Doppelworldcup in Frankreich - Wer gewinnt in Les Gets? Doppelworldcup in Frankreich - Wer gewinnt in Les Gets? Doppelworldcup in Frankreich - Wer gewinnt in Les Gets?

UCI MTB Worldcup 2019 Les Gets: Vorschau

Doppelworldcup in Frankreich - Wer gewinnt in Les Gets?

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor einem Jahr

Nur eine Woche nach dem Worldcup in Vallnord geht es mit dem Worldcup in Les Gets weiter. Unsere Favoriten: Brosnan und Atherton im Downhill, Schurter und Neff im Cross-Country.

Keine Verschnaufpause. Nach dem Worldcup in Andorra am letzten Wochenende steigt dieses Wochenende gleich das nächste Doppel-Event. Auch in Les Gets in den französischen Alpen stehen im Schatten des Mont Blanc wieder Cross Country und Downhill auf dem Programm, mit den Cross-Country-Rennen am heutigen Freitag (XCC) und Sonntag (XCO) sowie dem Downhill-Rennen am Samstag.

Les Gets 2004 – Steve Peats WM-Sturz wird zur Legende

Im Downhill kehren die Fahrer an einen legendären Ort des Sports zurück. 2004 fand hier das letzte große Rennen statt – die Downhill-Weltmeisterschaft bei der Steve Peat in Führung liegend in der vorletzten Kurve einen riesigen Highsider hinlegte und Fabian Barel am Ende den Titel holte.

Damals wie heute verläuft die Strecke an fast derselben Stelle, der Track ist breit gesteckt und schreit nach Geschwindigkeit. Nur im mittleren Teil ist in einem Waldstück mit vermutlich schwierigen Lichtverhältnissen ein etwas langsamerer, technischer Abschnitt eingebaut. Ansonsten führt die Strecke über offene, breite Fluren – die wohl schnellste Strecke des Jahres.

Troy Brosnan on Pace wie immer. Rang drei wurde es für den Australier am Ende in Vallnord. In Les Gets könnte es dieses Mal sogar noch besser werden – wenn ihn nicht ein Trainings-Crash aus Andorra nachträglich noch ausbremst.

Troy Brosnan als Favorit im Männerrennen

Troy Brosnan ist unser Favorit im Männerrennen. Nach seinen Siegen beim Crankworx 2018 und 2017 in Les Gets steht wohl außer Frage, dass dem Australier die schnelle Strecke wie auf den Leib geschneidert ist. Seine Form scheint ohnehin perfekt, bisher stand er in jedem einzelnen Worldcup des Jahres mit auf dem Podium.

Fast perfekt. Unglaublich, was Loris Vergier mit seinem Run in Vallnord geleistet hat. Nie hätten wir gedacht, dass das noch einer toppen kann.

Doch Les Gets ist natürlich französisches Territorium und angefeuert von ihren frenetischen Fans werden gerade die französischen Fahrer auf jeden Fall noch ein Wörtchen mitreden wollen. Loïc Bruni ist im Moment klar der stärkste Fahrer im Worldcup und könnte nach seinen Siegen in Maribor, Leogang und Vallnord auch in Les Gets bis ganz nach oben fahren. Loris Vergier und Amaury Pierron werden ebenfalls alles versuchen, um ihren Namen als Sieger in die Geschichtsbücher schreiben zu lassen.

Atherton verletzt, Hannah als Favoritin – Nina Hoffmann auf Rang drei?

Update: Nachdem Rachel Atherton im Training schwer gestürzt ist und sich eine Verletzung am Bein (Achillessehne?) zugezogen hat, ist Tracey Hannah wieder die klare Favoritin für das Rennen in Les Gets. Wenn sie keine Fehler macht, dann wird sie auf dem ersten Platz landen, da legen wir uns einfach mal fest. Um Rang zwei und drei könnte es wieder ein spannendes Duell zwischen Nina Hoffmann und Marine Cabirou geben.

Trotz ihres Sturzes in Leogang war Rachel Atherton in Vallnord wieder voll da. Im Rennen deklassierte sie die Konkurrenz zwar nicht, echte Fehler konnten wir aber auch keine entdecken. Kein Wunder, dass die Britin auch für Les Gets unsere Favoritin ist.

Cross-Country: Schurter erneut als Favorit

Im Cross-Country liegt das letzte große Rennen in Les Gets ebenfalls 15 Jahre zurück. Bei der WM 2004 errang hier Julien Absalon zum ersten Mal in seiner Karriere den Weltmeistertitel, Gunn-Rita Dahle Flesjå holte sich das Regenbogen-Jersey bei den Damen. Da beide sich mittlerweile aus dem Sport zurückgezogen haben, ist mit ihnen nicht mehr zu rechnen, doch gerade Julien Absalons langjähriger Konkurrent Nino Schurter könnte in Les Gets nun den zweiten Sieg der Saison in Folge holen.

Schurter und Flückiger im Ziel in Vallnord. Ob diesmal Schurter wieder vorne ist?

Die französischen Fahrer Maxime Marotte, Jordan Sarrou und Stephane Tempier sollte man allerdings weiter im Auge behalten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Schurter erneut durch seinen Landsmann Mathias Flückiger, Henrique Avancini oder Mathieu van der Poel unter Druck gerät. Letzterer hatte sich nach seinem Sieg in Nové Město na Moravě vor einigen Wochen eine Auszeit genommen, wollte in Les Gets aber wieder antreten und ist auch ein heißer Kandidat für den Sieg im Short-Track-Rennen am Freitagabend.

Die Top Drei der Herren in Vallnord. Mathias Flückiger, Nino Schurter und Henrique Avancini (von links). Könnte in Les Gets wieder so ähnlich aussehen.

Gewinnt Jolanda Neff das Damenrennen?

Im Rennen der Damen ist die Favoritenfrage weit schwerer zu beantworten. Weltmeisterin Kate Courtney hatte in Vallnord einen kleinen Durchhänger und landete auf Platz acht. Wir rechnen jedoch eher wieder mit Jolanda Neff. Die Schweizerin konnte dieses Jahr noch keinen Sieg für sich verbuchen und ist nach dem – vom Start abgesehen – starken Rennen in Andorra sicherlich bis in die Haarspitzen motiviert.

Jolanda Neff ist im Moment in Form. Der schlechte Start in Andorra verbaute ihr eine bessere Platzierung.

Anne Tauber oder Anne Terpstra aus den Niederlanden oder Yana Belomoina aus der Ukraine könnten weitere Kandidatinnen für einen Sieg sein. Die stärkste französische Fahrerin, Pauline Ferrand-Prevot, konnte dagegen in den letzten Rennen eher nicht überzeugen und wird wohl auch in Les Gets nicht mit um den Sieg fahren können.

Zeiten und Übertragung auf Redbull.tv

Wie immer wird der UCI MTB Worldcup live auf Redbull.tv übertragen. Das Short-Track-Rennen steigt am Freitag den 12.07. ab 17.20 Uhr, die Downhill-Rennen finden am Samstag, den 13.07., um 12.30 Uhr (Damen) und um 13.45 Uhr (Herren) statt. Die Cross-Country-Rennen am Sonntag um 12.00 Uhr (Damen) und 14.30 Uhr (Herren) beschließen das Wochenende.

Schlagwörter: Frankreich Jolanda Neff Loic Bruni Nino Schurter Rachel Atherton Worldcup Worldcup 2019


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