Worldcup Albstadt aktuell: Kurz-Marathon und Junioren-Serie Worldcup Albstadt aktuell: Kurz-Marathon und Junioren-Serie Worldcup Albstadt aktuell: Kurz-Marathon und Junioren-Serie

Worldcup Albstadt aktuell: Kurz-Marathon und Junioren-Serie

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 7 Jahren

Der Worldcup hat die Alb-Metropole Albstadt fest in seiner Hand: Am Samstag meldet der Gonso Albstadt Classic-Marathon einen Teilnehmerrekord und die Junioren-Rennen gingen über die Bühne.

Einen absoluten Teilnehmerrekord verzeichnete der Kurzmarathon der Gonso Albstadt MTB Classic presented by ASSA ABLOY. Insgesamt 1080 Teilnehmer waren an einem kühlen, aber sonnigen Samstagmorgen, also bei bestem Bikerwetter, für die zwei Strecken über 23 und 46 Kilometer gemeldet. Das war eine Steigerung von über 200 Sportlern.

Auf der Langdistanz ermittelten die Ärzte und Apotheker bei ihrem jährlichen Meisterschaftsrennen wieder ihre MTB-Leistungsträger. Schnellster der Männer war wieder Vorjahressieger Jürgen Scholtes, der in 1:27:50 Std. die Strecke bewältigte. Er war von sich selbst überrascht: "Ich war verletzt bis vor zirka drei Wochen und war deshalb erstaunt, dass ich so gut fahren konnte. Das war jetzt mein erstes Rennen, es war ein guter Test. Ich kannte die Strecke noch vom letzten Jahr, ich konnte mich daher wunderbar einfahren. Nach drei Viertel der Strecke konnte ich mich absetzen und habe einen guten Rhythmus gefunden."

Bei den Damen verlängerte wieder einmal Almut Grieb (1:36:55) aus Oberlengenhardt ihr Dauerabo auf das DM-Jersey um ein weiteres Jahr. Auf die Frage, wie viele dieser Jerseys sie schon besitze, meinte sie: "Inzwischen dürften vier oder fünf daheim im Schrank sein." Sie hatte das Rennen sehr genossen: "Es war schön, ganz trocken. Windig war es ein bisschen, da musste man den Windschatten ausnutzen. Aber es hat dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht."

Erhard Goller Beim Start des Kurzmarathons von Albstadt.

Team Kreidler siegt auf beiden Distanzen


Bei den Herren stellte sowohl auf der Langstrecke als auch auf der Kurzdistanz das neu strukturierte Kreidler Werksteam die Sieger: Mathias Leisling siegte auf den 46 Kilometern in 1:22:38, Torsten Marx bewältigte die Kurzstrecke 46:24 Minuten.

Leisling erklärte: "Ich habe alles richtig gemacht, schließlich habe ich ja gewonnen. Torsten und ich waren klar die Stärksten. Ich habe mir das so zurecht gelegt, dass wir hinten im langen Anstieg die große Gruppe sprengen. Beim zweiten Mal bin ich halt dort nochmals schnell gefahren und hab' dann ein gleichmäßiges Tempo bis ins Ziel durchgezogen." Zweiter wurde Steffen Greger vorm Radwerk Racing Team, Dritter war Andre Schütz vom Team Orbea Selle SMP.

Leislings Teamkollege Marx ergänzte zum entscheidenden Angriff am Berg: "Wir haben im längeren Anstieg das Tempo hoch geschraubt, dabei ist die ganz große Gruppe auseinander gefallen. Oben waren wir nur noch zu viert und haben die Führung ausgebaut. Am Trennungspunkt der beiden Marathonstrecken bin ich als einziger der vier auf die 23 Kilometer abgebogen und konnte mich relativ entspannt auf den Weg ins Ziel machen." Zweiter auf der Kurzdistanz wurde Stefan Schairer (Expoline-Skyder) vor Yannik Brischle (Radon Factory).

Alle Marathon-Ergebnisse finden Sie hier: Ergebnisse Kurz-Marathon Albstadt

Junioren: Schwarzbauer Zweiter hinter starkem Dänen

Erhard Goller Die ersten drei Runden führte Luca Schwarzbauer noch vor dem Dänen Andreassen, später musste er ihn ziehen lassen.

Im vierten Rennen der UCI Junior Serie gelang Simon Andreassen in Albstadt sein dritter Sieg. Während der Däne vor einer Woche noch einen langen Solo-Ritt hinlegen konnte, musste er sich in Albstadt lange mit dem Nürtinger Luca Schwarzbauer duellieren, ehe er den Deutschen abschütteln konnte.

Schwarzbauer war in den Downhill-Passagen etwas schneller, doch Andreassen kletterte besser. Weil das so war, versuchte Schwarzbauer das Rennen von der ersten Position aus zu gestalten, um seinen Vorteil bergab zu nutzen.
Zur Hälfte der Distanz musste der Franzose Hugo Pigeon passen und vom Spitzentrio blieb nur noch ein Duo.
"Heute war Luca in den Anstiegen sehr stark und in den Abfahrten war er schneller als ich. Ich wusste, ich muss attackieren, um mit Vorsprung in den Downhill zu gehen", erklärte Andreassen. "Es war ein toller Zweikampf."
In der vierten von fünf Runden griff der noch 16-jährige Andreassen im Anstieg an und entkam. Schwarzbauer konnte die Lücke nicht mehr schließen, brach aber nicht ein.
"Am Anfang hatte ich ein wenig Mühe, aber dann lief es sehr gut. Im Downhill habe ich mich sehr sicher gefühlt, aber Simon war einfach stärker. Ich habe versucht so lange wie möglich dran zu bleiben. Ich bin zufrieden mit meinem Rennen und muss sagen, dass ich noch nie so tolles Rennen erlebt habe, die Zuschauer waren so geil hier", kommentierte Luca Schwarzbauer.
Hugo Pigeon zeigte sich mit seinem dritten Rang "sehr, sehr glücklich". "Die beiden waren zu stark, aber es war ein guter Tag für mich", meinte Pigeon.

Insgesamt boten die deutschen Junioren ihrem Heimpublikum eine gute Vorstellung. Robin Hofmann (Wombach) kam als Sechster ins Ziel, nachdem er in der ersten Runde die Zeitmessung noch als Elfter passiert hatte. Hofmann war Startposition 25 aus gut ins Rennen gekommen.
Am Berg hab' ich mir mein Rennen eingeteilt, bin mein Tempo gefahren und mich immer weiter vorgearbeitet. In den letzten beiden Runden war dann nicht mehr viel mit Schonung. Da hieß es dann Vollgas. Ich bin sehr, sehr zufrieden", zeigte sich Robin Hofmann hoch erfreut, nachdem er die Ziellinie mit 2:10 Minuten Rückstand passiert hatte.
Tobias Eise war mit seinem Start nicht zufrieden. "Den habe ich verbockt, wie immer. Aber dann bin ich von Runde zu Runde immer weiter nach vorne gekommen. Platz neun ist mein bisher bestes Rennen in der Junior-Serie. Ich bin top zufrieden, war richtig geil heute", meinte Eise dann zum Rest. Er hatte als Neunter 2:34 Minuten Rückstand.

Juniorinnen: Degn souverän – Deutsche im Pech

Erhard Goller Die Siegerin bei den Juniorinnen: die Dänin Malene Degn.


Im Juniorinnen-Rennen der UCI Junior Serie setzte sich die Dänin Malene Degn durch. Die Europameisterin verwies die beiden Schweizerinnen Sina Frei und Alessandra Keller auf die Plätze. Frei gewann den Sprint um Rang zwei, 19 Sekunden hinter Degn.

Aus der dreiköpfigen Spitzengruppe fiel zuerst Sina Frei etwas zurück. Dann griff Malene Degn an und begann eine Solofahrt zum Sieg. "Ich wusste, ich muss Alessandra in dem kurzen steilen Anstieg angreifen, da habe ich meine Chance. Nach meiner langen Verletzungspause im Winter, bin ich glücklich jetzt wieder zurück zu sein", kommentierte Degn.
Alessandra Keller wurde in der letzten Runde wieder von Sina Frei eingeholt und die jahrgangsjüngere bezwang die Weltmeisterin im Sprint um Rang zwei.
"Im Anstieg war ich schon am Limit, aber in der Abfahrt konnte ich dann an Alessandra dran bleiben. Klar, mit Platz zwei bin ich sehr zufrieden", sagte Frei.
Keller wollte nicht enttäuscht klingen, ärgerte sich aber ein wenig, dass sie Rang zwei so knapp hergeben musste. "Schade, dass sie mich noch geschnappt hat. Insgesamt bin ich zufrieden, jedes Rennen ist eine Steigerung drin", sagte Keller.

Für die deutschen Nachwuchs-Bikerinnen verlief das Rennen etwas unglücklich. Antonia Daubermann (Gessertshausen) hielt in der Anfangsphase mit und lag auf der dritten Position, als sie plötzlich Schmerzen in den Rippen verspürte. Die Folge eines Trainingssturzes bremsten schwäbische Bayerin erst einmal aus und sie fiel aus den Top-Ten zurück.
In der dritten Runde wurde sie auf Platz 17 notiert, doch irgendwann ließen die Schmerzen nach und Daubermann fuhr sich noch auf Rang neun (+4:24).
Hannah Grobert (Remetschwiel) kam gut ins Rennen, lag auf Rang sechs, ehe sich dann Kopfschmerzen einstellten. "Ich weiß nicht, wo das her kam. Aber mit den ersten beiden Runden bin ich zufrieden", sagte Grobert, "ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft". Sie wurde 17. (+5:37).
Die WM-Dritte Sarah Bauer erwischte einen prächtigen Start, fiel dann auf Rang 15 zurück, ehe sie den Gashahn fand und bis auf Rang sechs nach vorne stieß. "Ich hatte echt Druck und es lief super", erzählte Bauer. Doch dann bekam die Nürtingerin Probleme mit der Schaltung, musste mehrfach anhalten und hatte keine Chance mehr. Am Ende war sie nur 38. (+12:04).

Themen: AlbstadtGonso ClassicJuniorenMarathonWorldcup


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