Crankworx Innsbruck: Duell Rogatkin vs. Rheeder Crankworx Innsbruck: Duell Rogatkin vs. Rheeder Crankworx Innsbruck: Duell Rogatkin vs. Rheeder

Crankworx Innsbruck 2018: Slopestyle und Downhill

Crankworx Innsbruck: Duell Rogatkin vs. Rheeder

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 3 Jahren

Das Crankworx Festival in Innsbruck war ein Mountainbike-Wochenende voller Highlights. Im Downhill siegten Hannah und Hart, im Slopestyle kam es erneut zum Duell zwischen Rogatkin und Rheeder.

Beim zweiten Stopp des Crankworx Festivals traf am letzten Wochenende (15.-17.06.18) die Elite des Gravity-Mountainbikens in Innsbruck aufeinander. Neben kleineren Events wie dem Dual Speed and Style oder dem viel gefeierten Whip-Off Contest standen auch die zwei großen Highlights, das Downhill-Rennen und der Slopestyle-Wettbewerb auf dem Programm.

Crankworx,Fraser Britton Im Slopestyle-Contest ließ es Rheeder richtig über die riesigen Rampen fliegen. Für den Sieg reichte es am Ende aber nicht.

Eine eher technische Prüfung wartete im Downhill auf die Fahrer. Große Teile der Strecke wurden nur wenig bearbeitet: tiefe, lockere Erde verdeckte einige der unzähligen Wurzeln. Für mehr Flow-Erlebnisse hatten die Veranstalter dieses Jahr noch einige Kurven etwas verstärkt. Den Fahrern jedenfalls gefiel die naturbelassene Strecke, die ein gutes Kontrastprogramm zum Worldcup in Leogang und dessen eher bikeparklastiger Strecke vor gut einer Woche.

Downhill: Sieg für Tracey Hannah und Danny Hart

Crankworx,Fraser Britton Danny Hart drückte dem Downhill-Rennen seinen Stempel auf.

Und tatsächlich ließen sich auch zahlreiche der Top-Fahrer aus dem Worldcup hier blicken. Am Ende kamen Tracey Hannah und Danny Hart am besten mit den ständig wechselnden Streckenbedingungen und dem lockeren Untergrund zurecht. Auf der knapp drei Minuten langen Abfahrt holte Hannah gegenüber ihren Verfolgerinnen gut fünfeinhalb Sekunden Vorsprung heraus, Jill Kintner und Emilie Siegenthaler mussten sich mit den Rängen zwei und drei zufriedengeben.

Am nächsten kam der Zeit von Tracey Hannah übrigens nicht Jill Kintner, sondern die junge Österreicherin Valentina Höll. Sie fuhr zwar außer Konkurrenz in der U19 Wertung, wäre aber auch in der Elite mit nur knapp zwei Sekunden Rückstand auf Tracey Hannah Zweite geworden.

Crankworx,Mitch Chuby Tracey Hannah spielten die Massen lockeren Staubs in die Karten. Sie gewann mit sechs Sekunden Vorsprung.

Bei den Männern lagen die schnellsten Fahrer am Ende deutlich dichter zusammen. Und zwar sehr dicht. Eine Zeit lang mussten sich Charles Harrison und Kirk McDowell den Hot Seat sogar teilen, da beide mit einer Zeit von exakt 2:49,23 Minuten das Ziel erreichten. Sam Blenkinsop war aber schneller und entthronte beide mit seinem Lauf.

Danny Hart konnte als letzter Fahrer noch eine Schippe draufsetzen und holte den Sieg. Pech für McDowell: Am Ende konnte das Patt doch noch entschieden werden. Die genaue Auswertung der Lichtschrankenmessung ergab einen Vorsprung von einer Tausendstel-Sekunde für Charles Harrison. Der holte damit Bronze, Kirk McDowell ging leer aus.

Slopestyle: Erneutes Duell von Rheeder und Rogatkin

Im Slopestyle-Wettbewerb, dem Highlight des gesamten Wochenendes, erlebten die Fans eine Art Déjà-vu. Wie auch schon im letzten Jahr wurde der Kampf um den Sieg schließlich von nur zwei Fahrern ausgefochten: dem Amerikaner Nicholi Rogatkin und dem Kanadier Brett Rheeder.

Rheeder war letztes Jahr von Rogatkin geschlagen worden und hatte sich dieses Jahr etwas Neues einfallen lassen. Er eröffnete seinen Run mit einem Flatdrop-Backflip-Tailwhip, einer extrem technischen Kombination, da der Flatdrop den Backflip deutlich erschwert und die Airtime auch insgesamt knapp bemessen ist.

Aber auch Rogatkin griff tief in die Trickkiste und lieferte neben seinem Signature Trick, dem "Twister", auch zahlreiche andere perfekt aufeinander abgestimmte Kombinationen. Beide bewegten sich nach dem ersten Run mehr oder weniger auf Augenhöhe. Rogatkin hatte aber noch einen kleinen Patzer auszubessern, um seinen Lauf konkurrenz- und somit siegfähig zu machen.

Und er behielt die Nerven: Run Nummer zwei war perfekt und setzte an technischen Kombinationen noch eine Schippe drauf. Rheeder versuchte zu kontern, konnte aber schon am zweiten Sprung nicht alle geplanten Manöver umsetzen und musste sich damit wieder mit Platz zwei zufriedengeben.

Dritter wurde der Italiener Diego Caverzasi. Gut schlugen sich auch die beiden Deutschen Erik Fedko und Lukas Knopf mit Scores von 82 und 73,75. Erik Fedko konnte damit Rang fünf ergattern, bei Lukas Knopf wurde es Rang neun.

Alle Ergebnisse zum Crankworx finden sie auch auf der Website des Veranstalters.

Crankworx,Fraser Britton Das Podium im Slopestyle: Rheeder, Rogatkin und Caverzasi (von links).

Themen: Brett RheederCrankworxDanny HartDownhillNicholi RogatkinSlopestyle


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