Wo stehen Fumic, Grobert, Spitz und Co. 2018? Wo stehen Fumic, Grobert, Spitz und Co. 2018? Wo stehen Fumic, Grobert, Spitz und Co. 2018?

Weltcup Vorschau 2018: Die deutschen Favoriten im Überblick

Wo stehen Fumic, Grobert, Spitz und Co. 2018?

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 3 Jahren

Der erste Worldcup in Stellenbosch wird kein leichtes Rennen für die deutschen Fahrer. Die besten Chancen haben Fumic und Grobert, Sabine Spitz konzentriert sich dieses Jahr mehr auf die Langstrecke.

Nur noch wenige Stunden trennen uns noch vom ersten Startschuss der Worldcup-Saison 2018 mit den Elite-Rennen in Stellenbosch. Ganz an der Spitze wird natürlich wieder die Frage stehen: Wer schlägt Schurter? Ein paar mögliche Antworten haben wir in unserer Worldcup-Vorschau bereits gegeben. Aber nicht nur die Schweizer ziehen mit Nino Schurter, Jolanda Neff den Flückigerbrüdern, Thomas Litscher, Mathias Stirnemann, Linda Indergand und Alessandra Keller mit großen Hoffnungen in diesen Worldcup ein. Denn auch die Deutschen Athleten haben wieder allen Grund, mit 2018 einer der besten Saisons für den Sport überhaupt entgegenzublicken.

Die Speerspitze: Wo steht Helen Grobert?

Helen Grobert startete in Lenzerheide aus der Mitte des Feldes, kämpfte hart und konnte am Ende auf Platz fünf fahren. Es ist ihr erstes Elite-Podium überhaupt.


Sie ist eine Weltklasse-Fahrerin und ihr gehört ganz klar die Zukunft. Helen Grobert hat sich über die letzten Saisons zur größten deutschen Hoffnung im Cross-Country Worldcup entwickelt. Noch vor zwei Jahren galt eine Platzierung in den Top-10 als großes Highlight für sie, beim Worldcup in Lenzerheide letztes Jahr konnte sie sogar am Ende Platz fünf für sich behaupten. Helen Grobert gilt als technisch begabt, ist fit und hat Durchhaltevermögen, auch in widrigen Bedingungen.


Schon im Februar konnte sie das beim Tankwa Trek unter Beweis stellen, einem dreitägigen Etappenrennen in Südafrika, bei dem sie am Ende mit Teamkollegin Candice Lill sogar das Team Spitz/de Groot in die Schranken wies. Und sie hat keine Angst, es auch im Worldcup mit den besten der besten aufzunehmen. Natürlich nicht, denn sie ist eine von ihnen geworden. Schon der Auftakt in Stellenbosch könnte für sie ein gutes Resultat bringen, denn die Strecke liegt ihr. Eine Top Ten Platzierung ist da auf jeden Fall drin, vielleicht sogar eine Top Five, wenn denn nur der Start gut klappt.

Die drei schnellsten deutschen Damen bei der DM in Bad Salzedetfurth 2017: Helen Grobert, Sabine Spitz und Adelheid Morath (von links).

Sabine Spitz: Die ewige deutsche Legende


Wenn von deutschen Fahrerinnen im Cross-Country Worldcup die Rede ist, dann darf natürlich auch Sabine Spitz nicht fehlen. Die Olympiasiegerin in Peking will sich jedoch dieses Jahr mehr auf Etappenrennen und Marathons konzentrieren und hat dafür das Training speziell angepasst. Das  Cape Epic in wenigen Tagen in Südafrika ist das nächste große Ziel, beim Worldcup ist sie aber natürlich trotzdem am Start. Nur das Anforderungsprofil ist eben ein ganz anderes: Beim Cape Epic geht es um Kraftausdauer, beim Worldcup ist eine Aneinanderreihung von kurzen, explosiven Sprints gefragt. Dementsprechend und mit Blick darauf, die Form für das Cape Epic nicht zu zerstören wäre eine Top-Ten Platzierung diesmal wohl eher eine Überraschung. Aber mit Sabine Spitz muss man einfach immer rechnen.

Adelheid Morath und Elisabeth Brandau


Auch Elisabeth Brandau und Adelheid Morath werden im Rennen der Damen in Stellenbosch die deutsche Flagge hochhalten. Insbesondere Adelheid Morath könnte gute Chancen haben, Elisabeth Brandau muss von der Startposition 55 ein sehr guter Start gelingen, damit ihr nicht das große Fahrerfeld auf der engen Strecke einen Strich durch die Rechnung macht. Neu für 2018 ist bei Adelheid Morath außerdem der Titelsponsor. Die mehrfache deutsche Meisterin fährt jetzt für das Team jb Brunex Felt und hat damit mit dem Racefully Edict und dem Hardtail Doctrine auf jeden Fall auch zwei konkurrenzfähige Bikes zur Auswahl.

Schulte-Lünzum und Fumic – Die schnellen deutschen im Männerrennen

Beim Worldcup 2017 in Monte-Sainte-Anne: Manuel Fumic übte Druck auf Schurter aus. Als Schurter dann attackierte, versuchte Fumic mitzugehen. Das rächte sich, doch der sechste Platz ist auch noch ein gutes Ergebnis.


Im Rennen der Männer werden Markus Schulte-Lünzum und Manuel Fumic alles geben, um sich bis in die Top-Ten vorzukämpfen. Doch leicht wird es nicht. Manuel Fumic hat immerhin eine gute Startposition, doch eine längere Krankheit hielt ihn in der Off-Season eine Zeit lang vom Training ab. Keine gute Voraussetzung für den ersten Worldcup, da ist die Formkurve sicher noch nicht bei ihrem Maximum angekommen. Egal, denn wenn Fumic in Südafrika in den Rhythmus findet, wird er auch für die Top-Ten ein gefährlicher Gegner. Seine technischen Stärken kann er auf der Strecke gut ausspielen, ob ihm Temperaturen und die kurzen steilen Anstiege liegen, wird sich dann zeigen.

Markus Schulte-Lünzum wird sich nicht leicht tun, bei seiner Startposition. Doch eine Top 20 Platzierung ist auf jeden Fall möglich.


Markus Schulte Lünzum gibt in Südafrika auf jeden Fall sein bestes und trainiert schon seit Tagen hart auf der für ihn unbekannten Strecke in Stellenbosch. Runde um Runde prügelt er sein Focus Racefully über den Kurs und es sieht so aus, als würden seine Bemühungen Früchte tragen. Auch für ihn wird als Starter aus der Mitte des Feldes wahrscheinlich schon die erste Runde über Sieg oder Niederlage entscheiden. Doch Schulte-Lünzum kann sich mit zwei weiteren Deutschen zusammentun. Georg Egger und Ben Zwiehoff. Zusammen besetzen die drei die Startpositionen 51 bis 53. Vielleicht gelingt es ihnen ja zu dritt, sich bis nach vorne durchzukämpfen, doch sie sollten auf jeden Fall ihre Brillen einpacken. Denn Staubwolken sind auf der trockenen Strecke bei jeder noch so kleinen technischen Abfahrt vorprogrammiert.

U-23: Max Brandl und Antonia Daubermann

In Cairns 2017 räumte der erst 20 Jahre alte Max Brandl die Bronzemedaille in der U-23 ab. Sensationell.


Die größten Chancen auf einen deutschen Sieg in Südafrika hat aber ganz eindeutig ein Fahrer in der U-23. Max Brandl. Wegen seines zweiten Platzes bei der WM in Cairns vergangenes Jahr startet er aus der ersten Reihe und kann seine technischen Fähigkeiten voll ausspielen. Zwar bevorzugt er schlammige Bedingungen und nicht Staub, doch das Griplevel wird in Südafrika wahrscheinlich vergleichbar sein. Es wäre zwar sein erster Sieg, doch einmal ist immer das erste Mal.


Das Rennen der U-23 Damen ist bereits beendet. Wie erwartet fuhr Antonia Daubermann auf Platz 10 die beste Platzierung ein, dahinter folgte Felicitas Geiger auf Platz 15 während die Dänin Malene Degn vor Sina Frei und Evie Richards den Sieg holte.


Die Rennen der Elite-Kategorie werden Live von Redbull.tv übertragen. Hier der Link . Alle Ergebnisse und ein Live-Timing findet ihr außerdem auf der Website der UCI.

Themen: Cross CountryHelen GrobertManuel FumicWorld Cup


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