Kurschat im Interview zu Olympia 2012 Kurschat im Interview zu Olympia 2012 Kurschat im Interview zu Olympia 2012

Kurschat im Interview zu Olympia 2012

  • Sebastian Brust
 • Publiziert vor 9 Jahren

Das Cross Country Rennen der Olympischen Sommerspiele 2012 in London steht kurz bevor. Was geht ab im Olympischen Dorf? Wer sind die Favoriten? Wie ist der Kurs? Wolfram Kurschat berichtet exklusiv im Interview.

Wolfram Kurschat hat dieses Jahr den Sprung zu den olympischen Spielen verpasst. Dennoch, der Deutsche fiebert mit seinem Nationalteam und verrät uns, was im olympischen Dorf abgeht, wer die Favoriten sind und wie der Kurs ist.

Armin M. Küstenbrück


Dieses Jahr hat es nicht mit den Olympischen Spielen geklappt. Immer noch ein kleiner Groll, dass der BDR den Bahnfahrer Robert Förstemann nominiert hat.
Im Grunde haben Jochen Käß und ich nicht die Norm erfüllt. Damit hat es sich erledigt. Klar ist es schade, wenn man nicht dabei ist, aber die Kriterien waren klar und wir haben es nicht geschafft. Deshalb habe ich die Sache abgehakt.


Du hast die Spiele aber schon mitgemacht. Wie ist das für einen Biker?
Die Spiele sind schwierig, oder besser das ganze Drumherum. Das Bikerennen findet ja sehr spät während der Spiele statt, also die meisten Athleten sind schon fertig. Und was machen die im Olympischen Dorf: Party natürlich. Deshalb ist es extrem schwer, sich zu fokussieren. Aus diesem Grund hat der Bundestrainer für dieses Jahr entschieden, dass die Nationalmannschaft auch nicht im Dorf wohnt. Die Nationalmannschaft wohnt in der Nähe der Strecke.


So wie es viele andere Nationalteams auch machen. Darunter auch die Favoriten. Wer steht denn für Dich 2012 auf dem Treppchen.
Schurter oder Absalon... die beiden gehören zu den großen Favoriten. Schau Dir mal die Quoten im Internet an, da wirst Du nicht reich, wenn Du auf einen der beiden setzt. Anders bei Manuel Fumic, der hat einen Quote von 17. Aber das ist alles blanke Theorie, es gibt neben Schurter und Absalon noch zehn andere, die ganz vorne landen können.


Besonders, wenn sie von Fahrfehlern der beiden Favoriten profitieren.
Genau, so wie bei der Weltmeisterschaft in Mount Saint Anne. Schurter und Absalon haben sich während der WM so unter Druck gesetzt, dass beide Materialprobleme bekamen, da sie nicht mehr sauber fuhren. Ich gehe davon aus, dass das auch in London passiert. Der Kurs ist extrem schnell aber durch technische Sektionen abgetrennt – und die haben es in sich. Die Runde wurde komplett künstlich angelegt. Die massiven Felsen fordern das Material extrem. Als ich auf der Runde trainieren war, hat mein Bike ordentlich geknackt. Wer auch nur ein wenig die Ideallinie verliert, hat ein dickes Problem. Ich glaube, dass es eine Überraschung geben wird.

Themen: InterviewKurschatOlympische Spiele


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