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Debatte um Helmpflicht: BGH sieht keine Mitschuld ohne Helm

BGH: Auch ohne Helm voller Anspruch auf Schadenersatz

Josh Welz am 17.06.2014

Auch Biker, die bei einem Unfall keinen Helm getragen haben, können mit Schadenersatz in vollem Umfang rechnen. Das entschied nun der Bundesgerichtshof.

Sturz

Unverhofft kommt oft. Im Gelände gilt in jedem Fall: save your as, wear a helmet!

Immer wieder werden Biker in tragische Unfälle verwickelt. Häufig sind sie dabei auch nicht selbst schuld. Der Bundesgerichtshof hat jetzt entschieden, dass der Schadenersatzanspruch in einem solchen Fall nicht davon abhängt, ob der Biker einen Helm getragen hat oder nicht.

Geklagt hatte eine 61-jährige Radfahrerin aus Schleswig-Holstein, die auf ihrem Weg zur Arbeit von einer anderen Frau übersehen wurde. Offenbar hatte die Frau, ohne die Radfahrerin zu bemerken, die Tür ihres Autos geöffnet und damit die Radfahrerin zu Fall gebracht.

Doch das Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig lautete, dass die Radfahrerin eine 20-prozentige Mitschuld am Unfall trage, da mit einem Helm der Schaden hätte verringert werden können. Die Radfahrerin ging in Revision und bekam nun vom Bundesgerichtshof Recht.

Der Schadensersatzanspruch ist nicht vom Tragen eines Helms abhängig, da das Tragen eines Helmes nicht gesetzlich vorgeschrieben sei, so lautete die Begründung der obersten Richter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. Biker können sich also auch weiterhin frei entscheiden, ob sie im Verkehr einen Helm tragen, oder nicht, ohne dass sie damit ihre Ansprüche auf Schadenersatz verwirken.

An der Notwendigkeit, einen Hem zu tragen, ändert dieses Urteil freilich nichts. Seit über 20 Jahren lautet unser Slogan deshalb: save your ass – wear a helmet!

Josh Welz am 17.06.2014
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