Yak Attack – Mountainbike-Abenteuer im Himalaja Yak Attack – Mountainbike-Abenteuer im Himalaja Yak Attack – Mountainbike-Abenteuer im Himalaja

Video-Reportage Yak Attack

Yak Attack – Mountainbike-Abenteuer im Himalaja

  • Henri Lesewitz
 • Publiziert vor 10 Jahren

BIKE-Reporter Lesewitz beim Yak Attack, dem höchst gelegenen Mountainbike-Rennen der Welt. Die packende Video-Dokumentation seines schwindelerregenden MTB-Abenteuers durch Nepal.

Das höchst gelegene MTB-Rennen der Welt führt in zwölf Tagen von der Hauptstadt Kathmandu durch zunächst sub-tropische Berglandschaften zum Annapurna-Massiv, wo mit dem Thorong La-Übergang (5416 Meter) der höchste, ganzjährig begehbare Pass der Welt überquert wird. Wegen der schwierigen Logistik gibt es nur 40 Startplätze. Die Taschen, zehn Kilo pro Teilnehmer, werden ab der vierten Etappe von Sherpas transportiert. Bisher hat noch nie ein Ausländer das Rennen gewonnen. Zu extrem sind die Bedingungen in der Höhe.

Henri Lesewitz Henri in der Höhe.

BIKE-Redakteur Henri Lesewitz begab sich selber in eisige Höhen, um den Protagonisten seiner neuesten Reportage beim Yak Attack im Himalaja zu begleiten.

Henri Lesewitz Kampf gegen das Ich.

BIKE-Reporter Henri Lesewitz war mittendrin im Renngeschehen und hatte die Kamera dabei. Was Henri selber erlebt und durchgemacht hat – und wieviele Gliedmaße in Mitleidenschaft gezogen worden sind – zeigt er in seinem 40-minütigen Dokumentationsfilm.


Die komplette Reportage aus BIKE 6/2012 finden Sie unten als PDF-Download.


Genießen Sie 22 weitere Bilder aus dem rauen Leben der Himalaja-Biker in unserer Fotostrecke:

Yak Attack 2012 - Bilder des Mountainbike-Abenteuers im Himalaja

22 Bilder

Von Nepals Hauptstadt Kathamandu über den höchsten ganzjährlich befahrbaren Pass der Welt, den Thorong La-Pass.


BIKE beim höchsten Rennen der Welt

400 Kilometer, elf Etappen und ein mehrtägiger Anstieg bis auf 5416 Meter: Das Yak Attack in Nepal ist das höchste Mountainbike-Rennen der Welt. Und sicher auch eines der extremsten. 32 Fahrer gingen beim diesjährigen Rennen auf die Strecke, deren sportlicher wie topografischer Höhepunkt der Thorong La-Pass im mächtigen Annapurna-Massiv darstellte. Krasser noch waren die Rahmenbedingungen: Hitze, Staub, Steilanstiege, dann extreme Kälte, extreme Kletterpassagen und dünne Höhenluft. Bei den sechs Austragungen zuvor hatte noch nie ein Ausländer das Rennen gewonnen. Daran änderte sich auch diesmal nichts. Bereits vor der alles entscheidenden Gipfel-Etappe hatte Vorjahressieger Ajay Pandit Chheti mehr als eine Stunde Vorsprung vor dem ersten ausländischen Fahrer. Der Amerikaner Jeff Kerkove (Team Topeak Ergon Racing), der anfangs noch gute Aussichten auf einen Podiumsplatz hatte, musste kurz vor dem Gipfel erschöpft das Rennen aufgeben und wurde mit einem Yak über den Pass gebracht. Die große Reportage über das Yak Attack gibt es in BIKE 6/2012. Hier noch die wichtigsten Infos zum Rennen.


Allgemeines

Das Yak Attack wurde im Jahr 2007 von Nepals Mountainbike-Legende Chhimi Gurung ins Leben gerufen. Gurung, der zu den ersten Bikern in Nepal zählt und in der Hauptstadt Kathmandu eine Mountainbike-Station betreibt, wollte mit dem Rennen den Sport im Land bekannter machen. Das Rennen führt von Kathmandu aus durch subtropische Berglandschaften zum Annapurna-Massiv des Himalaja, dem zehnthöchsten Bergmassiv der Welt. Dort angekommen geht es entlang der berühmten Annapurna-Route mit zum Teil heftigen Tragestücken über den Thorong La-Pass auf 5416 Metern Höhe. Der Übergang gilt als höchster ganzjährig begehbarer Pass der Welt, doch tagelange Sperrungen auf Grund von Schneefällen sind keine Ausnahme. Beim Yak Attack 2012 wurde der Pass am Tag nach der Überquerung wegen heftiger Schneefälle auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die letzten beiden Etappen führen durch das Königreich Mustang zurück in die Zivilisation. Der Shuttle von Pokhara zurück nach Kathmandu erfolgt per Flugzeug (zirka 30 Minuten), oder auf Wunsch auch per Bus (fünf Stunden).


Besonderheiten

Die Rahmenbedingungen des Yak Attack sind härter, als bei den meisten anderen Etappenrennen. Die Temperaturen während des Rennverlaufs schwanken zwischen + 30 und – 20 Grad. Die ersten vier Etappen sich bereits kraftraubend, da gespickt mit zum Teil steilen Anstiegen. Beim Einstieg in das Annapurna-Massiv muss dann jeder Teilnehmer sein Gepäck auf 10 Kilo reduzieren, da die Taschen von Sherpas von Etappenort zu Etappenort getragen werden. Die Entscheidung, was man mitnimmt, ist schwierig. Es gibt weder Verpflegungsstationen, noch beheizte Hotel-Zimmer. Man braucht Riegel, warme Kleidung, Schlafsack, Werkzeug, Medikamente und im besten Fall auch noch ausreichend Mineral-Tabletten. Man muss also entscheiden, auf was man am ehesten verzichten kann. Wasserflaschen gibt es entlang der Annapurna-Route ausreichend zu kaufen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, ein zweites Paar Pedale (Plattform) und Wanderschuhe dabei zu haben. Vor allem auf den vier Gipfel-Etappen ist der Trage- und Schiebe-Anteil hoch.


Unterkünfte

Bis auf einzelne Ausnahmen übernachten die Teilnehmer in einfachen Herbergen. Die Betten haben Matratzen, warme Decken gibt es jedoch nicht immer. Ein guter Schlafsack ist absolutes Muss. Das Frühstück beschränkt sich auf Brotscheiben, Marmelade, Eier sowie hin und wieder Haferbrei. Wer richtig Kalorien bunkern will, sollte genügend eigene Riegel mitnehmen. Mit zunehmender Höhe wird die Kälte selbst in den Hotels zum Problem. Diese sind ungeheizt, die Wände nicht isoliert. Gut möglich, dass es im Hotelzimmer auch mal Minusgrade hat.


Der Pass

Der Thorong La-Pass gilt als höchster ganzjährig begehbarer Pass der Welt. Er befindet sich auf 5416 Metern Höhe und ist vor allem bei Wanderern sehr beliebt. Die Infrastruktur ist entsprechend. Entlang des Weges gibt es immer wieder Teestuben, Unterkünfte und Restaurants. Auto-, oder Motorrad-Verkehr gibt es nicht. Zu rau und verblockt ist der Pfad, der sich ab dem Örtchen Chamje (1435 Meter Höhe) dem Gipfel entgegen schraubt. Lange, steile Tragestücke wechseln sich mit gut zu fahrenden Bike-Passagen ab. Ab 3000 Meter Höhe wird das Fahren allerdings zunehmend selbst in flachen Anstiegen zur Qual. Der letzte Abschnitt bis zum Gipfel, vom Camp auf 4700 Metern Höhe bis rauf auf 5416 Meter, ist komplett unfahrbar. Für die vier Kilometer braucht man zwischen drei und fünf Stunden. Start der Etappe ist um 4 Uhr morgens.


Die Höhe

Die Höhe zerrt ab etwa 3000 Meter mehr an den Kräften, als alles andere. Der Sauerstoff-Bedarf des Körpers kann in der dünnen Luft nicht mehr gestillt werden, weswegen der Puls rast und die Bewegungen zur Qual werden. Die Höhe ist aber auch tückisch. Um dem Sauerstoff-Mangel entgegen zu wirken, produziert der Körper mehr rote Blutkörperchen, da diese den Sauerstoff transportieren. Die Folge ist eine Verdickung des Blutes, was die Gefahr einer Thrombose steigert. Man muss unbedingt viel, viel trinken. Wegen des geringen Luftdrucks in der Höhe kann sich zudem Flüssigkeit in den Lungen ablagern, was die Sauerstoff-Versorgung des Körpers blockiert und Organe zum Versagen bringen kann (Lungen-Ödem). Passiert das, muss der betroffene Fahrer sofort Richtung Tal absteigen. Wirksame Medikamente gegen die Höhenkrankheit gibt es kaum. Ratsam ist, den Puls so niedrig wie möglich zu halten und langsam aufzusteigen. Was bei einem Rennen wie dem Yak Attack natürlich nur bedingt möglich ist. Am besten vor dem Abflug nach Nepal einen Arzt oder Fachmann konsultieren, um die Risiken abzuklären.


Anmeldung

Henri Lesewitz Organisiert seit 20 Jahren Mountainbike-Reisen durch Nepal. Michael Höschele mit seiner Firma „Himal Spezialreisen”.

Achtung! Die Plätze für das Yak Attack sind streng limitiert. Aufgrund der schwierigen Logistik können nur 40 Fahrer starten, wobei die Plätze jeweils hälftig an Einheimische und Ausländer vergeben werden. Ausländer zahlen 2200 Euro Startgebühr. Von dem Geld werden auch die Fahrer aus Nepal unterstützt, die etwa 200 Euro Teilnahme-Gebühr bezahlen – das sind etwa vier volle Monatsgehälter für einen Nepalesen. Das Land zählt zu den ärmsten Staaten der Welt.


Der Biberacher Michael Höschele, Inhaber der Firma „Himal Spezialreisen“, kümmert sich auf Wunsch um die komplette Planung. Angefangen von der Anmeldung, bis hin zu Flug, Unterkünften, Shuttles und Visum. Höschele organisiert seit 20 Jahren Mountainbike-Reisen durch Nepal und gehört zu den Sponsoren des Yak Attack. Er bietet die Route des Rennens auch als exklusive Tour an. Von einer Überquerung des Thorong La-Passes auf eigene Faust raten wir an dieser Stelle dringend ab!

Kontakt zu Himal Spezialreisen:
Telefon: 07351/300936
info@himal.de
www.himal.de


Weitere Infos

Hersteller Auf Trekkingpfaden durch den Himalaya - mit GPS-Tracks.

Das Buch „Annapurna-Umrundung mit dem Mountainbike“ von Birgit Wenzel und Frank Hartl lässt den Leser eintauchen in die faszinierende Welt des Annapurna. Die Autoren beschreiben die Überquerung des Passes aus ihrer persönlichen Perspektive, gewürzt mit zahlreichen Bildern und vielen praktischen Tipps. Für 14,95 Euro. ISBN 978-3-9814962-0-8


Bilder, Infos und Ergebnisse gibt es natürlich auch auf der offiziellen Yak Attack-Homepage: www.theyakattack.com

Themen: AbenteuerBIKE. TourFeltHenri LesewitzHimalajaMarathonMountainbikeMTBNepalPassRaceRennenReportage

  • 0,99 €
    Nepal: Yak Attack

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