Enduro Serie auf bayerischem Boden

  • Katharina Kuypers
 • Publiziert vor 9 Jahren

Die Specialized Enduro Series powered by Sram war am 1. Juli zu Gast in Samerberg. Die harte 30 Kilometer lange Strecke lieferte nahezu perfekte Enduro-Bedingungen. Hohe Temperaturen gefolgt von Platzregen verlangten den Fahrern alles ab. Erst nach über vier Stunden kam der Sieger Markus Reiser ins Ziel.

Geprägt von zahlreichen Platten, Temperaturschwankungen von Sonne 30 Grad bis Platzregen und einer 30 km langen Strecke ist die deutschsprachige Enduro Serie am vergangen Wochenende in die zweite Runde gestartet. Der Timezone Bikepark Samerberg stellte sich der Herausforderung und zimmerte mit zahlreichen freiwilligen Helfern eine nahezu perfekte Strecke. Insgesamt 1500 Höhenmeter mussten sich Lizenz- und Hobbyfahrer über Geröll und Steine, Waldwege und Wiesen auf 1300 m üNN kämpfen.

Bei den Damen siegte Ines Thoma (GER – Mountain Heroes) mit 11 Sekunden Vorsprung vor der ehemaligen Deutschen Meisterin im Downhill Antje Kramer (GER – Giant/SRAM). Als drittes kam die Auftaktsiegerin von Winterberg Anita Gehrig (SUI – Specialized Twins Racing) ins Ziel. Antje selbst erzählte, dass ihre Ausdauer für die langen Anstiege nicht ganz ausreichte. Jedoch motivierten sich die Mädchen gegenseitig, sodass auch die steile, lange Überbrückungsfahrt von Wertungsetappe 3 zu 4 gut gemeistert werden konnte. Das Bergauf-Bergab-Verhältnis fiel ganz klar den Downhill-Liebhabern zu Gunsten, denn Transferetappen fließen nicht in die Wertung mit ein.

Veranstalter Die besten Drei bei den Damen: Erstpaltzierte Ines Thoma umringt von Antje Kramer auf zwei (links) und Anita Gehring (rechts).

Die Herrenwertung entschied Markus Reiser (GER – infocus) für sich. Auf den zweiten und dritten Platz landeten Benedikt Purner (AUT – O’fetzn Racing) und Robin Schmitt (GER – Mag 41 Racing Team). Der Bike Junior Team und Cube Action Team Fahrer Ludwig Döhl musste sich nach seinem Schnitzljagd Sieg am Samstag im Ötztal mit Platz vier zufrieden stellen. Der 29er-Verfechter fuhr Tubeless und seine Fahrtechnik schuldete keine Platten.
In der Teamwertung siegte das Mag 41 Racing Team mit Robin Schmitt, Daniel Häberle und Ferdinand Brunold. Auf Platz zwei kam das Mountain Action Heroes Team mit der Gewinnerin Ines Thoma, Marco Bühler, und Johannes Rief. Das Cube Action Team mit den Fahrern Julia Hofmann, Andrè Wagenknecht und Ludwig Döhl sicherte sich Platz 3.

Veranstalter Laura Brethauer vom Cube Action Team wurde Siebte.

Andrè Baumbach, Mitwirkender der Specialized Enduro Series powered by SRAM setzt auf die Enduro Disziplin. Die großen Vorbild – Events in Großbritannien, Italien und Frankreich zeigen, welches Potential im Enduro steckt. Ab dem nächsten Jahr will die UCI eine World Series im Enduro-Biken austragen. Die noch sehr junge und nicht vollkommen ausgereifte Disziplin sucht die Strecken aus, die perfekt auf Enduro-Bikes abgestimmt sind. Eine Strecke ist dann perfekt, wenn viele technischen Finessen, wie zum Beispiel die verstellbare Sattelstütze, den Fahrern zu Gute kommen. „Eine Stage sollte lang sein, bergauf und bergab gehen, auch die Wertungsprüfungen sollen sich mit wechselndem Untergrund voneinander unterscheiden“, so Andrè Baumbach.
Mit mehr Veranstaltungen erreicht man die komplette Bandbreite an Geländevariationen. Erst in der Gesamtwertung stellt sich heraus, wer das beste technische Fahrkönnen besitzt und überall einsetzbar ist, eben so wie ein Enduro-Bike.

Weitere Infos und Resultate unter: www.enduroseries.net

Themen: EnduroSamerberg


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