Enduro im Ötztal: Jäger des goldenen Riesenschnitzels

  • Ole Zimmer
 • Publiziert vor 7 Jahren

Sahnetrails und Riesenschnitzel – die Singletrail-Schnitzeljagd im Ötztal befriedigt die Ur-Bedürfnisse des Menschen. Am Ende sind fast alle Teilnehmer: glücklich und satt.

Enduro ist seit diesem Jahr ein geflügeltes Wort. Doch die offiziellen Rennserien haben sich durch ihre Professionalisierung innerhalb kürzester Zeit vom Normal-Biker entfernt. Die Singletrail-Schnitzeljagd im Ötztal gilt als Gegenentwurf zu den immer ambitionierter geführten Enduro-Rennen: In Zweier-Teams werden im Bike-Revier Sölden mehrere Stationen angesteuert und kleine Missionen erfüllt. Wer als erstes alle Stempel in seinem Schnitzelpass gesammelt hat, gewinnt das goldene Riesenschnitzel. Doch das eigentliche Ziel ist der Weg dorthin, denn bei der Schnitzeljagd lernt man die schönsten Trails des Ötztals kennen. Besonderheit: Um die einzelnen Stationen clever miteinander zu verbinden, kann man auch die Bergbahnen nutzen. Kondition ist dennoch gefragt. Allein die 600 Höhemeter Anstieg zu Stallwiesalm haben es in sich und erfordern eine kluge Wahl des Spotgerätes.

Massenstart zu einer lustige Tour

Spektakulärer Auftakt im letzten Jahr war der Le-Mans-Start auf dem 3056 Meter hohen Gipfel des Gaislachkogel. 250 Starter hatten sich von dort in die 800 Höhenmeter lange, extrem steile Schotter-Abfahrt gestürzt. Bei 30 Grad Außentemperatur kollabierten damals massenweiße Scheibenbremsen, zahlreiche Piloten landeten spektakulär im Aus. Diese Gefahr bestand am vergangenen Wochenende nicht: Das bizarre Wetter hatte das Start-Areal am Gipfel des Gaislachkogel in eine weiße Winterlandschaft gepackt – damit fiel die wilde Hatz vom Gipfel zur Mittelstation aus. Planänderung: Orga-Chef Holger Meyer verlegte den Massenstart ins Ortszentrum von Sölden. Nun war eine gute Taktik bezüglich der Route wichtig. Ein Großteil der Teilnehmer startete direkt in den 600-Höhenmeter-Uphill auf die Stallwiesalm. Andere bogen gleich hinter der Startlinie zur Gondelstation Richtung Gaislachkogel ab.

Sahnetrails – heuer leider im Regen

Am Ende waren für die meisten der Starter aber weniger der individuelle Strecken-Plan als die äußeren Umstände limitierend: frostige Temperaturen, Regen und glitschige Trails machten dieses Jahr den Spaß-Event streckenweiße zu einem kniffeligen Unterfangen. Am besten klar damit kam das Local-Team Marcell Grüner und Daniel Köll. Die Ötztaler holten sich in 2:24 h das goldene Riesenschnitzel. Glücklich und satt waren aber auch alle anderen Teilnehmer.

Eventmacher Holger beim Fahrerbriefing

Infos: www.soelden.com ; www.dierasenmaeher.de

Themen: EnduroÖtztalPartySchnitzeljagdSöldenTrail


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