Tumbleweed Prospector Tumbleweed Prospector

Tumbleweed Prospector: Touren-Fatbike mit normalem Q-Faktor

Breite Schlappen auf großer Tour

Adrian Kaether am 16.11.2016

Das Tumbleweed ist ein Bikepacking-Fatbike mit normalem Q-Faktor. Damit soll es der ideale Weltenbummler sein. Firmengründer Daniel Malloy trieb es zu Testzwecken sechs Wochen durch die Mongolei.

Wer ein Mountainbike kauft, der kauft in den meristen Fällen mehr als nur ein geschweißtes (oder aus Carbon gebackenes) Rahmenkonstrukt mit zwei Rädern und einem Bezug zum Offroaden. Denn für viele ist das Mountainbike auch ein kleines Stück Freiheit in unserer sonst so geregelten Welt. Das Mantra "Go anywhere, do anything" spielt spielt im Mountainbike-Sport seit seiner Erfindung eine zentrale Rolle – lange bevor Jeep den Spruch als Motto für eine Werbekampagne in Beschlag genommen hat.

Vor allem in Nordamerika erlebt die Kombination Freiheit und Mountainbike gerade eine große Renaissance. Bikepacking und Fatbikes sind ihre wichtigsten Trends. Doch obwohl Fatbikes den Ruf genießen, auch dort noch weiter zu kommen, wo das einfache Mountainbike an Grenzen stößt, hatten sie bisher immer große Probleme. Eines davon: Der Q-Faktor. Denn um die Monster-Schlappen in den Rahmen zu fügen, mussten die Kurbeln massiv verbreitert werden. Kein Trend, den die Knie des Fahrers besonders begrüßten. Und die überbreiten Fatbike-Naben finden sich nicht in den Ersatzteillagern durchschnittlicher Bike-Shops.

Tumbleweed Prospector: Ein Bike für eine Weltreise

Die Tumbleweed Bicycle Company stellt sich und ihr Bike vor.

Unter anderem diese Probleme hat die frisch gegründete amerikanische Bikeschmiede Tumbleweed jetzt gelöst. Das Tumbleweed Prospector basiert auf einem, für das Bikepacking optimierten Stahlrahmen, das bis zu 4 Zoll breiten Reifen (26 Zoll) im Rahmen Platz bietet. Dennoch können, wegen des 73-mm-Tretlagers, einfache Standard-Kurbeln verwendet werden. Da bedanken sich die Knie und außerdem ist es leichter, in abgelegenen Regionen die passenden Teile zu beschaffen.

Fotostrecke: Tumbleweed Details

Auch beim Rest des Rades wurde Wert auf möglichst gewöhnliche Komponenten mit großer Dauerhaltbarkeit gelegt. So kommen zum Beispiel trotz der fetten Reifen normale 135 Millimeter breite Naben zum Einsatz, vorne und hinten. Wer das Bike wirklich mit Fatbike-Reifen bestückt, kann es entweder als Singlespeeder fahren, oder die Rohloff Speedhub einsetzen, für die der Rahmen ursprünglich optimiert wurde. Eigens konstruierte Ausfallenden ermöglichen in diesem Fall das Spannen der Kette ohne die Geometrie des Rades zu verändern. Wem 4 Zoll breite Fatbike-Schlappen zu viel des Guten sind, der kann das Rad auch mit Plus-Reifen in 27,5 oder 29 Zoll bestücken. In diesem Fall kann man auch wieder normale Kettenschaltungen und auch Mehrfachkurbeln einsetzen.

Tumbleweed Härtetest: Sechs Wochen Mongolei

Seinem Namen soll das Tumbleweed (zu deutsch Steppenläufer (Pflanze)) damit alle Ehre machen. Denn Pflanzen dieser Art lassen ihre Samen vom Wind weitertragen und können sich damit auch in den unwirtlichsten Gegenden in Windeseile über tausende von Kilometern verbreiten. Um die Dauerhaltbarkeit seiner Bikes zu testen, hat Firmengründer Daniel Malloy die Prototypen gleich einem Härtetest der Extraklasse unterzogen. Sechs Wochen Bikepacking quer durch die Mongolei. Hier das preisgekrönte Video dazu.

Die preisgekrönte Langversion des Mongolei-Clips.

Hier geht’s zur Website von Tumbleweed. Die Rahmen sind ab 1300 Dollar erhältlich, Preise in Euro liegen uns zur Zeit noch nicht vor.

Adrian Kaether am 16.11.2016
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