Neuheiten 2014: Simplon Kuro und Razorblade 275

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 7 Jahren

Simplon legt zu: Der Vorarlberger Premium-Hersteller baut mit dem „Kuro“ erstmals ein Enduro – in Carbon und 27,5 Zoll. Auch das Kibo-AM und das Race-Hardtail Razorblade rollen im nächsten Jahr auf 650B-Laufrädern.

Bei Simplon dreht sich – wie bei vielen anderen Herstellern auch – im nächsten Jahr alles um 650B. Die beiden All Mountain-Modelle Kibo und Kibo Carbon bekommen die 27,5-Zoll-Laufräder verpasst und der Federweg wurde für 2014 auf 130 Millimeter aufgestockt. Nach der Vorstellung der beiden Tourenfullys im Vorjahr setzt Simplon für 2014 noch einen drauf: Die Vorarlberger wagen sich mit dem 160-mm-Fully „Kuro“ erstmals ins Enduro-Lager vor – ohne ihren Ursprung im Rennsport zu vergessen. Das Kohlefaser-Chassis des Kuro ist ein echter Viergelenker und mit 2125 Gramm (inkl. Dämpfer) sehr leicht. Antriebsneutralität stand bei der Abstimmung des Rock Shox Monarch RT3-Dämpfers an oberster Stelle. So bleibt das Kuro trotz seiner 160 Millimeter Hub bergauf sehr gut und effizient pedalierbar.

160 Millimeter, 11,7 Kilo und ab 4300 Euro: Das Simplon Kuro.


Kombination aus Industrie- und Gleitlagern

Die Kohlefaser-Wippe bildet die Verbindung zum verwindungssteifen Hinterbau des Kuro. Für einen steifen Übergang sorgt die vierfach-industriegelagerte Wippe und die Schnellspann-Steckachse hinten. Am Horst-Link kommt eine Kombination aus Industrie- und Gleitlagern zum Einsatz. Mit dem Ziel: besser Seitenkräfte aufzunehmen und für mehr Spurstabilität zu sorgen. Ein BB92-Tretlager sorgt für eine steife Anbindung zur Kurbel. Um das Unterrohr vor Steinen zu schützen, sitzt am unteren Teil ein „Stone Guard“-Überzug.

Am Horst-Link des Kuro sorgt eine Kombination aus Gleit- und Industrielagern für einen steifen Hinterbau.


Für Tourenfahrer, die mehr Reserven bergab wollen

Klare Ausrichtung des Kuro: Tourenfahrer, die ihr Bike selbst den Berg hochtreten. Deshalb der steile 74° Grad Sitzwinkel und der relativ steile Lenkwinkel von 67,5° Grad. Auch der 740er-Riserbar und der 60er-Vorbau sind für wahre Enduro- und Abfahrts-Piloten etwas bedacht. Aber Tourenpiloten, die von All Mountains auf mehr Federweg umsteigen, kommen diese Geometrie und das Setup eher entgegen. Simplon-typisch sind alle Züge (auch die Bremsleitungen) mit Führungen im Rahmeninneren verlegt. Die Teleskopstütze LEV von Kindshock mit integrierter Zugführung gehört ebenfalls fest zum Kuro-Setup.

Das Kuro gibt es in den drei Rahmenhöhen 425 mm (S), 475 mm (M) und 525 mm (L) ab 11,7 Kilo. Ausstattung lässt sich wie bei Simplon üblich im Konfigurator eigens zusammenstellen. Preis: ab 4300 Euro. Als Federgabeln stehen die 34er von Fox und Rock Shoxs Pike RC zur Wahl.

Ab 2014 mit 650B-Laufrädern und 130 Millimetern Federweg: das Kibo Carbon.


Razorblade auch in 27,5 Zoll

Seinem erfolgreichen Razorblade 29 ( BIKE-Urteil „Super“ im Test aus 12/2012 ) stellt Simplon eine 650B-Variante zur Seite. Die ist vor allem für kleine Rennfahrer und Frauen vorgesehen, denen ein 29er einfach zu groß ist. Der Kohlefaserrahmen besitzt genau dieselben Details wie das 29er:

  • Innenverlegte Schaltzüge und Bremsleitung
  • Agile, wendige Geometrie (70° Lenkwinkel, 73,5° Sitzwinkel)
  • BB92-Tretlager
  • Schnellspanner-Steckachse
  • Rahmengewicht: 990 Gramm
  • 27,2 mm Sattelstütze
  • High Direct Mount-Umwerfer
  • konifiziertes Steuerrohr

Der kleine Bruder des Razorblade 29: das Race-Hardtail Razorblade 275.

Das Razorblade 275 wird es in drei Rahmenhöhen geben: XS (38 cm), S (42 cm) und M (46 cm). Im leichtesten Custom-Aufbau wiegt es 9,0 Kilo, die Preise starten ab 2500 Euro.


Einen Fahrbericht zum Simplon Kuro gibt es in BIKE 9/2013 ab 06. August am Kiosk.

Neuheiten 2014: Simplon Kuro & Razorblade 275

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