Müsing Petrol: Neue Fully-Plattform Müsing Petrol: Neue Fully-Plattform Müsing Petrol: Neue Fully-Plattform

Müsing Petrol: Neue Fully-Plattform

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 7 Jahren

Ingenieur Andi Heimerdinger erfrischt die Bike-Palette von Müsing mit der Fully-Plattform Petrol und dem Carbon-Hardtail Specter.

Nachdem es relativ ruhig geworden war um Müsing in den letzten Jahren, gibt die Bike-Schmiede von Ditmar Bayer nun richtig Gas. Mit Andi Heimerdinger als neuem Konstrukteur und Entwickler hat sich Müsing einen erfahrenen Mann ins Boot geholt. Heimerdinger entwickelte in den vergangenen Jahren unter anderem Bikes für Steppenwolf und Rose. Diese Handschrift sieht man auch an den neuen Müsing-Fullys.

Neues Race-Hardtail mit Upside-Down-Gabel

Auch am Hardtail-Segment hat Heimerdinger Hand angelegt. Neuestes Pferd im Stall von Müsing ist das Specter 9, ein reinrassiges 29er-Carbon-Hardtail für Racer. In einer "Limited Edition" legt Müsing das Specter 9 fürs Erste auf. Besonderheit: In beiden Specter-Modellen dämpft vorne die neue Upside-Down-Gabel RS-1. In der Top-Version schaltet man auf der 1x11-Schaltung XX1 von SRAM.

Stefan Loibl Beim BIKE-Festival in Willingen erstmal gezeigt: das Müsing Specter 9.

Carbon-Chassis mit tausenden Farb-Optionen

Der massive, schicke Kohlefaser-Rahmen wiegt etwa 1150 Gramm und kommt in der Serie mit einem blockierenden Steuersatz von Acros, damit man sich bei einem Sturz nicht die Schalthebel ins Oberrohr rammt. Der Gabelschaft der RS-1-Gabel steckt in einem 100 mm kurzen Steuerrohr, die Kettenstreben fallen 435 mm lang aus. Bei den vier Rahmenhöhen (15-21’’) hat man farblich die freie Auswahl: Wie von Müsing bekannt kann man aus einer riesigen Farbpalette wählen und sich Rahmenfarbe und Sticker-Farbe eigens kombinieren. Der Sitzwinkel fällt mit 74 Grad schön steil aus, der Lenkwinkel liegt beim Specter-29er bei 70 Grad.

Müsing Specter 9: Carbon-Hartail für Racer

7 Bilder

Alte Grundidee, neu umgesetzt

Bei Bikes mit mehr Federweg war die Müsing-Palette in der Vergangenheit sehr überschaubar. Das soll sich mit dem "Petrol"-Trio ändern. Die drei Fullys basieren auf demselben Hinterbau-System mit dem Dämpfer unter dem Oberrohr. Folgende drei Modelle gibt es von Müsing künftig:

  • Petrol 5: All Mountain mit 150 mm Hub in 27,5 Zoll
  • Petrol 3: Trailbike mit 130 mm Hub in 29 Zoll
  • Petrol 7: Super-Enduro mit 170 mm Hub in 27,5 Zoll

Klassisches All Mountain: Müsing Petrol 5

Den Einstieg in die neue Fully-Linie bietet das Petrol 5 – als klassisches All Mountain mit 150 Millimetern Hub und 27,5 Zoll-Laufrädern. Dabei kommt fast der identische Rahmen wie beim Petrol 7 zum Einsatz. Der bietet mit 66,5 Grad Lenkwinkel, steilem 75 Grad-Sitzwinkel und einer kompakten Geometrie eine moderne Sitzposition, die effektives Klettern erlaubt. Das Aussehen erinnert auf den ersten Blick an alte Rose-Modelle. Die Dämpfer-Kennlinie soll aber laut Heimerdinger deutlich weniger progressiv sein. Um ein Wegsacken – das wir oft bei den Rose-Hinterbauten kritisiert hatten – zu verhindern, wurde auf mehr „Antisquat“ geachtet und auf eine bessere Gewichtsverteilung (steiler Sitzwinkel). Die Alu-Wippe ist ebenfalls dieselbe wie beim Petrol 7. Die wird in Serie dann schwarz eloxiert sein. Das Petrol 5 wird es bei Müsing in zwei Fahrwerks-Varianten geben: eine mit Fox-Modellen (Fox 34 und CTD-Dämpfer) und eine mit Rock Shox-Setup (Pike und Monarch Air-Dämpfer). Die Preis-Range wird etwa von 2000 bis 4000 Euro reichen. Wie bei allen Müsing-Modellen hat man die Wahl zwischen unzähligen Farb-Varianten für den Rahmen und die Aufkleber.

Stefan Loibl Klassisches All Mountain: Das Müsing Petrol 5.

Trail-Bike in 29 Zoll: Petrol 3

Wer lieber mit großen Laufrädern auf Touren unterwegs ist, der bekommt mit dem Petrol 3 ein 29er-All Mountain mit 130 Millimetern. Das Trail-Bike besitzt einen leichteren Rohrsatz und so kommt der Alurahmen auf etwa 2,7 Kilo (ohne Dämpfer). Mit derselben Wippe kommt das Touren-Fully auf einen Lenkwinkel von 68 Grad, der steile Sitzwinkel von 75 Grad garantiert entspanntes Klettern. Mit 445 Millimeter langen Kettenstreben kommt Laufruhe ins Handling des Petrol 3.

Stefan Loibl Alle Petrol-Modelle arbeiten mit derselben Kinematik.

Super-Enduro: Petrol 7

Obendrauf setzt Müsing das Super-Enduro Petrol 7 mit weniger als 14 Kilo mit der XX1 von SRAM. Bei ersten Fahrtests in Willingen zeigte das schluckfreudige Fahrwerk sein Potenzial. Trotzdem ließ sich der Prototyp (Sitzwinkel 75 Grad) noch entspannt pedalieren, zumindest mit zugeschalteter Plattform in steilen Anstiegen. Der steife Alurahmen kommt mit einem 66er-Lenkwinkel. So macht das Petrol 7 auch Ausflüge in den Bike-Park mit. Das Rahmengewicht liegt etwa bei 3,1 Kilo (ohne Dämpfer).

Stefan Loibl Super-Enduro von Müsing: das Petrol 7.

Die Kennlinie soll laut Heimerdinger anfangs eher sehr flach verlaufen, hinten raus "aber schön progressiv" werden. Auch das Petrol 7 gibt es mit zwei Fahrwerks-Setups, einem von Fox und einem von Rock Shox. Trotzdem lassen sich bei Müsing Einzelteile nach persönlichen Vorlieben konfigurieren. Auch beim Petrol 7 steht die komplette Farbpalette zu Verfügung, da die Bikes bei Müsing direkt lackiert werden.

Stefan Loibl Beim Petrol 7 verlaufen die Züge auf dem Unterrohr, die Stealth-Anlenkung verschwindet erst im Sitzrohr im Rahmen.

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