Streif (Kitzbühel) mit Downhill-MTB

Markus Stöckl rast mit 106 km/h Streif hinunter

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Mit 15 mm langen Spike-Reifen hat sich der Österreicher Markus Stöckl mit seinem Downhill-Bike die legendäre Hahnenkamm-Abfahrtspiste in Kitzbühel, die Streif, hinuntergestürzt. Hier das Video.

Erst mit einem Formel-1-Rennwagen, dann mit einem Moto-GP-Motorrad und nun mit einem Mountainbike: Red Bull lässt sich anlässlich der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel , im Volksmund „Streif“ genannt, immer etwas ganz besonderes einfallen. Dieses Jahr schickte der österreichische Brause-Riese den Österreicher Markus Stöckl mit seinem Mondraker-Downhill-Bike die 3312 Meter lange Piste hinunter. Stöckl, der im Dezember 2016 in der chilenischen Atacama-Wüste mit 167,6 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord mit einem Serien-Mountainbike aufgestellt hatte, tritt damit in die Spuren von Formel-1-Pilot Max Verstappen und MotoGP-Weltmeister Marc Marquez.

15 Millimeter lange Spikes zieren die Reifen von Markus Stöckls Downhill-Bike für den Ritt auf der Streif.

Formel-1-Rennwagen, MotoGP-Motorrad und nun ein Mountainbike: Red Bull lässt sich immer etwas Besonderes einfallen im Vorfeld des Hahnenkamm-Rennens.

27 Prozent durchschnittliches Gefälle hat die Streif auf den 3,3 Kilometern Länge. Darunter so bekannte Passagen wie die Mausefalle, das Karussell, der Seidlalm-Sprung oder der gefürchtete Zielhang, die speziell für das Abfahrtsrennen der Skiläufer vereist werden. Um auf der Schnee-Eis-Piste Grip zu haben, rüstete Stöckl sein Downhill-Bike mit Spezialreifen mit 15 Millimeter langen Spikes aus. Stöckl machte mehrere Abfahrten und soll bei einem seiner Runs auf eine Höchstgeschwindigkeit von 106 km/h gekommen sein.

„Wenn man mit dem Radl auf so einem Hang fahren darf, ist es eine besondere Ehre, die ich mit dem nötigen Respekt behandelt habe, um möglichst nicht die getane Arbeit des Skiclubs zu vernichten und 100 Meter Zaun abzuräumen. Die bekannten Schlüsselstellen waren auch für mich hart, wo ich schon sehr kämpfen musste, um die Tore zu erwischen“, sagte Stöckl hinterher. Doch im Vergleich zu den schnellsten Skifahrern wirkt das Video des Bikers weit weniger spektakulär. Denn die Skirennläufer erreichen teilweise Topspeed-Werte von 140 km/h und springen an der Mausefalle um die 50 Meter weit. Zum Vergleich: Stöckl war mehr als drei Minuten unterwegs, der Streckenrekord von Fritz Strobl liegt bei 1:51,58 Minuten. Doch seht selbst:

Markus Stöckl, der schnellste Mann der Welt auf einem Serien-Mountainbike, kommt aus Oberndorf bei Kitzbühel.

Vorläufer für das Ski-Spektakel am Samstag: Stöckl auf der vereisten Piste.

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