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WM im Four Cross: Steffi Marth holt Bronze

Josh Welz am 17.06.2014

Für Steffi Marth ist es der größte Erfolg ihrer Karriere: Bronze bei der 4X-Weltmeisterschaft im österreichischen Leogang.

An Caty Curd und Anneke Beerten war für Steffi Marth kein Vorbeikommen. Doch die Cottbuserin erreichte mit ihrem dritten Platz bei der Four-Cross-Weltmeisterschaft in Leogang das beste Ergebnis ihrer Karriere.

Deutschlands Vorzeige-Four-Crosser Guido Tschugg höchstpersönlich hatte die Strecke in Leogang zu verantworten. Und Tschugg war beim Streckendesign den Zuschauen nichts schuldig geblieben. So konnten sich die Fahrer immer wieder zwischen spektakulären Linien mit großen Sprüngen oder den etwas sicheren, aber langsameren Lines entscheiden. Die Britin Caty Curd hatte im Finale die besten Nerven aller Fahrerinnen. Sie wählte die gewagteste, aber schnellste Linie: Kurz vor dem Ziel nahm sie den letzten großen Double und konnte damit die Niederländerin Beerten auf den zweiten Rang verweisen. Für Steffi Marth ist Bronze bei einer WM der größte Erfolg ihrer Karriere. Und das, wo sich die Cottbuserin doch eigentlich auf die Disziplin Downhill spezialisieren wollte.

Steffi Marth

Sprung aufs Treppchen: Steffi Marth bei der 4X-WM in Leogang

In der Herrenkonkurrenz wurden die Tschechen ihrer Favoritenrolle gerecht. Thomas Slavik verwies seine Landsmann Michael Machura auf den zweiten Rang. Machura wurde damit zum dritten Mal in Folge Vize-Weltmeister im Four Cross. Bronze holte sich der Schweizer Simon Waldburger. Bester Deutscher auf einem hervorragenden vierten Platz: Aiko Göhler.

Interview mit Steffi Marth

Gratulation zur Bronze-Medaille! Welchen Stellenwert hat dieses Ergebnis für Dich?

Diese WM-Medaille bedeutet für mich den bisher größten Erfolg, neben meinen Podiums-Platzierungen bei World Cups. Die WM findet nur ein mal im Jahr statt, und jeder will dort eine Medaille gewinnen. Zudem habe ich vor der WM wirklich nur einmal auf dem Fourcross-Bike gesessen und eigentlich letztes Jahr mit der Fourcross-Karriere abgeschlossen. 2011 in Champéry hatte ich das Finale nur knapp verpasst, und nun stand ich schon zum dritten mal in Folge in Leogang kurz vorm Erreichen dieses großen Zieles. Dass ich in letzter Zeit viel Downhill trainiert habe, hat meiner Fourcross-Fahrtechnik enorm geholfen, alleine das war für mich eine super Erkenntnis in Leogang. Dass es dann auch noch mit der Medaille geklappt hat, obwohl ich am selben Wochenende in Leogang ja ach beim Downhill-World-Cup am Start war – Wahnsinn!.

Bleibt Dein Fokus zukünftig trotzdem auf der Disziplin Downhill?

Ja, ich bleibe dabei, nur noch Downhill zu fahren. Man kann einfach nicht in mehreren Disziplinen Höchstleistungen bringen. Ich habe anfangs des Jahres beschlossen, mich nur auf eines zu konzentrieren.

Steffi Marth

Vielseitig in alle Gravity-Disziplinen: Steffi Marth beim Enduro-Trip auf Hawaii.

Warum? Welche Chancen siehst Du für Dich im Downhill?

Mir macht Downhill fahren schlicht und einfach mehr Spaß. Außerdem genieße ich die Herausforderung, so viele neue Sachen lernen zu müssen, um nur annähernd an die Weltspitze heran zu kommen. Das Niveau bei World Cups ist unbeschreiblich hoch. Ich mag diese Challenge. Ich fahre seit 16 Jahren Rennen, und jetzt stehe ich quasi noch mal ganz am Anfang – das spornt mich an.

Was erwartest Du Dir von den nächsten wichtigen Rennen — zu Beispiel beim World Cup in Mont Saint-Anne?

Zuerst mal freue ich mich auf die Deutsche Downhill Meisterschaft. Da möchte ich natürlich gerne noch eine weitere Medaille abholen. Mal schauen, es ist Alles drin. Danach geht es für mich wieder in die ganz harte Schule – den Downhill-World-Cup. Als nächste Rennen stehen Mt. Saint Anne und Windham an. Als großes Highlight steht dann noch die Downhill-WM in Hafjell an. Ich hoffe, ich darf Deutschland in Norwegen vertreten und kann ein gutes Rennen abliefern.

Josh Welz am 17.06.2014
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