EWS 2019: Maes und Courdurier siegen erneut EWS 2019: Maes und Courdurier siegen erneut EWS 2019: Maes und Courdurier siegen erneut

Enduro World Series 2019 #2 Tasmanien (AUS)

EWS 2019: Maes und Courdurier siegen erneut

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Bei der Enduro World Series (EWS) in Tasmanien konnten Martin Maes und Isabeau Courdurier an ihren Siege aus Neuseeland anknüpfen. Aus dem Downhill-Lager gab es jedoch einige Überraschungen.

Tasmanien gilt als Paradies der wilden Natur und der Artenvielfalt. Doch gerade beim letzten Stopp der EWS im Jahr 2017 muss es den Fahrern vorgekommen sein, als sei der Mensch hier nicht erwünscht. Sintflutartige Regenfälle, unvorhersehbar rutschige Trails und dann auch noch jede Menge fetter Steine. Und nicht nur ein Profi wurde dabei unsanft vom Rad gehebelt. Dieses Jahr zeigte sich wenigstens das Wetter von seiner besseren Seite, dafür hatten die Trailbuilder eine frisch gebaute Stage in das Rennen integriert.


Knapp über zwei Kilometer mit knapp über 200 Höhenmetern Differenz klingen nicht nach viel, doch die Stage fünf wurde angeblich extra für Sam Hill gebaut. Spätestens jetzt müssten bei normalen Menschen die Alarmglocken schlagen. Zurecht. Denn der Trail lässt MTB-Pfade à la „601“ nach modernem Flowtrail aussehen. Eine Stage, die statt Stage fünf vielleicht besser „the tasmanian devil“ geheißen hätte.

Ausrastende Fans, jede Menge Action. Die EWS in Tasmanien geizte nicht mit Highlights, wie ihr in diesem Kurzclip sehen könnt.

Maes vorne – Starke Vorstellung von Connor Fearon


Der Belgier Martin Maes jedoch ließ alle Einschüchterungsversuche der südaustralischen Inselgruppe eiskalt an sich abprallen. Vier Sekunden vor Local und Worldcup-Downhill-Ass Connor Fearon rollte er über das Ziel der Queensstage am Samstag und konnte auch die ersten beiden Stages am Sonntag klar für sich entscheiden. Zwar ließ er es danach etwas entspannter angehen, doch auch ein zweiter, sechster und vierter Platz konnten seinem Sieg nichts mehr anhaben.


Florian Nicolai konnte an seine starke Vorstellung von Neuseeland anknüpfen und holte sich den zweiten Platz vor Downhiller Connor Fearon auf Rang drei. Remi Gauvin und Kevin Miquel rundeten das Podium ab. Und Sam Hill? Der war schnell, konnte jedoch meistens mit den Top 3 nicht mithalten. Zur Ehrenrettung holte er noch den Sieg auf der letzten Stage. Möglich, dass er noch mit den Folgen einer Grippe kämpft, die in Neuseeland fast seinen Start verhindert hatte. Der Sieg auf der neuen, fünften Stage ging übrigens nicht wie erwartet an Sam Hill, sondern an Whistler-Local Jesse Melamed.

Courdurier überlegen – Zwei Stage-Siege für Jill Kintner

Isabeau Courdurier genoss den Support der Fans und fuhr trotz Kintners Angriff überlegen zum Sieg.


Bei den Damen konnte Isabeau Courdurier (FRA) wie erwartet einen starken Sieg einfahren. Doch mit drei von sechs Stage-Erfolgen fiel ihr Rennen in Australien nicht ganz so dominant aus, wie jenes in Neuseeland vor wenigen Tagen. Der Grund: Mit der US-Amerikanerin Jill Kintner, die sonst vor allem als mehrfache „Queen of Crankworx“ bekannt ist, stand Courdurier eine unerwartet starke Konkurrentin gegenüber. Immerhin zwei Stage-Siege konnte sie der schnellen Französin abluchsen und fuhr so auf den zweiten Platz.


Rang drei ging an Rowena Fry aus Australien, Noga Korem holte Rang vier vor Andreane Lanthier Nadeau auf Rang fünf. Ines Thoma hatte wieder ein eher durchwachsenes Wochenende und musste sich am Ende mit Rang zwölf begnügen. Egal, in gut einem Monat gibt’s eine neue Chance auf Madeira und vielleicht ist ja dann auch Sam Hill wieder ganz vorne mit dabei.

Lionel Sequera, Sieger in der Masters-Kategorie.


Hier die Ergebnisse der EWS 2019 aus Tasmanien.

Themen: AustralienEnduro World SeriesEWS 2019Isabeau CourdurierMartin MaesRennberichtRennsport


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