Strava-Update: neues Abo-Modell & neue Funktionen Strava-Update: neues Abo-Modell & neue Funktionen Strava-Update: neues Abo-Modell & neue Funktionen

Strava: neues Bezahlmodell & neue Funktionen

Strava-Update: neues Abo-Modell & neue Funktionen

  • Stefan Loibl
  • Konstantin Rohé
 • Publiziert vor einem Jahr

Strava beendet sein Premium-Angebot "Summit" und will sein Bezahlmodell übersichtlicher gestalten. Wir zeigen, was sich ändert, welche Funktionen neu sind, und was in der Strava-App kostenlos bleibt.

So viel vorweg: Radsportler können  Strava auch weiterhin kostenlos nutzen. Allerdings enthält die kostenfreie App und Online-Plattform zukünftig weniger Features als bislang gewohnt. Die Bezahlversion von Strava soll fünf Euro pro Monat kosten und neben bekannten Features wie Segment-Bestenlisten auch komplett neue Angebote beinhalten wie zum Beispiel ein umfassendes Trainingstagebuch (in der App/ab 25.Mai) und den Strava Route Builder, der als Webversion über mehr Optionen verfügt als die im April 2020 vorgestellten Routenvorschläge in der Strava-App und die bislang im Beta-Stadium befindliche Tourenplanung.

Strava Vor allem für ambitionierte Radsportler oder Marathon-Biker sind die Trainingsfeatures von Strava interessant. Wer sie nutzen will, braucht ein Abo.

Strava auch langfristig als Kostenlos-Version

„Einige unserer neu entwickelten Funktionen werden nur für Mitglieder zugänglich sein – wir investieren also am meisten in die Sportler, die auch in uns investieren", sagten die Strava-Gründer Mark Gainey und Michael Horvath in einer aktuellen Pressemitteilung des US-Unternehmens.

„Zudem muss die kostenlose Version von Strava weiterhin von hoher Qualität sein. Wir versprechen dir, dass es auch weiterhin diese kostenlose Version geben wird und dass dir dein Platz in der Community sicher ist, egal ob du eine Mitgliedschaft hast oder nicht." (Strava-Gründer Mark Gainey/Michael Horvath)

Strava Die Strava-Gründer Mark Gainey und Michael Horvath.

Welche Neuerungen gibt es in der Bezahlversion von Strava?

Übersichtlichkeit sei das Ziel der neuen Strava-Ausrichtung, so das Gründer-Duo. Konkret bedeutet das den Abschied vom bisher bekannten Summit-Modell, das zeitweilig drei verschiedene Pakete (Training, Analyse und Sicherheit) beinhaltete. Wer nun die Gebühr von 7,99 Euro monatlich oder 59,90 Euro jährlich zahlt, bekommt folgende Features, die User der Kostenlos-Version nicht nutzen können:

  • umfassende Ranglisten auf allen Segmenten (Top 10-Bestenliste bleibt kostenfrei)
  • Vergleich der "Matched Activities" auch bei Radfahrten (bisher ein Feature nur für Läufer)
  • Analyse der geschätzten Leistung auf dem Segment
  • Vergleich und Analyse aller Leistungsparameter und Ergebnisse jeder Fahrt
  • umfangreiche Routenplanung via Webbrowser (Basis-Funktionen auch weiterhin kostenfrei nutzbar)

Strava In der Basis-Version von Strava sind zukünftig bei Segmenten nur noch die Top10-Listen sichtbar. In der Bezahlvariante, die nicht mehr Summit heißt, kann man auch weiterhin die Bestenlisten filtern und alle Platzierten einsehen.

Die neue Routenplanung auf Strava

Kaum einen Monat nach dem Launch des Routen-Tools für die Strava-App , ist nun auch auf Stravas Web-Plattform ein umfachreicherer Tourenplaner integriert. Der sogenannte "Route Builder" basiert auf den selben Open-Source-Daten (OpenStreetMap), die auch für andere Routing-Produkte und Tourenportale verfügbar sind – ergänzt um Strava-Daten aus über drei Milliarden getrackten Aktivitäten. Optional ist die globale Strava-Heatmap einblendbar, inklusive einzelner Segmente. Der riesige Datenfundus bietet verlässlich gute Routen – das gilt vor allem für Rennradfahrer –, allerdings kann man von der Fülle an Optionen zunächst auch überfordert sein.

Ansonsten greift der Route Builder auf Bewährtes zurück: Hinzufügen von Wegpunkten für Zwischenhalte oder Verlängerungen der Route und viele Filterfuktionen (nach Oberflächentyp, nach Sportart und nach Topografie). Der „Höhenmeter-Filter“ erleichert die Planung. Mit entsprechend festgelegtem minimalen oder maximalen Höhenanstieg kann man Bike-Touren einsteiger- und familienfreundlich gestalten, oder aber bewusst Höhenmeter sammeln. Luft nach oben hat Strava aber beim Oberflächen-Filter. Denn wie beim App-basierten Routing-Tool hat man nur die Wahl zwischen Asphalt, Schotter und beliebig. Gezielt Trail-lastige Touren zu planen, dürfte damit eher nur schwer möglich sein.

Strava Nach der Einführung des Routen-Tools in der App im April integriert Strava dieselbe Funktionalität sowie neue Features nun auch in der Web-Plattform. Richtig nutzen können den neuen Routenplaner allerdings nur Abonnenten.

In der kostenfreien Strava-Version können gespeicherte Routen angezeigt werden oder die Routen anderer gespeichert werden. Lediglich für das Erstellen neuer Routen und das Bearbeiten bestehender Routen ist ein Abonnement erforderlich.

Der neue Trainingsbereich auf Strava

Der Trainingsbereich rückt noch mehr in den Fokus – das sieht man schon daran, dass der Begriff "Training" in der Strava-App prominenter platziert ist: Dort, wo einst das Summit-Tab in der Navigation auftauchte, ist nun das Training-Icon. Im Trainingsbereich werden die wöchentlichen Aktivitäten und die wöchentliche Intensität dargestellt, sowie die monatliche Fitness aus den Belastungsprofilen errechnet. Im vierten Bereich, dem Trainingstagebuch, kann jeder Sportler individuelles Feedback zur Belastung festhalten. Neu: Das Tagebuch bildet jetzt alle 32 Sportarten auf Strava ab. Bisher waren nur Laufen, Radfahren und Schwimmen implementiert. Zudem kann man das Trainingstagebuch nun auch in der App nutzen. Filterfunktionen helfen den Überblick quer über die verschiedenen Sportarten zu halten.

Strava Mit dem neuen Trainingstagebuch haben Strava-Abonnenten alle Aktivitäten und Sportarten auch in der App auf einmal im Blick.

Themen: AppFitnessRouten-FinderStravaTourenplanungTraining


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