwach getönt, damit Trails, Smartphones und Tachos weiter ablesbar bleiben.

Die Endura Snapper II stellt  ein Allroundmodell vor, das auch ohne selbsttönende Gläser mit vielen verschiedenen Lichtverhältnissen gut zurecht kommen soll. Der Clou: Die zweifache Tönung. Während der obere Bereich der Gläser bewusst dunkel getönt wurde um auch im Gegenlicht noch beste Sicht zu bieten, wurde der untere Bereich der Gläser etwas heller gelassen. So behält man auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch den Überblick und kann trotz getönter Brille und 100 % UV-Schutz noch Tacho oder Smartphone ablesen. Das kostet den Kunden 59,99 Euro.

Die Mullet wurde speziell an die Bedürfnisse von Mountainbikern angepasst: Fünf Lüftungslöcher pro Glas, selbsttönende Gläser und ein leichter aber rutschfester Rahmen sind die zentralen Bestandteile.

An die spezifischen Anforderungen des Mountainbikens wurde die Endura Mullet angepasst. Fünf Belüftungslöcher pro Glas dürften auch bei der schweißtreibendsten Trailhatz für klaren Durchblick sorgen, die Gläser sind selbsttönend und kommen im Semi-Hochglanz-Finish. Ein leichter Rahmen und ein weiches Nasenstück sollen für Komfort sorgen, spezielle Kautschuk-Rahmenenden halten die Brille auch im heftigsten Gerumpel sicher an ihrem Platz. Die Mullet ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich und soll 64,99 Euro kosten.

RH+ Olympo AirX – Brille mit Klappfunktion

Function follows form. Ihre Fangemeinde wird die Olympo AirX aber wahrscheinlich trotzdem finden.

Ein vollkommen anderes Konzept als Endura verfolgt dagegen RH+. Statt einer Symbiose aus Funktion und Design steht hier allein die Funktion im Vordergrund. Denn einen Schönheitspreis gewinnt die RH+ Olympo AirX plus wahrscheinlich nicht. Dafür bietet die Brille eine ganz eigene Lösung zum großen Problem der Belüftung und der wechselnden Lichtverhältnisse. Im Bedarfsfall können die Gläser mit einer einzigen Handbewegung nach oben geklappt werden. Das geht schneller, als die Brille abzusetzen und bietet auch schneller wieder klare Sicht, als selbst die besten selbsttönenden Gläser.

Neben der Klappfunktion bietet die RH+ Olympo AirX auch noch umfangreich einstellbare Nasenflügel und Brillenbügel.

Doch die Technik hat auch Nachteile. Erstens bietet sie in hochgeklapptem Zustand weder Schutz vor UV-Licht, Steinen oder Insekten mehr und zweitens erinnert die Olympo AirX doch sehr an das zentrale Accesoire, das neben den übermäßig kurzen Hosen und den Sandalen in weißen Tennissocken das Klischee vom deutschen Urlauber beim Sightseeing in der Ewigen Stadt ausmacht – die Klapp-Brille. Außerdem ist die Brille nicht gerade ein Schnäppchen. 199,99 Euro wurde ursprünglich für die Brille aufgerufen, aktuell ist sie für um die 150 Euro zu haben.

Bei den Athleten von RH+ kommt die Olympo AirX schon länger zum Einsatz.

Themen: AccessoriesBekleidungBrillenEnduraEurobike 2016


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