Cape Epic 2013, Stage 6+7: Sauser/Kulhavy gewinnen Gesamtwertung

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 8 Jahren

Nach einem harten Fight um die Podiumsplätze gewinnen die Favoriten Sauser/Kulhavy die Gesamtwertung des Absa Cape Epic 2013 in Südafrika.

Das Knie blutig, der Ellenbogen aufgeschürft und das gelbe Leadertrikot klatschnass – vom Siegerchampagner, in dem Jaroslav Kulhavy geduscht wurde. Auf der Ziellinie der finalen Etappe des Absa Cape Epic hatte der Olympiasieger mit seinem Partner Christoph Sauser insgesamt einen Vorsprung von 7 Minuten und 10 Sekunden auf die direkten Verfolger, Karl Platt und Urs Huber vom Team Bulls. Nach über 700 Kilometern und acht Tagen ein denkbar knappes Ergebnis. Selbst der Sturz von Kulhavy fünf Kilometer vor dem Ziel konnte die starke Perfomance des Burry Stander-Songo Teams am letzten Tag nicht bremsen.

So blieb den Bulls der zweite Platz vor ihren Teamkollegen Tim Boehme und Thomas Dietzsch von Bulls 2 bei dieser "Tour de France der Mountainbiker”. Vierter wurden Multivan Merida, José Hermida und Rudi van Houts vor den ausgzeichneten und in Baggy-Shorts fahrenden Manuel Fumic und Marco Fontana, Team Cannondale Factory Racing.

Die Top-3-Teams der Gesamtwertung (v.l.n.r.): Patz 2 für Team Bulls (Karl Platt/Urs Huber), Platz 1 für Team Burry Stander-Songo (Jaroslav Kulhavy/Christoph Sauser) und Platz 3 für Team Bulls 2 (Tim Böhme/Thomas Dietsch).

Mehrere Teams hatten vor dem Finaltag angekündigt, auf einen Etappensieg zu gehen. Entsprechend hart wurde gefighted auf den letzten 54 Kilometern mit 1550 Höhenmetern, die von Stellenbosch nach Somerset West führten. Vor dem Hauptanstieg setzten sich Multivan Merida gemeinsam mit den Trägern des roten Afrika-Trikots, Philip Buys und Matthys Beukes vom SCOTT Factory Racing, ab von der starken Gruppe mit Sauser/Kuhavy, den Bulls und Cannondale Factory. Die Ausreißer hielten den Vorsprung von über drei Minuten bis ins Ziel. Dabei hatten der Spanier Hermida und van Houts im Zielsprint die besseren Beine und entschieden die Etappe vor den Südafrikanern.

Vier von acht Etappen gewannen Sauser und Kulhavy, zeigten ein starkes Finish nach Materialpech in einigen Etappen. „Es ist erstaunlich und ich bin wirklich glücklich über unsere Leistung und dass wir gut durchgekommen sind heute. Ich bin total froh. Ich würde es sogar als einen meiner größten Erfolge bezeichnen, es fühlt sich an wie der Sieg bei einer Weltmeisterschaft. Schließlich ist das Cape Epic eines der größten Etappenrennen der Welt. Ich hatte nur eine kurze Vorbereitungszeit. Wir hatten Probleme und Pech, harte Tage für uns, aber wir waren stark und konnten es schließlich auch umsetzen”, so Olympiasieger Kulhavy im Ziel im Weingut Lourensford bei Somerset West. Ergänzend meinte Sauser: „Es ging relativ glatt heute, aber wir hatten noch genügend Druck im Nacken. Jaro stürzte, dann fuhr er in einen Draht, es war ganz schön heftig. Wir widmen den Sieg und die Woche Burrys Familie.” Der Südafrikaner Burry Stander, der Teampartner von Sauser, war zu Beginn des Jahres bei einem Verkehrsunfall beim Training getötet worden.

Der viermalige Sieger des Absa Cape Epic, Karl Platt, nahm an allen Ausgaben des „untamed African race” teil bisher. Sein Fazit: „Nach dem zehnten Mal könnte ich auch drüber nachdenken, in Pension zu gehen (lacht). Nein, das war ein Scherz. Es war wieder super, vor allem bei der Jubiläumsausgabe dabei zu sein. Jetzt im Ziel ist es eine echte Erleichterung, und wir können feiern. Wir haben eine schöne Performance gezeigt, wir wollten, dass es spannend ist, dass das Leadertrikot oft wechselt. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben. Schade mit unserem Verfahrer, sonst wäre es noch spannender gewesen, dann wäre es sogar um Sekunden gegangen. Wir hatten uns viel vorgenommen, wir haben ein super Mannschaftsergebnis erzielt und können zufrieden sein.”

Das führende südafrikanische Frauenteam hatte einen extrem harten Tag vor sich. Yolande Speedy hatte sich bei einem Sturz in der vorherigen Etappe das Schlüsselbein gebrochen und musste das Finale mit Schmerzen und vielen Laufpassagen absolvieren. Ihr Zeitvorsprung genügte jedoch, und sie verteidigten die Gesamtführung vor den Etappensiegern Sara Mertens und Laura Turpijn (Team C-Bear), die den dritten Gesamtplatz belegten. Auf Rang 2 das südafrikanische Pragma Volcan-Team mit Hanlie Booyens und Ischen Stopforth.

Die Gesamtsiegerinnen der Frauen-Elite: Yolande Speedy (rechts) und Catherine Williamson (links).

Beim diesjährigen Absa Cape Epic waren vergangenen Sonntag in Meerendal bei Kapstadt 1.258 Teilnehmer zum Prolog gestartet, 1.105 Mountainbiker waren zur Final-Etappe an den Start gegangen. Insgesamt liegen 706 Kilometer und 15950 Höhenmeter hinter den Teilnehmern. Eine unglaubliche Ausdauerleistung sowohl der Profis wie aller Mountainbiker, die sich dieser Herausforderung stellen, darunter der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost und der Weltklassefußballer aus Spanien, Luis Enrique.

Telkom Business Masters Kategorie

Der Deutsche Nico Pfitzenmaier und der Masters Weltmeister aus Brasilien, Abraao Azevedo vom Bridge-Team, sicherten sich mit einem 2. Etappenplatz die Gesamtführung vor Ex-Olympiasieger Bart Brentjens und Robert Sim (Superior-Brentjens 2), die die 7. Etappe gewannen. Auf Platz 3 overall die Südafrikaner Neil Bradford und Tim Osrin (HCL/Harvest Foundation). „Es war schon noch mal hart die letzten zwei Tage, viele Anstiege und lange Kilometer. Aber man wird so belohnt durch die Landschaft und die tollen Singletracks. Das Cape Epic ist wirklich ein einmaliges Rennerlebnis auf dieser Welt. Für mich bedeutet es auch eine Erweiterung, beim Epic wirst du über deine Grenzen geschoben, psychisch und körperlich und dadurch wächst man als Mensch. Und das ist der wahre Grund für mich, ein so hartes Rennen zu fahren, persönlich zu wachsen und weiter zu kommen”, so Nico Pfitzenmaier.

Die Gesamtsieger der Masters-Kategorie: Nico Pfitzenmaier (vorne) und Abraao Azevedo (im Hintergrund) vom Team Bridge.

Bei den Grand Masters gewannen Etappe und Gesamtwertung Bärti Bucher und Heinz Zoerweg von Songo.info. Das Schweizer-Östereichische Team hatte alle 7 Etapen des Absa Cape Epic gewonnen dieses Jahr. Bärti Bucher: „Die erste Etappe war brutal hart mit dem Sand und der Hitze, das hat schon einige Eisen gezogen, die man gelagert hat. Zum Schluss wurde es immer besser, wenn man das Ziel vor Augen hat, fällt es leichter. Im Moment möchte ich gar nicht an nächstes Jahr denken, das muss ich mir dann noch einmal in Ruhe überlegen, ob ich mir das nochmal antue.”

Gewinner der Gesamtwertung in der Kategorie Grand Masters: Bart Bucher (vorne) und Heinz Zoerweg vom Team Songo.info.

Mixed Category


Das RE:CM Team, Ehepaar Erik (RSA) und Ariane Kleinhans (SUI) gewannen souverän ihre Kategorie. „Ein fantastisches Erlebnis. Wir haben unser größtes Ziel erreicht”, so Erik. Ariane dazu: „Wir hatten überhaupt keine Materialprobleme und eine tolle Unterstützung unseres Teams. Es ist so ein langer Weg mit so vielen Herausforderungen, ich bin glücklich, dass wir im Ziel sind und gewonnen haben.”

Gewannen souverän in der Kategorie Mixed: Ariane (vorne) und Erik Kleinhans (im Hintergrund) vom Team RE:CM.

Weitere Fahrerstimmen:


Manuel Fumic, Cannondale Factory Racing
„Wir sind ein bisschen enttäuscht weil wir auf dem 3. Platz lagen mit relativ viel Vorsprung, sind in der Spitzengruppe mitgegangen. 10 bis 15 Kilometer vorm Ziel hatte Marco einen Platten, das Schlauchwechseln hat Zeit gekostet. Wir sind nochmal zurück gekommen, haben die Bulls eingeholt. Es wäre schön gewesen, im Finale nochmal auf dem Podium zu stehen. Aber wir können uns nicht beschweren, bei unserer ersten Teilnahme hatten wir einen super Einstand mit dem 5. Gesamtplatz und zwei Podiumsplätzen. Ich komme auf jeden Fall zurück nach Afrika, aber ich weiß nicht, ob ich fürs Absa Cape Epic komme oder lieber Urlaub mache, mir tun die Beine ganz schön weh.”


René Haselbacher, Asrin RH77, Platz 11 der Gesamtwertung
„Super, dass wir gesund im Ziel sind. Wir sagten zuvor, wir wollen unter die Top Ten in der Gesamtwertung, und das haben wir fast geschafft. Und das als "Pensionist" unter den weltbesten Mountainbikern hier beim Cape Epic, das finde ich schon gut.”


Wolfgang Krenn, Asrin RH77, Platz 11 der Gesamtwertung
„Ich bin so froh dass wir im Finish sind, es ist perfekt gelaufen und wir haben unser Ziel nur knapp verfehlt.”

Zehn Weltmeister der UCI auf einem Bild. Diesen seltenen Anblick gibt es beim diesjährigen Etappenrennen Absa Cape Epic in Südafrika. Stehend von links nach rechts: Roel Paulissen (BEL), Bart Brentjens (NED), Christoph Sauser (SUI), Alban Lakata (AUT), Jarolsav Kulhavy (CZE). Vordere Reihe: Abraao Azevedo (BRA), Thomas Frischknecht (SUI), José Hermida (ESP), Enrico Franzoi (ITA).

Rückblick auf Etappe 6 vom Samstag, den 23.03.2013:

Fast hundert Kilometer und 3000 Höhenmeter von Wellington nach Stellenbosch forderten die Mountainbike-Profis. Es sollte ein sicheres Heimspiel für Christoph Sauser werden bei der Königsetappe des Absa Cape Epic. Mit seinem Teamkollegen, Olympiasieger Jaroslav Kulhavy, gewann er die sechste, nochmals harte Etappe, die über 99 Kilometer von Wellington nach Stellenbosch führt – die zweite Heimat des Schweizer Bike-Profis. Das führende Team Burry Stander-Songo vergrößerte damit am vorletzten Tag des „ungezähmten” Mountainbikerennens den Abstand zu ihren stärksten Konkurrenten Karl Platt/Urs Huber vom Team Bulls auf 6.21 Minuten in der Gesamtwertung.

Beim ersten großen Anstieg nach einer Stunde im Rennen waren die Favoriten in einer Leadergruppe unter sich. Sauser und Kulhavy hielten mit Team Cannondale Blend (Darren Lill/Charles Keey, Südafrika), dem Deutschen Meister Manuel Fumic und Olympia-Drittem Marco Fontana (Cannondale Factory Racing), dem Scott Factory Team mit Buys/Beukes (RSA), allen drei Bulls-Teams und Multivan Merida das Tempo hoch.

Zwanzig Minuten später sah die Sache schon anders aus: Die Luft und die Gruppe wurde dünner, nur noch Sauser und Kulhavy in ihren auffälligen gelben Leadertrikots, das Team Scott Factory und die Mitfavoriten Karl Platt und Urs Huber von Bulls waren vorne dabei. Cannondale Blend und Bulls 2 fielen 30 Sekunden zurück. Beim ersten Wasserpunkt hielten Bulls 2 und 3 gar nicht an, um aufschließen zu können. Vorne gab es einen harten Kampf zwischen Burry Stander-Songo und Bulls beim zweiten Anstieg des Tages.

Karl Platt, Team Bulls: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen, was wir hatten. Die Entscheidung fiel kurz nach dem zweiten Wasserpunkt. Es war nicht super schnell, aber wir hatten einen schwachen Moment, so ungefähr zehn Minuten lang. Dabei verloren wir rund zweieinhalb Minuten auf Susi und Jaro. Am Anfang ging es ganz schön zur Sache, da herrschte aggressive Stimmung, aber that’s racing, das ist einfach so bei einem Wettkampf. Wir haben ein gutes Rennen bisher hingelegt und werden morgen unser Bestes geben.” Thomas Dietzsch (FRA) und Tim Boehme (GER) kommen 5.27,4 Minuten nach den Siegern an und so sichert sich das zweite Bulls-Team einen Podiumsplatz vor den starken Südafrikanern Buys/Beukes (Scott Factory Racing).

Christoph Sauser konnte die Nr. 30 auf die Liste seiner Cape Epic-Etappensiege schreiben: „Das lief sehr gut für uns. Wir sind am längsten Anstieg weg gefahren, die Bulls haben attackiert, aber wir konnten Kontra geben. In der Abfahrt haben sie uns unter Druck gesetzt und wir mussten vorsichtig fahren, weil Karl und Urs zwei Teams zur Sicherheit hinter sich haben, wir sind allein. Da musst du doppelt aufpassen. So versuchten wir immer an den Anstiegen schneller zu sein, um bei den Downhills zwischen den Teams oder vorne zu sein. Das ist eines der engsten Cape Epics meiner Karriere. Morgen wird es nochmal sehr hart, aber wir starten im gelben Trikot und ich fahre morgen durch meinen eigenen Garten sozusagen, ich freue mich schon darauf.”

Der Abstand der Bulls in der Gesamtwertung beträgt vor der morgigen Schlussetappe (54 Kilometer/1550 Höhenmeter) nun 6.21 Minuten. „Leider ist der Zeitabstand noch etwas größer geworden, so dass es morgen bei der nicht so langen Etappe echt schwierig wird, den Gesamtsieg zu holen, falls nicht noch etwas Unvorhergesehenes passiert. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, wir sind mit drei Teams am Start, alle zeigen die ganze Woche extrem starke Leistung. Ich kann nur den Hut ziehen vor den Jungs, wie die sich helfen und die Top-Ergebnisse, die sie erzielen”, sagte dazu Bulls-Team-Manager Friedemann Schmude.

Die Länge und Härte des achttägigen Etappen-Wettbewerbs macht sich am vorletzten Tag bemerkbar. Selbst der Weltmeister von 2010, José Hermida und sein holländischer Partner Rudi van Houts (Multivan Merida) klagen über müde Beine: Platz 7. Der Cross-Country-Spezialist und Olympiateilnehmer Manuel Fumic fährt mit seinem italienischen Kollegen Marco Fontana ein ausgezeichnetes Rennen (Rang 8), kam heute aber ebenfalls ziemlich ausgelaugt an. „Heute war noch ein Tag mit vielen Höhenmetern und ein paar Fahrer wollten in der Gesamtwertung noch was rausholen. Einige haben gelitten und ich war einer davon. Mich hat der Tag heute richtig Körner gekostet, ich war wohl leicht über dem Anschlag. Marco hat mir sehr geholfen. In einer größeren Gruppe mit Hermida und van Houts waren wir dann zügig unterwegs, auf den letzten fünf Kilometern ist Multivan Merida leider davon gezogen. Alpe d’Huez ist jetzt Gottseidank vorbei, morgen ist es nur noch Champs Elysées,” so der Stuttgarter.

Die Österreicher René Haselbacher und Wolfgang Krenn (Team Asrin RH77) liefern eine konstante Leistung ab: Platz 12 in der 6. Etappe bedeutet den 13. Platz im Gesamtklassement. Wolfgang Krenn: „Mitten im Rennen, bei Kilometer 50 hatte ich einen richtigen Tiefpunkt, das kommt wohl immer vor beim Epic, aber der „Hasi” hat mir super geholfen, wir arbeiten gut zusammen und so kam ich wieder zurück zu einer guten Leistung. „Der Tiefpunkt von Wolfgang war im Flachen, so konnte er in meinem Windschatten fahren. Wir wechseln uns glücklicherweise ab mit den Tiefpunkten, das ist gut so. Wir fahren dafür als Team extrem konstant und holen ständig auf. Es ist schon erschreckend, wie kaputt manche Mountainbiker aussehen, die hier unterwegs sind. Dafür, dass ich im Straßensport Sprinter war, bin ich selbst überrascht, wie gut es jetzt an den Bergen und insgesamt bei dem harten Rennen läuft. Mir macht’s Spaß”, sagt René Haselbacher.

Die Zähne zusammen beißen musste der Deutsche Nico Pfitzenmaier, der mit Masters-Weltmeister Abraao Azevedo (BRA) die Telkom Business Masters-Wertung gewann und weiter anführt. Gleich zu Beginn nahm er eine unfreiwillige Bodenprobe und musste die restlichen Kilometer mit großflächigen Abschürfungen weiter fahren. „Ich war hinter Rudi van Houts, der einen Stein mit dem Hinterrad rammte und fast gestürzt war. Ich musste bremsen und habe mich ganz schön abgelegt. Zum Glück nur Schürfungen und Prellungen, ich habe sofort nach dem Bike geschaut, das war noch in Ordnung. Das ganze war schon bei Kilometer 5 im Rennen und so war es etwas hart. Aber morgen nochmal durchstehen, wir sind super happy, dass wir vorne sind”, so Pfitzenmaier.

Unverändert die Situation bei den Frauen, Mixed-Teams und den Grandmasters. Zwar gewannen erstmals die C-Bears Sara Mertens (BEL) und Laura Turpijn (NED) eine Etappe, doch die Favoriten Yolande Speedy (RSA) und Esther Williamson (GBR) kamen auf Platz 3 und haben immer noch einen Vorsprung von 2:12 Stunden vor den Gesamt-Zweiten Hanlie Boyens und Ischen Stopforth (Pragma Volcan Ladies).
Mixed wird dominiert von den Tagessiegern Ariane und Erik Kleinhans (RE:CM). Die Wertung Grand Masters führen nach erneutem Etappensieg Bärti Bucher (SUI) und Heinz Zoerweg (AUT) vom Team Songo.info an.

Die Maximalzeit für alle Fahrer betrugt zehn Stunden – und einige der Mountainbiker werden diese auch brauchen bei den fast hundert Kilometern und 2950 Höhenmetern. Der erste zehn Kilometer lange Anstieg entlang der Du-Toits-Schlucht verlief glücklicherweise nach einem kurzen Nieselregen eher kühl unter einem bewölkten Himmel. Bei der 35-Kilometer-Marke waren die Hälfte der Höhenmeter auf dem Tacho. Leider herrschte Gegenwind auf dem anschließenden Flachstück zu den Drakenstein-Bergen beim Weinort Franschhoek. Steile, gnadenlose Anstiege auf die Simonsberg-Kette im letzten Drittel der Etappe zogen nochmals Energie aus den angestrengten Beinen, ein sehr knackiger Schlussanstieg lagen vor der finalen Singletrack-Abfahrt ins Race Village in Stellenbosch.

Weitere Fahrerstimmen:


Tim Boehme, Bulls 2
„Für mich wars brutal heute, die Kräfte schwinden, ich habe mich über den ersten Berg gequält. Stefan (Sahm) und Simon (Stiebjahn) haben uns total geholfen im Flachen. Bei Kilometer 70 habe ich alle Gels gegessen die ich hatte, da gings mir so richtig schlecht.  Heute war es auch eher auf Sicherheit fahren, fürs Gesamtklassement, trotzdem schön, dass es auf dem 3. Platz geendet hat.”


Simon Stiebjahn, Bulls 3
„Ein super Rennverlauf für mich. Ich kann mit den Fahrern vorne mitgehen, ich werde jeden Tag stärker. Dass wir als 5. im Ziel ist unglaublich. Das war nicht abzusehen, gestern hatte ich ein wenig Rückenprobleme. Heute konnte ich richtig Druck machen am Berg, Stefan war schnell, super für uns die Platzierung.”


José Hermida, Multivan Merida
„Die Jungs wollen das große Preisgeld haben, das ist mal sicher, die gingen schon wieder ein hohes Tempo. Uns ging es beiden nicht so gut vom Magen her, wir fühlten uns schwach. Morgen ist die kürzeste Etappe, das überleben wir schon noch.”


Marco Fontana, Cannondale Factory Racing
„Das war schon wieder ein harter Tag. Wir kämpften am Anfang ein wenog, so haben wir Tempo rausgenommen, damit wir ankommen heute. Wenn wir uns erholen, können wir morgen vielleicht sogar auf einen Etappensieg gehen.”


Nino Schurter, Scott Swisspower
„Das war ein entspannter Tag. Wir haben es gemütlich genommen, eher als Trainingstag. Morgen wollen wir schon noch mal attackieren, mal schauen was noch geht.”


Mehr Informationen und alle Ergebnisse auf www.cape-epic.com

Themen: Cape EpicEtappenrennenMarathon


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