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White Style Saalfelden Leogang 2017: Rennbericht

White Style: Italien dominant, Scholze auf Platz 3

Adrian Kaether am 31.01.2017

Das White Style in Leogang eröffnete am Wochenende die FMB World Tour 2017. Das Niveau war auffällig hoch, am Ende hatte Torquato Testa die Nase vorn. Nico Scholze wurde Dritter.

Eins ist jetzt schon klar. 2017 wird definitiv ein gutes Jahr für das Slopestyle-Mountainbiken. Am vergangenen Wochenende wurde der erste größere Slopestyle-Contest des Jahres ausgetragen und überzeugte mit einem durchgängig extrem hohen Niveau und Trick-Combos, die den Athleten noch vor zwei Jahren zum Sieg beim legendären Crankworx in Whistler verholfen hätten. Eine enorme Leistung für ein Event mit Silver Level-Status, dem nach Diamond und Gold-Level lediglich dritthöchsten Status in der Freeride-Mountainbike World Tour (FMB). Zumal, da die Bedingungen beim White Style alles andere als ideal sind. Denn wer die Landung hier verpatzt, liegt wegen des geringen Grips auf dem Schnee direkt auf der Nase. Da helfen auch die schmalen Matten nicht viel, die die Haftung in den Landezonen etwas erhöhen sollen.


Schuld an diesem hohen Niveau sind, wie könnte es anders sein, vor allem die Athleten. Vor allem die italienische Slopestyle-„Mafia“ hat im vergangenen Jahr massiv an Klasse gewonnen. Von Torquato Testa und Diego Caverzasi hatte bis vor ein paar Jahren noch niemand im Slopestyle gehört, jetzt werden die beiden Italiener schon häufiger als Wild-Cards gehandelt. Welches Niveau erwartet wird, musste auch der Favorit Szymon Godziek beim White Style 2017 erleben. Der Pole, der die letzten beiden Jahre in Folge gewinnen konnte, schaffte es am Ende nur auf den undankbaren vierten Platz.


Nico Scholze auf Platz drei

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Im Training. Nico Scholze, fokussiert bis zum äußersten.


Besser lief es dagegen für die deutsche Slopestyle-Hoffnung Nico Scholze. Der Schwabe eröffnete seinen Run mit einem 360-Whip auf dem ersten Feature, legte einen sauberen Tailwhip auf dem Bonerlog hin, steigerte sich zu einem ebenso sauberen Double-Backflip am dritten Sprung und feuerte am Ende seinen Signatur-Trick, den Tsunami Flip auf dem letzten Feature ab. Die Jury belohnte ihn dafür mit dem dritten Platz. Knapp vor Nico Scholze auf Platz zwei landete der Franzose Simon Pagès. Er kombinierte einen Flip-Whip mit einem 360 Whip, einem Opposite Double Whip und einem Flip Opposite Whip.

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Nico Scholzes Double Backflip


Torquato Testa holt sich den Sieg

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Sieger Torquato Testa beim Cork 720, seinem finalen Trick.


Der Sieg ging ganz klar an Torquato Testa. Schon beim ersten Sprung eröffnete er seinen Run mit einem Opposite Cork 720, schloss dann am Bonerlog einen Nohand Flip an, zog einen Double Flip über das vorletzte Feature und beendete seinen Run mit einem regulären Cork 720. Ein Slopestyle-Run wie aus dem Lehrbuch: Schwierige Tricks, auch auf schwierigen Features wie dem Bonerlog noch spektakuläre Stunts, dazu die Kombination aus verschiedenen Variationen sowohl bei den Flips, als auch mit dem regulären und dem Opposite Cork 720. Gut, die Extension des Nohand Flips hätte etwas größer sein können, die eine oder andere Landung etwas sauberer. Doch für ein Silver-Event auf Schnee, den ersten echten Contest des Jahres? Eine wahre Glanzleistung.

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Diego Caverzasi holte sich mit einem Backlfip Opposite Tripple Barspin den Best Trick.


Die Auszeichnung für den „Best Trick“ ging an Diego Caverzasi mit einem Backflip Opposite Triple Barspin. Der Italiener konnte sich damit gegen die Konkurrenz durchsetzen und holt sich nach seinem Sieg beim 26Trix bereits den zweiten Best Trick-Award in Leogang innerhalb eines Jahres. Beim Scott Snow Downhill Race gewann Andreas Kolb gefolgt von Boris Tetzlaff und Marcel Ziegler.

Hier geht's zur Website der FMB mit allen Terminen der World Tour im Überblick.

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Das Schlittenrennen hat Tradition in Leogang.

Adrian Kaether am 31.01.2017
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