Tomas Lemoine: Alien Blood – Video

Rap, Tricks und Aliens

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 2 Monaten

In seinem neuesten Video verbindet der französische MTB-Star Tomas Lemoine Musik und Biken miteinander. Zudem hat er dafür mit zwei Hochkarätern gearbeitet.

Tomas Lemoine, einer der vielseitigsten Profi-Biker der Welt und ein großer Star der Slopestyle-Szene, ist dafür bekannt, soviel mehr zu sein als nur ein Fahrer. Seinen Sinn für Mode, den er in seinen außergewöhnlichen Contest-Outfits widerspiegelt, ist ein häufiges Gesprächsthema in der Szene, die ihn auch als "Lil'Moine", seinem Rap-Pseudonym, kennen. Für Alien Blood nahm Tomas den Soundtrack in einem professionellen Studio auf, bevor er überhaupt die erste Fahrszene des Videos drehte. Er bezeichnete den Track als seinen "besten Song überhaupt". Zudem arbeitete er mit seinem Freund und Videographer JC Pieri und dem weltbekannten Künstler Anthony Loffredo alias „ Black Alien “ für dieses Projekt zusammen. Im Interview unten erzählt Lemoine mehr zum Song im Video, wie er auf die Idee kam und wer ihn inspiriert.

Einen neuer Soundtrack, seine komplett eigene außerirdische Fantasiewelt und absolut atemberaubende Fahrkünste zeigt Tomas Lemoine in „Alien Blood“.

Tomas Lemoine: „Musik und Biken sind eine Form von Kunst.“

Konnte sich in Alien Blood nicht nur auf dem Bike, sondern auch im Musikstudio voll ausleben: Tomas Lemoine (25).

BIKE: Musik ist eine der intensivsten Ausdrucksformen. Kann man sich mit Biken ähnlich ausdrücken?

Tomas Lemoine: Ich sehe Musik und Biken als eine Form von Kunst. Radfahren ist für mich meine Art von physischer Kunst, während Musik meine mentale Kunst widerspiegelt. Ich möchte in jeder Situation ich selbst sein und versuche mich durch das, was ich auf dem Bike mache, auszudrücken. Dadurch gehe ich sicher, dass ich mich nicht verliere und es trotzdem so sehr wie möglich genieße!

Wie kam es dazu, Musik und Biken miteinander zu verbinden?

Ich mochte schon immer den „Punk“-Vibe, in dem Bands in Skateparks spielten und währenddessen Skater im Pool herumfuhren. Ich wollte schon immer einen Edit machen, bei dem ich auf dem Rad unterwegs bin und dazu rappe. Somit passt das Video zu 100 % zu meiner Persönlichkeit und zeigt mit der Musik, was mir wichtig ist.

Wer oder was inspiriert Dich? Beim Musikmachen sowie beim Biken.

Mein Vater ist meine größte Inspiration. Er treibt mich seit meiner Kindheit an und ich weiß, dass es immer echt ist, wenn es von ihm kommt. Wenn ich etwas gut mache, sagt er es mir. Aber er sagt mir auch, wenn ich Dinge besser machen kann, damit ich daran wachsen kann!
Viele Rider inspirieren mich, Street-Skate ist auch ein großer Teil meiner Inspiration. Ich mag Menschen, die großartige Sachen machen und versuchen, auf ihre Art kreativ zu sein.

Das Niveau bei MTB-Videos ist extrem hoch. Wie groß ist der kreative Druck für Dich beim Konzipieren neuer Videos?

Speziell bei Alien Blood hatte ich eigentlich keinen Druck. Ich wollte etwas machen, das wirklich zu mir passt, ganz egal, ob es Anderen gefällt oder nicht.
Ich habe das gemacht, was sich für mich richtig angefühlt hat. Ich habe meine unterschiedlichen Talente genutzt und mein Bestes gegeben. Ich werde diese Erfahrung nie vergessen und bin super zufrieden mit dem Ergebnis. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit Canyon zusammenarbeite und die Chance hatte, dieses Video mit ihnen umzusetzen.

Wie kamst Du auf die Idee von Alien Blood?

Ich dachte, es wäre cool zu zeigen, wie man „so gut auf dem Fahrrad“ wird. Leute sehen zwar, wo ich heute stehe, aber oft wird dabei nicht bedacht, wie viele Stunden ich dafür gearbeitet habe, was ich riskiert habe und die Stürze und Verletzungen, die ich dabei erlebt habe.
Als Alien-Fan wollte ich vermitteln, dass ich nur ein weiteres Kind bin, das Fahrrad fährt, und meine Skills auf dem Bike irgendwie durch diese unnatürliche Entwicklung entstanden sind.

Wie kam der Kontakt zu Anthony Loffredo zustande?

Ich bin ihm auf Instagram gefolgt, als ich ihn das erste Mal dort gesehen habe. Dann habe ich ihm eines Tages eine Nachricht geschickt und zum Glück hat er geantwortet. Es war ursprünglich wegen eines anderen Themas, aber als wir schließlich darüber nachdachten einen Alien im Edit zu haben, machten wir uns über Make-up Gedanken und dann kam ich auf die Idee: „Mann, wir brauchen einen echten Alien“ und ich habe ihm direkt die Idee des Videos mitgeteilt. Er war begeistert, ich war aufgeregt und wir wussten, dass jetzt alles für den Edit steht.

Wie lange dauerte der Dreh und was war das Herausforderndste dabei?

Der Dreh dauerte grob eine Woche. Dabei war der fahrerische Teil die größte Herausforderung, weil ich in Alien Blood meine bisher größten Tricks gemacht habe. Alles andere war easy und ging uns einfach von der Hand!

Was war aufwändiger: Die Bike-Stunts oder der Song?

Ich würde sagen, beides war ähnlich aufwändig. Ich habe sowohl für die Tricks als auch den Song zwei Tage gebraucht, es war nur eine unterschiedliche Art von Arbeit.

Was gab es zuerst: Die Musik oder die Bike-Sequenzen?

Die Musik gab es zuerst, denn wir wollten über jeden visuellen Teil des Songs nachdenken und ihn entsprechend aufbauen.

Für alle, die kein Französisch verstehen, ganz kurz und knapp: Worum geht’s in dem Song?

Es geht ums Biken und was ich auf und neben dem Rad fühle und darum, dass Leute mich anschauen, wie sie den Black Alien anschauen würden (Tomas Lemoine lacht).
Ich höre auf mein Herz und spiele mit Bewusstsein, Gefühlen und füge natürlich auch ein bisschen Würze hinzu. Ich möchte Leute motivieren, sich ihr Bike zu schnappen und dabei Spaß zu haben!

Alien Anthony Loffredo und Tomas Lemoine.

Themen: CanyonInterviewMusikTomas LemoineVideo


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