Brexit: Werden Bikes von der Insel nun teurer? Brexit: Werden Bikes von der Insel nun teurer? Brexit: Werden Bikes von der Insel nun teurer?

Brexit und die Folgen für Biker

Brexit: Werden Bikes von der Insel nun teurer?

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 2 Jahren

Die Briten haben der EU nun tatsächlich den Rücken gekehrt. Doch was bedeutet das für die Waren aus Großbritannien? Mögliche Folgen des Brexit sowie spannende UK-Bikes gibt es in BIKE 4/20.

Mit dem 31.1.2020 hat sich Großbritannien von der EU verabschiedet. Doch was bedeutet das für einen deutschen Kunden, der gerne ein Bike oder Komponenten aus dem Vereinigten Königreich kaufen will? Wir haben Hersteller befragt.

Der Komponenten- und Bike-Hersteller Hope Technology aus Barnoldswick ließ dazu folgendes Statement verlauten:

„Viele Händler haben gefragt wie es morgen nach Grossbritanniens Ausscheiden von der EU weitergehen soll. Wir befinden uns vom 31ten Januar bis zum 31ten Dezember in einer Übergangsphase, während sich die britische Regierung und die EU Mühe geben werden, eine Handelsvereinbarung zu schliessen. Das bedeutet, daß es keine Änderungen in der Verwaltung bzw Rechnungstellung bis mindestens Ende des Jahres gibt. Wir hoffen, daß es als Folge der Gespräche dieses Jahr nach dem 31ten Dezember so weiter laufen kann wie bis jetzt. Falls es irgendwelche Änderungen in der Abwicklung geben soll, werden wir alles tun, damit die Geschäftsbeziehung zu unseren Händlern auf dem Festland weiterhin unkompliziert bleibt.” (Pressemeldung Hope Technology)

Max Fuchs Das Carbon-Fully HB.130 ist die jüngste Spielwiese des britischen Herstellers Hope, der sonst hauptsächlich mit Scheibenbremsen und Antriebskomponenten sein Geld verdient.

Aktuell ändert sich bis zum 31. Dezember 2020 also gar nichts. Zudem gibt es die Option, die Übergangsphase noch um weitere zwei Jahre zu verlängern. Ob es danach auf einen „weichen” Brexit, also ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich hinauslaufen wird, bleibt fraglich.

Ein „harter” Brexit hingegen würde höhere Preise, längere Liefer- und Servicezeiten mit sich bringen. Daher planen einige größere UK-Firmen, die ohnehin nicht vor Ort produzieren, Lager auf dem Festland zu errichten, um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Starling Cycles Joe McEwan ist der Chef von Starling Cycles und bislang auch einziger Mitarbeiter. Mit seinen individuellen Stahlfullys trifft McEwan den Nerv vieler britischer Biker.

Kleinere Hersteller haben die Wahl in der Regel nicht. Zu ihnen zählt Joe McEwan. Mit seinen individuellen Stahlfullys der Marke Starling Cycles trifft er pro Jahr den Nerv von rund 120 Bikern, die bei ihm einen Rahmen ordern. Er findet den Brexit nicht gut, hofft aber, sich bei Export-Problemen in die EU mit Lieferungen in andere Märkte über Wasser halten zu können. Für uns EU-Bürger wären Brexit-Bikes wie seine dann nur noch schwer zu bekommen.

"Ich denke, dass die Brexit-Abschottung ein Schritt in die falsche Richtung ist. Aktuell verkaufe ich jeweils ein Drittel meiner Bikes in die USA, England und Europa. Dort überwiegend nach Deutschland und in die Schweiz. Sollte einer der Absatzmärkte Probleme bereiten, habe ich also noch andere Optionen, auf die ich mich fokussieren kann. Sollte das Pfund Sterling an Wert verlieren, kurbelt das erst einmal meine Exporte an." (Joe McEwan, Starling Cycles)

Neben den politischen Entwicklungen erfreut sich das Vereinigte Königreich aber traditionell einer euphorischen Bike-Szene mit vielen kleinen Custom-Schmieden. In BIKE 4/2020 haben wir drei Bikes von Starling-Cycles, Vitus und Nukeproof getestet. Auch eine Übersicht über weitere UK-Schmieden gibt es dort. Das Besondere: Die Mehrzahl der kleinen Marken setzt auf Stahl-Bikes und das am liebsten in Form eines Hardtails.


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