Enduro World Series 2018 #4: Petzen/Jamnica

Back on Track!

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Beim vierten Rennen der EWS 2018 lieferten Sam Hill und Cecile Ravanel wieder erstklassige Leistungen. Martin Maes war ebenfalls ziemlich schnell und könnte Sam Hill in Zukunft gefährlich werden.

Ric McLaughlin führt euch über die Strecke in Österreich und Slowenien.

Mit der dem Rennen Nummer vier der Enduro World Series 2018 kehrt nach dem turbulenten Rennen in Frankreich vor einigen Wochen alles zum Normalzustand zurück. Zumindest, was die Ergebnisse angeht. Sam Hill lieferte sich ein hartes Duell mit Martin Maes und blieb am Ende (noch) siegreich, bei den Damen sicherte sich Cecile Ravanel einen überlegenen Sieg und konnte eine ganze Minute Vorsprung auf ihre nächste Verfolgerin Isabeau Courdurier herausfahren.

Anita Gehrig auf Stage vier.

Auf der Strecke erwarteten die Racer allerdings einige Überraschungen. Zwei lange Renntage mit einer Renndistanz von über 96 Kilometern und mehr als 5000 Höhenmetern saugten so manche Wade ziemlich leer. Die insgesamt sechs Stages fielen ebenfalls eher lang aus, deutlich über 50 Minuten gezeiteter Renndauer zeigten selbst bei Sieger Sam Hill, dass die EWS #4 2018 nicht gerade ein Wellness-Wochenende war. Dafür wurden den Teilnehmern jede Menge feine und teils frisch angelegte Trails präsentiert. Außerdem führte die EWS die Fahrer erstmals in der Geschichte der Rennserie über eine Landesgrenze, nämlich die zwischen Österreich und Slowenien. Schengen machts möglich.

Wo steht Martin Maes?

Spannend war das Rennen aber nichtsdestotrotz. Bei den Damen fuhr Ines Thoma mit Platz fünf schon wieder auf das Podium, bei den Herren waren alle Augen auf Sam Hill und Martin Maes gerichtet. Beide lieferten sich einen heftigen Schlagabtausch und teilten die zu vergebenden Stage-Siege fast vollständig untereinander auf, Christian Textor holte als bester Deutscher einen ebenfalls sehr guten 20. Platz.

Sam Hill (links) und Martin Maes genossen beide das freundschaftliche Duell. Mit zwölf Jahren Altersunterschied liegt fast eine halbe Generation zwischen den beiden Racern.

Die volle Packung Enduro World Series mit dem großen Highlights Video.

Es sieht jedoch ganz so aus, als könnte die Dominanz von Sam Hill nun bald gebrochen werden. Lange wurde es prophezeit, nun ist Martin Maes tatsächlich wieder in Form und an die Spitze der EWS zurückgekehrt. Der Druck lastet schwer auf ihm, das merkt man ihm an. Aber er hat das Zeug dazu, Sam Hill als Enduro-Weltmeister abzulösen. Das hat er nicht nur in der EWS bewiesen, sondern auch beim vorletzten Downhill-Worldcup in Fort William, bei dem er auch einige der eingefleischten Downhill-Helden in den Schatten stellte. Diesmal war er noch knapp unterlegen, aber wir sind gespannt wie es nächstes Mal aussehen wird, bei dem nächsten Rennen der EWS vom 21. bis 22. Juli 2018 in La Thuile in Italien.

Casey Brown holte überraschend Rang drei. Ein super Ergebnis, das gebührend gefeiert wurde.

Das Podium der Herren. Martin Maes, Sam Hill und Robin Wallner (von links).

Alle Ergebnisse zur Enduro World Series finden Sie auf der EWS-Website.

Themen: Cecile RavanelEnduroEnduro World SeriesInes ThomaÖsterreichSam Hill


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