Deshalb fährt Aaron Gwin 2016 für YT Industries

Aaron Gwin wechselt zu YT – die Hintergründe

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

Dass Aaron Gwin zu YT wechselt, hatten wir bereits berichtet. Nun blicken wir hinter die Kulissen, wie der amerikanische Downhill-Superstar zum kleinen deutschen Versender kam.

Nach haarsträubenden Gerüchten und reichlich Verwirrung ist es nun endlich offiziell: Downhill-Superstar Aaron Gwin wechselt zu YT Industries. Für die meisten wird das keine Neuigkeit mehr sein, denn neben dem Aufruhr in den sozialen Netzwerken in den vergangenen Tagen, hatte auch unser Schwestermagazin FREERIDE schon vor einem Monat vorrausgesagt, dass Aaron Gwin zum Forchheimer Direktversender wechseln würde. Neben YT wird der US-Boy in der kommenden Saison noch von Fox, e*thirteen, Alpinestars, Onza und vielen mehr gesponsert werden.

Nicht nur das YT-Bike wirbelt hier Staub auf.

Von Specialized zu YT: Warum?

Aber warum eigentlich? Warum wechselt der Worldcup-Gesamtsieger von einem Marktriesen wie Specialized zum aufstrebenden, aber immer noch kleinen Team von YT? Das hat mehrere Gründe: „Es ist normal für Athleten jeden Sports, das Team oder die Firma zu wechseln. Nicht weil man nicht mehr zusammen weitermachen möchte, sondern weil entweder das Team oder der Athlet den jeweils anderen nicht mehr nach dessen Vorstellung wertschätzt", kommentierte Gwin sein Vertragsende bei Specialized.

Wertschätzung scheint überhaupt ein wichtiges Thema für Aaron Gwin zu sein. Dabei spielt natürlich Geld eine Rolle, aber nicht nur, wie er im Interview mit Pinkbike verlauten ließ. Auch persönliche Wertschätzung und die Möglichkeit, Feedback zu den Produkten zu geben, sei ihm wichtig. Zudem legt er Wert darauf, dass die Firma auch auf sein Feedback zu ihren Produkten reagiert. Beides ist wohl bei Specialized nicht mehr der Fall gewesen.

Passt die Geometrie? Check!

Das Tues und Aaron Gwin haben offensichtlich schon gut zueinander gefunden. Denn wer sein Bike liebt ...

YT dagegen hat sich sofort bei Aaron Gwin gemeldet, als die ersten Gerüchte aufkamen, dass Gwin Specialized verlassen würde. Zwar war das Worldcup-Team von YT eigentlich erst für die Saison 2017 geplant, doch die Möglichkeit, den 14-fachen Worldcup-Sieger zu verpflichten, beschleunigte den Prozess wesentlich. Durch Cam Zink hatte Aaron Gwin immerhin schon von YT – dem Versender aus dem fränkischen Forchheim – gehört, doch selbst gefahren war Gwin bis dahin noch nie eines. Natürlich checkte er als allererstes auf der Website das Downhill-Bike von YT, das Tues, insbesondere im Hinblick auf die Geometrie. Und war positiv überrascht.

„Wirklich jede geometrische Veränderung, die ich an meinem alten Bike haben wollte, war hier schon passiert. Ich musste einfach lachen. Es war das Gwin-Bike schon bevor ich überhaupt einen Meter gefahren war", soll er gesagt haben. Auch der persönliche Kontakt zum Team scheint sehr positiv. Auf Gwins Frage, ob die Firma denn sein Feedback zum Bike nicht nur anhören, sondern auch umsetzen würde, reagierte man bei YT verblüfft. Natürlich werde man auf das Feedback eingehen, dass sei ja einer der wesentlichen Gründe, warum man überhaupt mit Aaron Gwin arbeiten wollte.

Neben Aaron Gwin selbst wird noch der junge Spanier Angel Suarez im Worldcup für YT mitmischen und sich als Protegé vielleicht auch den ein oder anderen Kniff bei seinem erfahrenen Teamkameraden abschauen. In den Freeride-Events werden weiter Cam Zink und Andreu Lacondeguy die YT-Fahne hochhalten. Die Stunde der Wahrheit wird für das neue Team dann am 9./10. April beim DH World Cup in Lourdes schlagen.

Aaron Gwin scheint die Geometrie des Tues wie auf den Leib geschneidert zu sein.

Schlagwörter: Aaron Gwin Downhill Greg Minnaar Specialized World Cup YT Industries


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