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Alban Lakata ab 2019 bei Team Bulls

Alban Lakata fährt 2019 an der Seite von Karl Platt

Ludwig Döhl am 01.01.2019

Der dreifache Marathon-Weltmeister Alban Lakata wechselt nach dem Aus des Canyon Factory Teams zum Team Bulls. Ein exklusives Interview über seine Ziele 2019.

Nach dem Aus der Marathon-Equipe von Canyon zum Jahresende 2018 hing Ex-Weltmeister Alban Lakata im luftleerem Raum. Nach 10 Jahren im Dienst von Canyon musste sich der Österreicher nochmal einen neuen Sponsor suchen. Kurz vor Weihnachten wurde nun bekannt, dass Lakata zum Team Bulls wechselt. Bei Etappenrennen wird der 39-jährige Ex-Weltmeister in Zukunft an der Seite von Karl Platt starten. 2019 liegt der Focus auf einem guten Ergebnis beim Cape Epic. 

Team Bulls 2019 Platt Lakata

Lakata/Platt: Diese Paarung dürfte ein heißer Sieganwärter bei einigen MTB-Etappenrennen im Jahr 2019 werden.

Im Exklusiv-Interview spricht Alban Lakata über konkrete Ziele und wie er sie erreichen will.

BIKE: Das Aus der Canyon-Marathon-Equipe kam überraschend. Hattest du danach mehrere Optionen für deine Zukunft?

Lakata: Es gab weitere Optionen. Aber nichts hätte so gut für mich gepasst wie der Wechsel zum Team Bulls. Die Idee dazu kam zwar erst während eines Etappenrennes in Kolumbien diesen August, dafür ging danach alles umso schneller. Für mich ist es perfekt, in ein derart starkes Team zu wechseln. Ich freue mich, mit Karl Platt 2019 beim Cape Epic zu starten und glaube, wir können erfolgreich sein. Ich bin froh, dass ich diese Chance bekomme, denn eins war für mich klar: Ich wollte mit dem Ende des Teams meine Karriere auf keinen Fall beenden.

Alban Lakata MTB-Weltmeister Marathon

Zehn Jahre war Alban Lakata auf Canyon-Bikes unterwegs. Jetzt wechselt er zum Team Bulls.

Mit 39 Jahren wäre das aber doch ein guter Zeitpunkt gewesen für ein Karriereende, oder?

Zu keinem Zeitpunkt habe ich daran gedacht, aufzuhören. Ich will mindestens noch drei Jahre Rennen fahren. Solange ich meine Leistung noch verbessern kann, höre ich nicht auf. Wenn ich meine Leistungswerte nach dem Training studiere, sehe ich, dass ich noch lange nicht ausgebrannt bin. Im Gegenteil, ich werde noch besser. Außerdem fehlt mir noch ein großer Erfolg in meinem Palmarès: Ich habe das Cape Epic noch nicht gewonnen.

Cape Epic 2018 dritte Etappe

Lakata war schon drei Mal Marathon-Weltmeister, das Cape Epic hat er aber noch nie gewonnen.

Du wirst nächstes Jahr mit Karl Platt beim Cape Epic starten. Schaut man auf die Ergebnisse der letzten zwei Jahre, warst du deutlich erfolgreicher. Kann die Paarung Lakata/Platt funktionieren?

Bei Eintagesrennen wie der Weltmeisterschaft war ich stärker, keine Frage. Das liegt mir einfach besser. Bei Etappenrennen sieht's wieder anders aus. Karl ist da nicht nur taktisch, sondern auch von der Leistung her unglaublich stark. Er hat das Cape Epic fünf Mal gewonnen, ich noch nie. Ich kann da von seiner Erfahrung profitieren. Witzigerweise fahren wir Rennen nach dem gleichen Rhythmus. Wir starten beide eher langsam und werden gegen Ende schneller. Das passt perfekt. Außerdem glaube ich, dass er mit meinem Wechsel zu Bulls nochmal extra Motivation bekommen hat. Ich glaube, die Paarung Lakata/Platt kann erfolgreich sein.

Nachdem Canyon bekannt gegeben hat, dass es für 2019 kein Marathon-Team mehr geben wird, ist es ruhig um dich geworden. Bei der Weltmeisterschaft bist du deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Wie sehr hat die Suche nach einem neuem Team deine Saison 2018 beeinflusst?

Extrem. Ich habe eine Familie und muss für deren Unterhalt sorgen. Der Druck, dass was passieren muss, lastete die ganze Saison auf meinen Schultern. Ich konnte mich nicht zu 100 Prozent auf mein Training und meine Wettkämpfe konzentrieren. Wenn du an der Weltspitze nur auf 95 Prozent deiner Kraft zurückgreifen kannst, kannst du nicht so erfolgreich fahren, wie ich das die letzten Jahre gemacht habe.

Kitzalp Marathon 2018

2018 war für Lakata nicht zufriedenstellend. Wegen der unklaren Situatoin für die kommende Saison konnte er sich nicht zu 100 Prozent auf das Rennenfahren konzentrieren.

Es ist sicher nicht leicht als Weltmeister in ein bestehendes Team zu kommen. Gibt es da gewisse Eitelkeiten?

Klar, ich bin dreifacher Weltmeister, aber damit will ich mich nicht ständig brüsten. Karl ist der Kapitän im Team Bulls. Ich will mir meine Stellung mit Diensten für das Team selbst erarbeiten. Eitelkeiten gibt es da weder von meiner, noch von einer anderen Seite. Bisher nehmen mich die Jungs herzlich in ihr Teamgefüge auf. Vor dem Cape Epic werden wir noch gemeinsam in Südafrika trainieren. Ich denke, spätestens dann sind wir eine gute Einheit.

Ja dann, viel Glück für die Saison 2019!

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Ludwig Döhl am 01.01.2019