Enduro World Series 2018 #6: Whistler (CAN)

Martin Maes gewinnt in Whistler

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Ein Tag, fünf Stages, "Top of the World" als Finale. Die EWS in Whistler ist ein absolutes Highlight des Sport. Die Fans vom Crankworx Festival sorgten für eine einzigartige Atmosphäre

Das letzte Wochenende war eindeutig das Wochenende der Rennklassiker. Über den Worldcup in Monte-Sainte-Anne muss wohl kaum mehr gesagt werden (und falls doch kann man hier nachlesen), im Enduro Racing stand das Rennen in Whistler auf dem Plan. Mit einem Rennen jedes Jahr seit der Premiere der EWS im Jahr 2013 der einzige, echte Klassiker dieses noch so jungen Sports. Downhill-Racer Eddie Masters ließ sogar den Downhill-Worldcup in Monte-Sainte-Anne sausen, um in Whistler am Start zu stehen. Gar keine schlechte Idee, er stand nämlich am Ende auf dem Podium.

Eddie Masters ließ den Weltcup in Monte-Sainte-Anne aus, um bei der EWS in Whistler zu starten. Es lohnte sich, er landete auf Platz drei. 

Whistler: Der Klassiker des Enduro-Sports


"Nur" ein Tag, "nur" fünf Stages, trotzdem gilt das Enduro World Series Rennen in Whistler als Benchmark im Enduro Sport. In einem einzigen Tag wird den Athleten alles abverlangt, ständig wechselnde Bedingungen verlangen nach einem rundum extrem talentierten Fahrer und die letzte Stage gilt als die absolut schwerste Prüfung des Sports: "Top of the World", gute 1500 Tiefenmeter, nicht weniger als 13 aneinandergehängte Trails und selbst für die schnellsten Männer über 20 Minuten Renndauer.

Erst nach der letzten Stage war klar, das Noga Korem auf dem Podium landen würde. Isabeau Courdurier verkündet die frohe Botschaft.

Perfektes Rennen von Ravanel


Bei den Damen ist die Geschichte dieser Enduro World Series wieder recht schnell erzählt: Cecile Ravanel fuhr in einer eigenen Liga und holte den Sieg auf jeder der fünf Stages. Ein klarer Gesamtsieg am Ende des Tages. Auf Rang zwei landete wie fast immer Isabeau Courdurier, Rang drei ging allerdings diesmal an die israelische Fahrerin Noga Korem. Ein sehr gutes Resultat im ersten Jahr mit Profi-V

ertrag bei GT. Noch letztes Jahr hatte Korem die EWS als Amateurin aufgemischt. Rang vier ging an Local Andréane Lanthier Nadeau, Katy Winton holte Platz fünf. Ines Thoma konnte leider gar nicht erst starten, sie war im Training schwer gestürzt und verliert damit auch leider einige wertvolle Punkte in der Gesamtwertung der Serie.

Florian Nicolai feiert seinen vierten Platz.

Hill gegen Rude und Maes

Richie Rude hat schon wieder Pech gehabt. Jezt stimmte die Form, aber er hatte einen Platten.


Bei den Herren sah es zunächst nach einem Dreikampf um den Sieg aus. Richie Rude, Sam Hill und Martin Maes waren alle in Topform und schenkten sich nichts, wobei Rude auf den ersten Stages sogar die Nase vorne hatte. Die Entscheidung fiel dann aber erst auf der letzten Stage, "Top of the World", dem über 20 minütigen Abfahrtsmonster. Hier konnte wider erwarten Maes nicht nur seinen Vorsprung halten, sondern der Belgier war sogar 20 Sekunden schneller als der Langstreckenspezialist Sam Hill.

Martin Maes holt den Sieg erst auf der letzten Stage.


Ein klarer Sieg für Martin Maes also, der erste seit langer Zeit und auch ein großes Signal. Dieses Duell, Maes vs Hill ist noch nicht vorbei. Sam Hill landete auf Rang zwei, Downhill-Profi Eddie Masters holte den dritten Platz vor Florian Nicolai und Yoann Barelli. Richie Rude war vom Pech verfolgt und handelte sich ausgerechnet auf der langen letzten Stage einen Platten ein, der ihn auf Rang zehn absacken ließ, der Sieger des letzten Jahres, Local Jesse Melamed, war wie Ines Thoma im Training gestürzt und konnte deswegen im Rennen nicht starten.


Alle Ergebnisse zur EWS in Whistler finden Sie auf der Website der Enduro World Series.

Nach langer Verletzungspause kehrt Martin Maes endgültig zurück an die Spitze. Nach mehreren packenden Duellen ein verdienter Sieg für den Belgier.

Schlagwörter: Cecile Ravanel Enduro World Series Kanada Sam Hill Whistler


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