Kaufberatung: 2015er Highlight-Bikes

Zehn Highlights für die neue Bike-Saison

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 6 Jahren

Hier kommen die heißesten Neuheiten für 2015: Zehn Bikes von Cannondale, Canyon, GT, Giant, Rocky Mountain, Felt, Salsa, Falkenjagd, Mondraker und Radon haben wir schon getestet.


Neuheiten: Das bringt uns die Saison 2015

In den letzten Jahren haben sich die Innovationen überschlagen: größere Laufräder, Fatbikes, elf Gänge und elektronische Schaltungen. Kritiker, Traditionalisten und Konservative nörgeln: "Das sind Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat!" Für uns bei BIKE machen Neu- und Weiterentwicklungen jedoch das Salz in der Suppe aus. Egal ob fette Reifen, neue Fahrwerke oder Geometrien oder gar Getriebe (Pinion) – wir sind immer heiß auf die ersten Probefahrten.

Zehn spannende Bikes der kommenden Saison haben wir bereits den Herstellern abgeluchst, durch unser BIKE-Testlabor geschleust und über die Trails gejagt.

Der ganze Test erscheint in der kommenden Ausgabe BIKE 10/14 (ab 2.9. am Kiosk). Mit dabei sind diese Bikes:


Cannondale Trigger Black Inc.

Cannondale Trigger Black Inc.

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Canyon Spectral AL 8 EX

Canyon Spectral Al 8.0 EX

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Falkenjagd Hoplit PI mit Pinion-Getriebe

Falkenjagd Hoplit PI

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Felt Virtue Nine 1

Felt Virtue Nine 1

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Giant Anthem SX

Giant Anthem SX

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GT Helion Team

GT Helion Carbon Team

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Mondraker Foxy Carbon XR

Mondraker Foxy Carbon XR

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Radon Skeen 100 29 10.0

Radon Skeen 100 29 10.0

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Rocky Mountain Altitude 790 MSL Rally Edition

Rocky Mountain Altitude 790 Rally Edition

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Salsa Bucksaw

Salsa Bucksaw

4 Bilder

Worauf Sie beim Kauf achten müssen, steht hier:

Kategorie Hardtails


Das Gewicht sinkt, zumindest bei den teuren Hardtails. Die Rahmen profitieren von neuer Technologie (z. B. Cubes C68), Carbon-Fertigungsprozesse werden optimiert, man produziert weniger Ausschuss. Erstmals knacken 29er-Rahmen die Ein-Kilo-Marke. Im Fall von 27,5-Zoll-Bikes profitiert der kommende Jahrgang von größerer Komponentenvielfalt und dadurch leichteren Teilen.


Elektronische Schaltung und Elffach-Antrieb zwingen die Entwickler, ihre Rahmen in Bezug auf die Zugführungen umzubauen. Zugegeben: Ein Race-Hardtail mit nur einem Kettenblatt und einem Sitzrohr ohne Umwerfer-Adapter sieht aufgeräumt und sexy aus. Für die Hersteller bedeuten diese Details jedoch ein paar Tage Arbeit und Mehrkosten, weil die Rahmenwerkzeuge geändert werden müssen.


Getriebe: Pinion plant ein neues Getriebe, das in Ganganzahl und -abstufung besser für Bikes geeignet ist und zudem ein halbes Kilo abspeckt.


Fatbikes füllen eine weitere Nische. Sie hat man bislang mit tief verschneiten Langdistanzrennen in Alaska in Verbindung gebracht, jetzt dringen die Monsterräder unterm Hintern von tätowierten Hipstern in Großstädte vor, angeblich auch zeitnah in die Wälder und auf Berggipfel. Wer Fatbikes wirklich braucht? Dem vielfältigen Angebot der Firmen nach offensichtlich viele.

Kategorie Marathon


Mehr Federweg: Race-Fullys, egal ob man sie im Cross Country oder Marathon einsetzt, oder auf einer sportlichen Tour, sind mit den Jahren gewachsen. Nicht nur in puncto Federweg sondern auch bei den Laufrädern. Die superleichten Rennmaschinen in 26 Zoll? Mangels Nachfrage ausradiert. Auch minimalistische Fahrwerke mit unter 100 Millimetern Federweg findet man kaum noch. Das macht aber nichts, denn selbst die Profis sind sich einig: Mehr Federweg schadet nicht. Elektronik spielt beim Fahrwerk auch in 2015 nur vereinzelt eine Rolle (Stichwort Fox ICD, Magura eLECT und E:i-Shock).


Federgabeln: Wie bei den Hardtails bringt auch in dieser Kategorie die auffällige Rock Shox RS-1 frischen Wind ins Bike-Design. Sie bleibt leider nur den Highend-Kunden vorbehalten.


Schaltungen: Shimanos XTR ist ein Highlight, als mechanische wie auch als elektronische Di2-Version – aber wegen des hohen Preises keins das den Durchschnittskunden tangiert. Wir haben bei den Hersteller-Präsentationen viele neue Modelle mit Einfach-Kurbel, also 1x11-Schaltung, entdeckt, deren Übersetzungsbandbreite für den Marathon-Einsatz sicher nicht optimal ist. Ob hier die Produkt-Manager übers Ziel hinausschießen?


Laufräder übernehmen nach wie vor den wichtigsten Part bei der Beschleunigung eines Bikes. 29er-Laufräder werden steifer und leichter, nicht unbedingt aber preisgünstiger. Top-Räder aus Carbon kosten leider zwischen 1200 und 3000 Euro. Die Auswahl an Tuning-Rädern im 27,5-Zoll-Format steigt.

Kategorie All Mountain


Laufradgrößen: Die Nachricht wird die BIKE-Stammleser nicht verwundern: Auf diesen Seiten findet sich kein einziges neu entwickeltes Bike in 26 Zoll. Für die Saison 2015 haben alle Firmen auch ihre letzten Modelle von 26 auf 27,5 Zoll aufgeblasen oder durch neue Varianten ersetzt. Auch wenn der Protest unter den 26-Zoll-Fans immer noch groß ist – der Handel freut sich über 27,5 Zoll. 29 Zoll bleibt die zweite, starke Größe mit reduziertem Federweg.


Carbon statt Alu zählt mittlerweile als normale Modellpflege.


27,5 Zoll
 hat viele Kosten verursacht, flüstern Entwickler hinter vorgehaltener Hand. Im Zuge der Laufradanpassung wurden andere Projekte teilweise auf 2016 zurückgestellt. Trotzdem kann von Langeweile keine Rede sein. Der 2015er-Jahrgang verspricht unserer Testcrew viel Spannung.


Die Qualität des Federwegs bedeutet mitunter mehr als die Quantität. Firmen wie Trek investieren in eigene Federbein-Technologie. Denn, was nützt ein Fahrwerk, das zu straff federt, den Federweg nicht ausnutzt oder die Antriebsenergie verpuffen lässt? BIKE fühlt all dem in kommenden Tests auf den Zahn.


Neue Fahrwerks-Ideen zeigen Canyon (Shapeshifter), Yeti (Switch Infinity), Trek (RE:aktiv) oder Corratec (Inside Link 10Hz).

Kategorie Enduro


Enduro erzählt von Freiheit, Fahrspaß, Erlebnis, Adrenalin und Rennfieber. Enduro ist ein gefundenes Fressen für die Marketing-Abteilungen, die im Windschatten der Enduro-Rennserien Bikes bewerben, die sich bislang im Verkauf schwergetan haben. Und das funktioniert: Jahrelang dümpelten Enduros, also abfahrtsorientierte, robuste Bikes mit rund 160 Millimetern Federweg laut BIKE-Leserumfrage im einstelligen Prozentbereich. Jetzt melden die Firmen deutliche Zuwächse. Enduro als Trendsetter? Eigentlich ist Enduro ja das, was Mountainbiker schon immer gemacht haben: Einen Berg hinauffahren, auf der anderen Seite wieder runter. Zugegeben, die neue Generation dieser Bikes hat überschüssiges Fett verloren, steht knackiger im Trail, kann mehr denn je.


Grössendiskussion: Einige Firmen versuchen sich an 29-Zoll-Enduros, doch schon jetzt beherrscht das junge Format 27,5 Zoll den Markt. Alle Trauer hilft nichts: 26 Zoll ist vom Neuheitenmarkt verschwunden.


Differenzierung: Enduro, Super-Enduro, Race-Enduro, und wo verläuft jeweils die Grenze zu All Mountain und Freeride? Mit diesen Fragen muss man sich beschäftigen, nicht nur als Testredakteur sondern auch als Entwickler und als Kunde.


Federwege: Das Gros der neuen Bikes konzentriert sich nach wie vor auf 160 Millimeter an Gabel und Hinterbau. Selbst die 29er-Federwege wachsen von 150 auf zum Teil 160/170 Millimeter an.

Themen: 2015 TestCannondale TriggerCanyon SpectralEurobike 2014Giant AnthemHighlight BikesKaufberatungRadon SkeenRocky Mountain AltitudeSalsa BucksawTest


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