Deutsche Enduro Meisterschaft 2019

Deutschlands schnellste Enduro-Fahrer beim Training

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 2 Jahren

Morgen wird in Willingen zum sechsten Mal um den Titel des deutschen Enduro Meisters gekämpft. Wir konnten uns beim Training am Samstag schon mal ein Bild vom Starterfeld und der Strecke machen.

Willingen ist dieses Wochenende die Enduro-Hauptstadt Deutschlands. Wer in der Szene etwas auf sich hält, ist nach Willingen gekommen, um bei den Deutschen Meisterschaften mitzufahren.

Ausgebucht: 400 Teilnehmer gehen bei der DM an den Start

Der Favoritenkreis in den Eliteklassen ist klein, das Starterfeld mit 400 Teilnehmern aber ausgebucht. Schon beim heutigen Training auf den Wettkampfstrecken merkt man, warum der Andrang für dieses Rennen so groß ist: Die Enduro Jünger sehnen sich nach den Zeiten, in denen die Starterfelder der Specialized Enduro Series aus allen Nähten platzten und Wochenende für Wochenende irgendwo in der Republik ein Rennen ausgetragen wurde. Nachdem die erste deutsche Enduro-Rennserie eingestellt wurde, gab es mit der Trailtrophy oder der Enduro One Serie zwar Ersatzveranstaltungen, die anfänglichen Wellen der Euphorie für das Rennformat Enduro schlugen aber nicht mehr ganz so hoch. Wer hier in Willingen während des Trainings am Streckenrand stand, fühlte sich in die Anfangszeiten des Deutschen Enduro Rennsports zurückversetzt. Die Profis kämpften auf dem rutschigen Waldboden schon heute um die beste Linie, die Hobbyfahrer hatten dagegen meist mehr damit zu tun, den Grip ihrer Reifen richtig einzuschätzen.

Das Training in Bildern

Seit dem Tod von Karl Lagerfeld ist der Verkauf von Jogginghosen explodiert. Dieser junge Fahrer kann sich von seiner geliebten Baumwollhose nicht einmal beim Biken trennen.

Um einzelne Sektionen mehrmals zu trainieren, schieben oder tragen die Starter ihrer Bikes immer wieder den Berg hoch. 

Proviant für Unterwegs.

Sprintspezialist Simon Gegenheimer will dieses Wochenende „einfach mal wieder Spaß beim Endurofahren haben.” Ambitionen hier zu gewinnen hat der Profi und Vize-Cityeliminator-Weltmeister von 2017 nicht. 

Patrick Neukirch ist Teammanager der Sram-Youngguns Downhill Mannschaft . Weil er sich bei Downhillrennen um bis zu acht Nachwuchsfahrer kümmern muss, kommt er selbst eigentlich nie zum Fahren. Hier in Willingen hat er aber selbst mal wieder Bock, bei den Masters mit zu mischen.

Wie viele andere hatte auch diese junge Starterinn mit den rutschigen Waldböden von Willingen zu kämpfen. Passiert ist beim Sturz aber nix.

Fragwürdiger Style aber korrekte Kurvenlage.

Die deutsche Abordnung des IBIS Werx Teams um Adrian Vesenbeckh hat wärend des kompletten Trainings extrem schnell ausgesehen. Können die Jungs morgen ihren Speed in eine Platzierung ummünzen?

Heute ist er noch Deutscher Meister. Morgen könnte Christian Textor seinen Titel trotz neuem Prototypenbike verlieren. Auch 2017 landete er bei den Deutschen Meisterschaften in Willingen nur auf dem zweiten Platz. Der damalige Sieger Leonhard Putzenlechner ist wegen einer Verletzung dieses Wochenende aber nicht am Start. 

Fabian Heim war vergangens Jahr Dritter bei den Deutschen Meisterschaften. Dieses Jahr ist er noch kein Rennen gefahren, will es morgen aber trotzdem wissen. Bis zum Start sollen auch seine neuen Trikots mit richtigem Sponsorenlogo nach Willingen geschafft haben.

Raphaela Richter ist dieses Jahr erst ein Rennen gefahren, will morgen aber dennoch Deutsche Meisterin werden. Im Training war sie extrem fokusiert. Mit dem Rad ihres neuen Sponsors Juliana hat sie ein paar sehr anspruchsvolle Linien probiert.

Der Favorit für morgen: Christian Textor sah im Training unspektakulär aber schnell aus.

Viele Teilnehmer trugen schon nach den ersten Trainingsruns deutliche Spuren von der anspruchsvollen Strecke davon.

Sophia Wiedenroth vom Cube Action Team posiert heute schon mal vor dem Podium. Vielleicht ist dieses Bild aber auch Teil einer ausgeklügelten Mentalstrategie um die Gegnerinnen einzuschüchtern?

Benny Herold, der Deutsche Meister der Mastersklasse von 2018, will auch morgen wieder gewinnen. Neben seinem Dasein als Rennfahrer hat er auch alle Strecken für das Rennen im Vorfeld präpariert. 

Sascha Meyenborg will bei den Masters angreifen.

Ines Thoma war mit ihrem Start in die EWS dieses Jahr nicht ganz zufrieden. Damit es in Willingen besser läuft, als in Tasmanien, ist extra die Familie zur Unterstützung angereist.

Völkerwanderung auf Stage 3. Ein tückischer Wurzelabschnitt löste plötzliche Wanderlust unter den Endurofahrern aus. Manche Starter haben den Berg acht Mal hochgeschoben, um die pefekte Linie für Morgen zu finden. 

Verknotet im Wald.

Schlagwörter: BDR Deutsche Meisterschaft Enduro Endurorennen Rennsport Willingen


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