München: Dirtspot soll einem Schul-Neubau weichen München: Dirtspot soll einem Schul-Neubau weichen München: Dirtspot soll einem Schul-Neubau weichen

Tretlager-Dirtspot vor dem Aus

München: Dirtspot soll einem Schul-Neubau weichen

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 4 Jahren

Neben den Isartrails kämpfen Biker in München derzeit noch an anderer Stelle, um ihren Sport weiter ausüben zu können. Denn der Dirtspot des Tretlager e.V. am Fideliopark soll abgerissen werden.

Durch den geplanten Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums im Fideliopark steht das Outdoor-Vereinsgelände des Tretlager e.V. München vor dem Abriss. Der beliebte Dirtspot befindet sich Münchner Osten und wir vom Tretlager e.V., einem Verein zur Förderung des Radsports, betrieben. Das 5500 Quadratmeter große Trainingsgelände am Fideliopark ist DER Spot für Dirtbiker und BMX-Fahrer.

Rückblick: Tragischerweise handelt es sich bei dem Vereinsgelände am Fideliopark bereits um ein Ersatzgelände für die über zwanzig Jahre betriebene Strecke am „Bombenkrater“ in Grünwald. Den hatte die Stadt im März 2009 ohne vorherige Absprachen in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen . Erst nach langjährigem Protest und Verhandlungen mit der Stadt München wurde dem Tretlager e.V. das Ersatzgelände am Fideliopark bereitgestellt. Doch die Tretlager Trails sollen nun für den Neubau eines Gymnasiums weichen.

Denis Pernath Das Gelände am Fideliopark dient auch dem Bike-Nachwuchs als Trainingsstrecke.

Gelände existenziell für Tretlager e.V.

In den vergangenen fünf Jahren wurden durch ehrenamtliche Anstrengungen des Vereins eine bayernweit einzigartige und umfangreiche Trainingsstrecke am Fideliopark geschaffen. Hierfür wurden tausende ehrenamtliche Stunden geleistet und zehntausende Euro investiert. Leider erfuhren der Verein im Frühjahr 2016 durch einen Zeitungsartikel von den Plänen der Stadt, das Gelände und den geplanten Klimapark durch einen großen Schulneubau zu ersetzen. Und das, obwohl der Pachtvertrag eigentlich noch fünf Jahre läuft.

Von Seiten des Vereins wird beklagt, dass die Stadt den Verein in den vergangenen 1,5 Jahren nicht in die Entscheidungsprozesse eingebunden hat. Somit habe man keinerlei Gewissheit über den Fortbestand des existentiellen Vereinsgeländes. Ein Vereinsvertreter beklagt: „Derzeit haben wir das Gefühl, dass von Seiten der Stadt München nur wenig Anstrengung unternommen wird, dem Tretlager e.V. ein Fortbestehen zu ermöglichen. In den letzten Monate haben wir intensiv den Kontakt mit der Stadt gesucht und nach vielfacher Nachfrage scheint es im November 2017 endlich zu einem ,Runden Tisch' mit Referatsvertretern zu kommen.“ Doch es ist unsicher, was dabei herauskommt. Laut Süddeutscher Zeitung sei die Stadt derzeit auf der Suche nach einem Alternativstandort .

Stefan Dyrna

Mehr Aufmerksamkeit durch mehr Mitglieder

Um bei den Verhandlungen mit der Stadt um eine Ersatzfläche und einen Ausgleich für den Verlust der aufwendig gebauten Anlage die Interessen einer großen Bike-Community zu vertreten, braucht der Tretlager e.V. möglichst viele Mitglieder. Der Vereinsbeitrag kostet 40 Euro im Jahr. Hier kann man Mitglied beim Tretlager e.V. werden.

Themen: BMXDirt JumpFreerideMünchen


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