Kurzstrecken-Spezialisten gewinnen Prolog beim Absa Cape Epic

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 7 Jahren

Die Cross-Country-Fahrer Hermida/van Houts waren die Schnellsten beim Auftakt des Absa Cape Epic 2014. Lesen Sie hier Teil 1 unserer Artikelstrecke.

Kapstadt/Südafrika – Die Favoriten auf den Titel des bekanntesten Mountainbikerennens der Welt, das Absa Cape Epic, mussten sich am Auftakttag den Kurzstrecken-Spezialisten geschlagen geben. Beim Prolog gewannen der Spanier José Hermida mit seinem holländischen Partner Rudi van Houts (Multivan Merida Biking) in 59.08,9 Minuten vor den Schweizern Lukas Fluckiger und Martin Fanger (BMC Mountainbike Racing) und Robert Mennen mit Kristian Hynek (CZE) vom Topeak-Ergon Racing Team.

José Hermida und Rudi Van Houts (Multivan Merida Biking) holen Tim Böhme und Simon Stiebjahn vom Team Bulls ein.

Die Mit-Favoriten auf den Gesamtsieg, Christoph Sauser und Frantisek Rabon (Meerendal Songo Specialized) kamen mit 3:14,7 Minuten Rückstand auf den 9. Platz. Der viermalige Sieger Karl Platt (GER) und sein Schweizer Partner Urs Huber (Team Bulls) belegten Rang 6 (Rückstand 2:04,3 auf die Bestzeit). Beide Teams hatten leichtere Probleme auf dem sehr technischen Kurs, der auf 23 Kilometer 900 Höhenmeter aufwies. Sauser stürzte, Rabon fiel die Kette ab. Urs Huber rutschte kurz vor der Zielgeraden in einer Kurve, stürzte, kann aber unverletzt weiterfahren.

Stark fuhr das deutsche Duo Markus Kaufmann/Jochen Käß (Centurion-Vaude), die den vierten Platz vor der Schweizer-südafrikanischen Kombi Nino Schurter mit Philip Buys (Scott-Odlo MTB Racing) belegten.

Markus Kaufmann und Jochen Käß (Centurion-Vaude) zeigten auch auf der kurzen Distanz des Prologs Stärke. Der Lohn: Platz 4.

Bei den Frauen setzte das favorisierte Team RECM 2 mit Ariane Kleinhans und Marathon-Weltmeisterin Annika Langvad ein klares Statement, obwohl Langvad gleich kurz nach dem Start auf den Stufen des Herrenhauses auf dem Weingut Meerendal stürzte. Mit über zwei Minuten lagen sie im Ziel klar vor Esther Süss (SUI) und Sally Bigham (GBR) vom Team Meerendal.

Die Schweizerin Milena Landtwing belegte mit ihrer niederländischen Partnerin Hielke Elferink (Team Meerendal/Wheeler 18) den vierten Platz hinter Jennie Stenerhag (SWE) und Theresa Ralph (RSA), Team Cape Brewing Company.

Favoriten-Rolle perfekt untermauert: Annika Langvad (re.) und Ariane Kleinhans vom Team RECM 2 gewannen beim Prolog mit großem Vorsprung.

Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit hohem Singletrack-Anteil und steilen Passagen auf den Hügeln von Durbanville kämpften die Profis um Sekunden und die Positionen am nächsten langen Renntag. Der ehemalige Weltmeister José Hermida freute sich, dass er sein Ziel vom Vorjahr verwirklichen konnte: "Ich wollte den Prolog gewinnen, damit wir gleich das Leader-Trikot anziehen können. Das haben wir geschafft und ich freue mich auf Montag”. Sein Partner Van Houts bekräftigte die gute Teamarbeit: "Wir wechselten uns ständig ab, konnten immer Tempo machen. Ich war ständig auf Puls 180, aber es hat sich gelohnt.”

Robert Mennen war ebenfalls sehr positiv nach dem Cape Epic-Auftakt: "Keine Stürze, keine Defekte. Mit unserer Leistung bin ich sehr zufrieden.” Auch Jochen Käß zeigte sich optimistisch.: "Es war hart, aber jetzt wissen wir wo wir stehen. Das hat so ein Zeitfahren an sich. Insgesamt lief es sehr gut bei uns. Wir sind zufrieden”.  "Wir wollten uns am ersten Tag nicht kaputt fahren und wollten noch ein paar Körner aufheben für die nächsten Tage”, bestätigte sein Partner Markus Kaufmann.

Über das Absa Cape Epic

Das ABSA Cape Epic ist bekannt als die "Tour de France der Mountainbiker” und fand erstmals 2003 statt. Zweierteams treten in den Kategorien Männer, Frauen, und Mixed an. Das Rennen startet am 23. März 2014 mit dem Prolog auf der Weinfarm Meerendal außerhalb von Kapstadt. In acht Etappen legen die 1200 Mountainbiker insgesamt 718 Kilometer und 14.850 Höhenmeter zurück, bevor sie am 30. März die Ziellinie im Weingut Lourensford in Somerset West überqueren werden.

Fahrer-Stimmen

Tim Boehme (GER, Team Bulls 2), der erstmals mit Simon Stiebjahn im Team fährt: "Wir haben gut harmoniert, richtig Power gegeben, aber Merida flog an uns vorbei, das ist eine andere Welt, beeindruckend. Mit Simon bin ich lediglich zwei Tage Rennen zusammen gefahren vorher, der Einstand heute war super."

Lukas Flückiger (SUI, BMC Mountainbike-Racing): "Es war wie wir es erhofft hatten. Martin fuhr stark los und ich musste erst mal nur dranbleiben. Ich habe schon ein wenig gelitten. In der zweiten Hälfte kamen meine Beine dann in den Rhythmus. Wir haben noch sieben Tage vor uns und werden weiter kämpfen."

Frantisek Rabon (CZE, Meerendal Songo Specialized): "Das war super hart heute, ich konnte nicht richtig atmen und Christoph (Sauser, d. Red.) fuhr ein sehr schnelles Rennen, härter als alles, was wir im Training gemacht haben. Es tut mir leid, dass ich ihn heute ein wenig gebremst habe, aber es war einfach nicht mehr drin bei mir."

Sauser und sein neuer Partner Rabon (Meerendal Songo Specialized) mussten sich erst akklimatisieren: Platz 9 beim Prolog.

Annika Langvad (DEN): "Glücklicherweise ist bei meinem Sturz nichts passiert. Jetzt bin ich richtig wach, und ich kann darüber lachen. Wir sind beide in guter Form und wollen unsere Führung in den nächsten Tagen verteidigen."

Esther Süss (SUI): "Ich hatte gute Beine, das war ein guter Auftakt heute."

Ausblick auf Etappe 1:  ROBERTSON (110 km, 2450 Höhenmeter)

Die erste Etappe beim Absa Cape Epic wird häufig als die härteste bezeichnet. Das ist auch 2014 bei der 110 Kilometer langen Runde so, die auf dem Weingut Arabella bei Robertson startet. Drei lange Anstiege charakterisieren die Strecke, der Untergrund ist oft rau und holprig – echtes Mountainbiken in einer der schönsten Gegenden Südafrikas, der beginnenden Karoo. Der Großteil der fast 2500 Höhenmeter steckt im Mittelteil der Etappe. Die 1200 Fahrer müssen mit leichtem Regen und Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad rechnen, wenn sie auf die Strecke gehen.

Beim Prolog hielt das Wetter. Wir drücken die Daumen, dass das auch auf der nächsten Etappe so bleibt.

Zusätzlich zu den TV-Ausstrahlungen – jeden Abend wird ein 30-minütiger Highlight-Film produziert – gibt es 2014 auch ein Live Streaming auf der Website www.cape-epic.com

Gehört zur Artikelstrecke:

Absa Cape Epic 2014


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Themen: AbsaCape EpicEtappenrennenMarathonSüdafrika


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