Rampage-Fluch gebrochen – Kyle Strait gewinnt zum zweiten Mal Rampage-Fluch gebrochen – Kyle Strait gewinnt zum zweiten Mal Rampage-Fluch gebrochen – Kyle Strait gewinnt zum zweiten Mal

Rampage-Fluch gebrochen – Kyle Strait gewinnt zum zweiten Mal

  • Sebastian Brust
 • Publiziert vor 7 Jahren

Die Red Bull Rampage am 13. Oktober war der krönende Abschluss der Freeride Mountain Bike (FMB) World Tour 2013. Unter den 25 Finalisten fanden sich die tollkühnsten und besten Freerider der Welt. Die Tricks waren gefährlicher denn je. Am Ende schrieb Kyle Strait Mountainbike-Geschichte.

Die Rampage wurde wieder ihrem Ruf als spektakulärstes, spannendstes und gefährlichstes Freeride-Event der Welt gerecht. Nur die besten Mountainbiker der Welt werden traditionell exklusiv zu diesem Event eingeladen. Die Veranstalter stellten in diesem Jahr noch riesigere Sprungtürme und Schanzen in die Sandsteinfelsen des Zion Nationalparks bei Virgin, Utah/USA. Dann musste jeder Fahrer selbst wählen, wie und wo er den Hang bezwingen wollte. Tagelang bauten die Athleten dafür ihre "Line” ins Gelände, um die enormen Hindernisse miteinander zu verbinden.

Kyle Strait meisterte den extrem steilen oberen Teil souverän.

25 Fahrer qualifizierten sich für das Finale, in dem der beste aus zwei Läufen in die Wertung eingeht. Paul Rak, Kopf der Jury, erklärte, worauf es bei der Rampage ankommt: "Wir schauen auf die Line, den Weg, den die Fahrer runterkommen, auf Flow und wie viel Kontrolle sie über das Bike haben. Dann natürlich auf die Sprunghöhe – wir wollen hohe Sprünge sehen – und schließlich auf Style und die Tricks. Wir möchten, dass die Fahrer so stylisch wie möglich fahren.”

Andreu Lacondeguy mit seinem Parade-Trick.

Neu in diesem Jahr: Die Zuschauer konnten nach jedem Lauf online ihre Wertung abgeben. 5000 Dollar extra gab es am Ende für den „People's Choice Award” der höchsten User-Wertung.


Hier alle Finalisten der Red Bull Rampage 2013 im Überblick:

1. Tyler McCaul (USA)
2. Mike Montgomery (USA)
3. Wil White (USA)
4. Brendan Fairclogh (GBR)
5. Brandon Semenuk (CAN)
6. Andreu Lacondeguy (ESP)
7. Nico Vink (BEL)
8. Brendan Howey (CAN)
9. Graham Agassiz (CAN)
10. James Doerfling (CAN)
11. Geoff Gulevich (CAN)
12. Logan Binggeli (CAN)
13. Kyle Strait (USA)
14. Cameron Zink (USA)
15. Antoine Bizet (FRA)
16. Paul Basagoitia (USA)
17. Mitch Chubey (CAN)
18. Mike Hopkins (CAN)
19. Pierre Eduard Ferry (FRA)
20 Thomas Genon (BEL)
21. Garett Buehler (CAN)
22. Kyle Norbraten (CAN)
23. Cameron McCaul (USA)
24. Ramon Hunziger (SUI)
25. Kelly McGarry (NZL)

Im ersten Run legte Kyle Strait einen äußerst sauberen und kontrollierten Lauf hin. Mit einem Suicide No-Hander vom knapp 12 Meter hohen Drop des Oakley-Senders und 87,50 Punkten setzte sich der US-Amerikaner an die Spitze des Feldes.

Der Suicide No-Hander von Kyle Strait.

Direkt nach Strait startete sein Freund Cam Zink, Rampage-Sieger von 2010. Der hatte bereits im Vorfeld einen Backflip vom Oakley-Sender angekündigt, dem wohl höchsten und weitesten Drop der Mountainbike-Geschichte. Und er hatte nicht zu viel versprochen. Er landete den bisher monströsesten Rückwärtssalto der Bike-Geschichte perfekt, verlor jedoch im Anschluss seine Linie. Zu heftig war wohl die Hormon-Dusche nach diesem extremen Sprung und der anschließenden Fahrt durch die tobenden Zuschauer. Seine 84,75 Punkte reichten zwischenzeitlich für Rang zwei.

Best Trick: Cam Zink landete den wohl spektakulärsten Backflip der Zweirad-Geschichte.

Der Neuseeländer Kelly McGarry zauberte im letzten Lauf des ersten Durchgangs zur Überraschung aller einen Backflip über das über 22 Meter weite Canyon-Gap aus dem Hut. Der Lohn dafür: 86,75 Punkte und Platz zwei.

Publikums-Liebling: Kelly McGarry fuhr mit seinem 22-Meter-Backflip über das Canyon-Gap auf Rang zwei und heimste die höchste Online-Wertung der Zuschauer ein.

Im zweiten Durchgang konnte Andreu Lacondeguy mit Speed, Flow, spektakulären Tricks und viel Style seine Wertung aus dem ersten Durchgang noch verbessern: 86,25 Punkte bedeuteten zwischenzeitlich Rang drei für den Spanier, noch vor Cam Zink. Auch Logan Binggeli landete einen Backflip vom Oakley-Icon-Sender, kam kurz darauf aber von der Bahn ab und stürzte schwer. War das bereits eine Folge des Winds? Aus der kurzen Verletzungspause wurde eine mehr als zwei Stunden lange Unterbrechung. Der Himmel hatte sich bedrohlich verdunkelt und der ohnehin schon frische Wind noch einmal zugenommen. Schließlich wurde der Wettkampf aus Sicherheitsgründen abgebrochen und alle Resultate des zweiten Durchgangs gestrichen.

Das offizielle Endergebnis war also die Rangfolge nach dem ersten Lauf. Kyle Strait schrieb damit Mountainbike-Geschichte. Bereits 2004 konnte stand er als damals 17-Jähriger bereits ganz oben auf dem Podium. Noch nie zuvor konnte ein Fahrer die Rampage zwei Mal gewinnen.


Hier die Top-10 im Überblick:

1. Kyle Strait (USA) 87.50 Punkte
2. Kelly McGarry (NZL) 86.75
3. Cameron Zink (USA) 84.75
4. Andreu Lacondeguy (ESP) 84.25
5. Tyler McCaul (USA) 80.50
6. Pierre Edouard Ferry (FRA) 76.50
7. Cam McCaul (USA) 75.75
8. Brendan Fairclough (GBR) 75.50
9. Garett Buehler (CAN) 74.50
10. Thomas Genon (BEL) 72.50

Die besten Fünf der Online-Wertung waren: 1. McGarry, 2. Lacondeguy, 3. Zink, 4. Strait, 5. Ferry

Der Best Trick Award ging natürlich an Cam Zink und seinen Monster-Flip.

Die Übertragung des gesamten Finals gibt's als Wiederholung auf: http://rampage.redbull.com

Rampage-Podium (v. l.): Kelly McGarry (2, People's Choice Award), Kyle Strait (1) und Cameron Zink (3, Best Tick Award).

Mit der Red Bull Rampage ging die diesjährige FMB World Tour zu Ende. Da keiner der Rampage-Finalisten in die Rangfolge an der Spitze der Tour eingreifen konnte, geht der Gesamtsieg an den Briten Sam Pilgrim, gefolgt von Martin Söderström und Brett Reeder.

Mehr Infos auf : www.fmbworldtour.com

Themen: FreerideRampageSlopestyle


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