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Biker im Wald und Matsch-Spritzer vom Hinterrad Biker im Wald und Matsch-Spritzer vom Hinterrad

Umfrage: Hinterrad blockieren

Bremsspur vertretbar – Was sagen unsere Leser?

BIKE Magazin am 14.11.2018

Spaß-Manöver oder No-Go? Wer das Hinterrad blockiert, schadet dem Trail, behaupten die einen. Andere sehen das nicht so kritisch. Was sagen Sie? Hier die Ergebnisse unserer Umfrage.

Auf der Liste der gemeinsten Vorurteile gegenübern Mountainbikern ganz oben vertreten: die Bremsspur und die Frage, inwieweit sie dem Boden und damit indirekt dem Image der Mountainbiker schadet. Rollt man einfach gemütlich durch den Wald, heißt es, schaden die Reifen dem Boden ebenso wenig wie Wanderschuhe. Bergab reißen Bremsspuren auf Naturtrails den Boden auf. Aber wie sieht es auf stark verdichteten, gebauten Trails oder im Bikepark aus? Gelten hier andere Richtlinien, was die Trail-schonende Fahrweise betrifft? Schließlich gibt es sogar Fahrtechnik-Tricks, der das um die Kurve driftende Hinterrad zum Kernthema haben, zum Beispiel der sogenannte Scandinavian Flick. 

Spaß-Manöver oder No-Go – Ist der Brems-Drift moralisch vertretbar? 1905 Personen haben anonym abgestimmt, hier ist das Ergebnis:

Umfrage-Ergebnis: Bremsspur vertretbar?

Das sagen die BIKE-User: Die Hälfte rutscht zwar nicht mit Absicht durch die Kurve, findet aber, dass es sich nicht immer vermeiden lässt. 38 % sehen die Bremsspur im Wald als absolutes No-Go. Immerhin 13 % lassen ihr Heck gerne beim sogenannten Scandinavian-Flick driften. Ja, das das Umfragetool rundet auf 101 %. Hier die exakten Prozentangaben: 47,7 %, 37,7 % und 12,6 %.

Pro & Contra - Zwei Experten, zwei Meinungen

PRO – Hans Voglsamer, Gardasee-Bike-Pionier:
"Natürlich geht das. Wer sein Heck um die Kurve schwänzeln lassen will, soll das von mir aus bitte machen. Ich finde, das sieht durchaus elegant aus, wenn man es gekonnt macht. Wer jetzt den Zeigefinger erhebt und auf die Erosion aufmerksam machen will, dem will ich sagen, dass auch ich intakte Trails bevorzuge. Doch durch ein paar Biker, die da mit schlitterndem Heck um die Kurve schwingen, löst man nicht gleich einen Hangrutsch aus."

CONTRA – Stefan Herrmann, Fahrtechnikexperte:
"Ganz klar ein Rowdy-Move! Wer das Hinterrad auf dem Trail blockiert, der trägt nicht nur zur Bodenerosion bei, sondern bestätigt auch all die Rowdy-Vorurteile, die uns Mountainbike-Gegner vorwerfen. Das führt bekanntlich oft zu Trail-Sperrungen. Kurzum: Das Hinterrad zu blockieren, ist unsozial. Im Bikepark okay, doch auf Natur-Trails ein No-Go!"

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Spritzende Steine und Spritzende Steine und aufstiebender Sand machen sich auf jedem Foto gut. Aber darf man auf dem Trail das Hinterrad blockieren? Wir haben die Bike-Community gefragt. Hier gibt's das Ergebnis >>

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"Klares No-Go! So viele Trails sind dadurch so kaputt, dass sich tiefe Furchen bilden und Steine lösen." – Heinrich F.

"Im Bikepark o. k., weil gepflegt – in der Natur nur was für Deppen." – Konstantin V.

"Na ja, wer von euch hat noch nie das Hinterrad blockiert? Wie immer: Es kommt drauf an, wie und wo man so einen Skid anwendet." – Christoph S.

BIKE Magazin am 14.11.2018