Fahrbericht Merida Big.Nine

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 10 Jahren

Das neue 29er-Carbon-Hardtail ist da: Als erfolgreichstes Worldcup-Team setzte Merida in der Vergangenheit ausnahmslos auf 26 Zoll in Form von Hardtails und Racefullys. Damit nicht nur der amtierende Weltmeister José Antonio Hermida auch in Zukunft für alle Strecken bestens präpariert ist, gesellt sich mit dem Big.Nine ein vielversprechendes und optisch gelungenes 29er-Carbon-Hardtail hinzu.


Exklusives Team-Bike?

Bis Oktober bleibt die neue Race-Waffe mit großen Rädern noch exklusiv dem Team vorbehalten. Die Feuerprobe muss das in Serie unter neun Kilo leichte Big.Nine beim Cape Epic im März bestehen. Optisch wie technisch hat der unter 1100 Gramm-Rahmen mit dem 0.Nine nur wenig gemein. Neben einem steiferem Tretlagerbereich lag der Fokus beim neuen 29er nicht nur auf leicht und dem Erreichen von nackten Zahlen.


2 Jahre Entwicklungszeit

Auch die Optik des formschönen Rahmens rechtfertigt die Entwicklungszeit von zwei Jahren. Technische Details wie Taper-Steuerrohr, große Reifenfreiheit, innenverlegte Züge, Steckachse und komfortable 27,2er-Sattelstütze dürfen bei dem in vier Rahmengrößen erhältlichen 29er trotzdem nicht fehlen.


Preise

Die Preise für das Carbon Big.Nine sollen bereits bei unter 2500 beginnen.


Info  www.merida-bikes.com


Fahrbericht:

Der Rahmen des Big.Nine ist eine komplette Neukonstruktion. Die punktet mit großer Reifenfreiheit und einer um 20 Prozent höheren Steifigkeit als beim bekannten 26er-Hardtail 0.Nine. Innen verlegte Züge sorgen für eine aufgeräumte Optik. Das Big.Nine wird in vier Größen erhältlich sein. In der Top-Version soll das Bike unter neun Kilo wiegen bei Preisen ab 2500 Euro.

Trotz der bei 29ern zwangsläufig geringeren Sattelüberhöhung klettert das Big.Nine souverän und ebnet traktionsstark auch verblockte Anstiege. Wem das nicht reicht, der kann per Remote-Hebel die DT-Gabel um weitere zwei Zentimeter absenken. Der 70,5er-Steuerrohrwinkel macht die Lenkung recht leichtgängig und das Bike sehr agil. Durch den breiten Flatbar lässt sich das Bike dennoch sicher auch durch knifflige Passagen dirigieren. Die Tretlagerhöhe entspricht der des 0.Nine. Dadurch sitzt man tief zwischen den Laufrädern.

Besonders in steinigem Geläuf vermittelt das ein sicheres Gefühl. Besonderes Augenmerk verdient die auf Komfort getrimmte 27,2er-Carbon-Stütze der Eigenmarke Procraft in Verbindung mit einem Selle-Italia-Sattel mit Monorail-Befestigung. Durch die schlanke Form des Sattels wird die Reibung der Oberschenkelinnenseite an der Sattelflanke spürbar reduziert. Das soll auch die Leistung erhöhen. 29 Zoll voraus!

Die asymetrischen Kettenstreben garantieren viel Platz für dicke Reifen und schmal bauende Zweifach-Kurbeln.

Im Vergleich zum 26-Zoll 0.Nine baut die Front mit Taper-Steuerrohr vier Zentimeter höher. Ein Negativ-Vorbau sorgt für genügend Druck auf dem Vorderrad.

Das gebogene Sitzrohr hält die Kettenstreben kurz und verfügt über eine Direct-Mount-Aufnahme für den Umwerfer, der mit einer geschlossenen Schaltaußenhülle angelenkt wird.

Die 142x12 Millimeter Steckachse mit Shimano-Hebel bringt zusätzliche Steifigkeit.

Schlagwörter: Big.Nine Merida


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