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Strava Statistik 2018 & Neujahrsvorsätze

Rückkehr des inneren Schweinehundes

Adrian Kaether am 17.01.2019

Wir alle kennen ambitionierte Neujahrsvorsätze und das Problem mit dem inneren Schweinehund. Die Tracking-App Strava zeigt: Die meisten Sportler werfen am 17. Januar die Flinte wieder ins Korn.

Stichtag 17. Januar! Genau heute ist nämlich der Tag, an dem der innere Schweinehund wieder die Kontrolle übernimmt. Das sagt zumindest die Bewegungsanalyse der nach wie vor größten Sport-Tracking-App der Welt, Strava. Rund 684 Millionen Aktivitäten werden dort jährlich hochgeladen und natürlich auch ausgewertet. Und dabei ergeben sich einige interessante Daten. So haben die Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Jahr 2018 zu Fuß ganze 239 Mal die Welt umrundet, während die Männer im selben Jahr zusammengenommen 383 Mal zum Mond und zurück geradelt sind.

Strava Statistiken 2018 aktivster Tag des Jahres

Der aktivste Tag des Jahres 2018: Sonntag, der 6. Mai.

Strava-Datenauswertung und internationaler Vergleich

Aber auch ein internationaler Vergleich ist spannend. Wussten Sie zum Beispiel, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz die meisten Menschen gegen 17 Uhr trainieren, während Sportler aus England, Frankreich, Amerika und Spanien lieber schon gegen 9 Uhr morgens unterwegs sind? Oder dass die Gruppengröße bei Gruppenaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Mittel bei 8,3 liegt und damit nur leicht höher ausfällt als in Brasilien (7,4) oder den USA (7,8)? In Frankreich wird dagegen ein Mittelwert von 9,1 erreicht. In Spanien liegt er sogar bei 10. Absoluter Spitzenreiter ist aber England mit einem Sportlerrudel, das im Mittel aus 13,6 Personen besteht.

Fotostrecke: Strava Statistiken 2018

Zielsetzung und Trainingspartner: Die größten Feinde des inneren Schweinhundes

Aber zurück zum inneren Schweinehund. Denn es scheint, als gibt es doch auch einige geeignete Mittel, um die guten Vorsätze zum neuen Jahr lange durchzuhalten. Wer sich mit einem Trainingspartner verbündet, oder sich ein festes Ziel setzt, dass er erreichen möchte, hält laut Strava wesentlich länger durch. Bei realistisch gesetzten Langzeit-Zielen liegt die Abbrecherquote sogar nur bei etwa sechs Prozent, zumindest wenn man dem Datengigant glaubt. Und auch die Mitgliedschaft in einem Strava-Club ist förderlich. Club-Mitglieder laden im Mittel doppelt so viele Aktivitäten hoch, wie nicht Club-Mitglieder. Dabei fällt die Dauer um circa zehn Prozent und die Distanz etwa 20 Prozent länger aus.

Scheint also, als hätte der innere Schweinehund auch keine Chance mehr. Aber ob das wirklich stimmt, wird sich erst in ein paar Monaten herausstellen, wenn Strava wieder alle Daten von heute ausgewertet hat.

Smartphone App Strava

Die Strava App lässt sich schnell laden. Und genauso schnell wird man zum gläsernen Menschen, wie BIKE-Reporter Henri Lesewitz in seiner Reportage „Virtueller Kampf mit unsichtbaren Gegnern“ feststellen musste.

Adrian Kaether am 17.01.2019