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BIKE-Reporter Henri Lesewitz beim Cape Pioneer Trek 2013 BIKE-Reporter Henri Lesewitz beim Cape Pioneer Trek 2013
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Renn-Report: Cape Pioneer Trek in Südafrika

Henri Lesewitz am 03.01.2014

Jetzt mit Video: Die Bike-Szene entdeckt die Abenteuerlust. Etappenrennen boomen. Doch warum bezahlen Biker Geld, um sich in ihrem Urlaub zu zermürben? BIKE-Reporter Henri Lesewitz begab sich auf Antwortsuche beim Cape Pioneer Trek in Südafrika, dem besonders rigorosen unter den weltweiten Selbsterfahrungsangeboten.

Das Handy liegt in Plauen, das ist Teil des Urlaubskonzeptes. Würde das Handy jetzt hier in Afrika sein, wäre die ganze Erholung in Gefahr. Die Gattin würde anrufen, oder einer seiner Mitarbeiter. Probleme müssten geklärt, Dinge besprochen werden. Was Stephan Kühnel um jeden Preis vermeiden will. Die Art der Erholung, wie er sie liebt, ist schon anstrengend genug.

Plauen ist jetzt galaxienweit entfernt. Die Matschpassage war wie eine Pforte in eine Parallelwelt. Kühnel, der Radladenbesitzer und Familienvater, ist jetzt Stephan, der Abenteuerheld. Es ist wie eine Transformation. Die Probleme des Alltags – Haushalt, Einkauf, Papierkram – sind wie abgeschüttelt. Sie sind eingetauscht gegen andere Probleme: Krämpfe, Durchfall, Rückenschmerz.

Es gehört zu den großen Rätseln der Wellness-Forschung, warum sich Abenteuerrennen so großer Beliebtheit erfreuen. Tausende, wahrscheinlich sogar Zehntausende, zahlen Jahr für Jahr stolze Summen, um sich in tropischen Wäldern, rauen Gebirgen und Wüsten zu zermürben. Nur um hinterher ein T-Shirt in Empfang zu nehmen, auf dem "Finisher” steht. Auf Außenstehende mag das bizarr wirken. Doch für die Teilnehmer ist es die pure Erholung.

Auch BIKE-Reporter Henri Lesewitz ist den paradoxen Reizen der Abenteuer-Etappenrennen verfallen. Sein letzter Trip führte ihn zum Cape Pioneer Trek nach Südafrika. Seine Reportage lesen Sie in BIKE 2/2014. Ab 7. Januar am Kiosk und als Digital-Ausgabe erhältlich. Das Video, das Lesewitz von seinem Etappen-Abenteuer mitbrachte, sehen Sie hier: 

Henri Lesewitz am 03.01.2014