Sea Otter Festival 2015: Neuheiten-Show in Kalifornien

Sea Otter Festival: Die ersten Neuheiten für 2016

  • Frank Jeniche
 • Publiziert vor 6 Jahren

Unter kalifornischer Sonne trifft sich jährlich die US-Bike-Szene beim Sea Otter Festival. Wir zeigen die ersten MTB-Neuheiten für 2016, schillernde Mountainbike-Typen und US-Raritäten.

Semi-Fat, Midfat, Plus-Formate: Unter diesen Bezeichnungen rollt die nächste Neuheiten-Welle für Mountainbiker an. Das Sea Otter Festival in Kalifornien überraschte mit einer großen Anzahl an serienreifen Dickerchen. Wir zeigen die spannendsten neuen Bikes und Teile, die wir aufspüren konnten:

Sea Otter Festival 2015: die spannendsten Neuheiten vom US-Festival

40 Bilder

Magura MT7 Raceline

Fette Karre – aber nicht nur das! Magura präsentiert ihre MT7 Raceline in limitierter Farbe – 2000 Stück wird es weltweit von diesem Schmuckstück geben. Die Bremswirkung übertrifft die der legendären Gustav M sogar noch, deshalb geht das Neon-Gelb auch voll in Ordnung. Die MT7 des aktuellen Modelljahrs besticht durch ihre High-Tech-Features – vom superleichten Bremsgriffkörper aus dem exklusiven Carbotecture SL-Material über die ergonomischen 2-Finger-Bremshebel mit einstellbarer Hebelweite und optionaler Druckpunkeinstellung bis hin zur geschmiedeten 4-Kolben Bremszange und den magnetischen Bremskolben für kinderleichten Belagwechsel. Sie bringt gerade mal 375 Gramm auf die Waage. Die Optik kommt dabei keineswegs zu kurz: Mit Bremszangen in neongelb und dem Laser-gravierten Raceline-Schriftzug am Bremsgriff signalisiert das limitierte MT7-Sondermodell – wie einst sein legendärer Vorgänger – schon von weitem, welche Bremse am Werk ist. Zudem hat Magura an der Hebelweiten-Verstellung gearbeitet: Ab der Eurobike 2015 gibt es die Magura-Bremsen MT6, MT7 und MT8 mit optimierter Ergonomie. Der Bremshebel lässt sich dann näher an den Lenker stellen. Das spart Kraft und ist für kleine Hände bestens geeignet.

Magura präsentiert ihre MT7 Raceline in limitierter Farbe – 2000 Stück wird es weltweit von diesem Schmuckstück geben.

DT Swiss ODL Race-Gabel & Plus-Laufräder

Die Laufradabteilung von DT Swiss zeigt erstmals Vorserien-Modelle einer neuen Plus-Felgengeneration. Die Felgen haben Maulweiten von 30 und 40 Millimeter, wiegen zwischen 540 und 580g und werden ab kommendem Sommer erhältlich sein.

Zusatz „Race“ steht bei der DT Swiss ODL-Gabel für die Carbon-Variante. Also genau die Gabel, die auch Nino Schurter über die Weltcup-Pisten dieser Welt jagt.

Die neue XC-Race-Gabel von DT Swiss macht schon allein optisch mächtig was her – und glänzt mit beeindruckenden technischen Daten. Hinter dem Kürzel ODL verbergen sich die drei Fahrmodi Open-Drive-Lock. Der Zusatz „Race“ steht für die Carbon-Variante, also genau die Gabel, die auch Nino Schurter über die Weltcup-Pisten dieser Welt jagt. Die Gabel wird es sowohl in zwei Federwegs-Varianten (100 und 120mm), als auch für zwei Laufradgrößen (27,5 und 29 Zoll) geben. Gewichtsmäßig spielt sie mit Gewichten zwischen 1460 und 1480 Gram inkl. Achse ganz oben mit. Preislich mit 1199 Euro natürlich auch.

Fat Chance Yo Eddy

Chris Chance ist vor allem älteren Biker-Semestern noch ein Begriff. Das „Yo Eddy“ ist bis heute eines der Kultbikes der 90er-Jahre. Chance zog sich allerdings recht bald aus dem Bike-Business zurück und verbrachte seine Zeit als Shiatsu-Schüler und später auch als –Lehrer. So ganz hat ihn aber der Virus nie verlassen – und so startet Chris Chance nach 15 Jahren Pause dort, wo er aufgehört hat – mit dem Yo Eddy als Bike-Bbauer. Nach wie vor aus Stahlrohren, nach wie vor „Handmade in USA“, nach wie vor mit individuell gezogenen Tru Temper-Rohren. Neu sind die Geometrien und die Laufradgrößen. So passen in die beiden heutigen Yo Eddy-Modelle entweder 27,5 Zoll-Laufräder oder gar 29er mit 12x142er-Hinterradachse. Auch der Sattelstützen-Durchmesser ist auf 30,9 mm gewachsen – und beide Bikes verfügen sogar über interne Kabelführungen für Teleskop-Sattelstützen. Geblieben sind auch die coolen Namen für die Farbgebungen. So gibt es beide Bikes entweder in „Grello“ oder in „Arrest Me Red“.

Foes Mutz

Als einer der Händler von der amerikanischen Ostküste auf Brent Foes zukam und ihn um ein „Snowbike“ bat, war die Idee eines eigenen Fatbikes geboren. Standesgemäß musste es natürlich ein Fully sein – und so entstand das Mutz. Mit einem variablen Federweg von 125-140 mm und jeder Menge Foes-Technologie wie dem Progressive Linkage-System und dem Monocoque-Oberrohr. Alles aus 6061er-Aluminium im Haus gefertigt. Der Rahmen wiegt inklusive Fox-Dämpfer adäquate 3,3 Kilo. Neben fünf Standard-Größen bietet Foes auch für das Mutz die Möglichkeit des Custom-Rahmenbaus nach eigenen Maßangaben an. Wer also eine Wartezeit von 6-8 Wochen in Kauf nehmen möchte, wird mit seinem persönlichen Maßrahmen in Wunschfarbe belohnt – auch mit Fatbikes muss man auf solche Individualität also nicht verzichten.

Das Foes Mutz ist ein Fatbike-Fully mit variablem Federweg von 125-140 Millimeter.

Lezyne GPS-Computer

Zwei Jahre Entwicklungszeit sind bei Lezyne verstrichen bis die Tool-Spezialisten mit ihrer neuen GPS-Computer-Range auf den Markt kamen. Mit dem MiniGPS stellen sie einen der kompaktesten GPS-Bikecomputer der Welt. Alle drei Modelle „Mini", „Power" und „Super" sind im typischen Lezyne-Stil gehalten – leicht, einfach zu bedienen und schön anzuschauen. Die gesammelten Fahrdaten können per MicroUSB-Port auf den Computer übertragen werden und stehen so für Uploads zu Strava etc. zur Verfügung. Die „PowerGPS"-Variante verfügt über eine zusätzliche Bluetooth Smart-Schnittstelle. Wer zusätzlich noch ANT+ benötigt, greift zur „SuperGPS" Lösung.

Der Super GPS von Lezyne ist ein kompakter GPS-Computer mit jeder Menge Schnittstellen zu Apps und Smartphone.

Manitou Magnum

Mit der neuen Magnum bedient Manitou den kommenden Plus-Trend mit einer hochwertigen Federgabel. Die Magnum ist in einigen Varianten bereits lieferbar und genießt das Vertrauen von über zehn der größten Bike-Marken. Manitou legt Wert darauf, dass sowohl die 27,5 Zoll- als auch die 29 Zoll-Variante als echte Plus-Gabeln entwickelt wurden und nicht einfach nur 29er-Gabeln mit mehr Platz sind. So nehmen beide Gabelgrößen Reifen bis zu einer Breite von 3,4 Zoll auf und haben eine auf den Einsatzbereich zugeschnittene Geometrie, was Nachlauf und Bauhöhen angeht. Selbstverständlich wurde auch das Federungs- und Dämpfungsverhalten auf die Kombination mit 3,4 Zoll-Reifen optimiert. Die 110 mm breite QR15 Hexlock-Achse gehört genauso zur Ausstattung wie der breite Reverse Arch und die Hollow-Crown. Die Luftfederung leiht sich die Magnum aus der großen Schwester Dorado und auch sonst ist alles am Start was die Manitou-Suspension-Entwicklung zu bieten hat. Von den Einstellmöglichkeiten bieten High- und Lowspeed-Druckstufe sowie ein einstellbares Bottom-Out und selbstverständlich eine voll justierbare Zugstufe jede Menge Möglichkeiten.

Marin Pine Mountain

Seit nunmehr 30 Jahren kommen Mountainbikes von Marin aus dem gleichnamigen Gebiet in Nord-Kalifornien. Was im Jahre 1986 mit dem Madrone Trail begann und über so bekannte Klassiker wie das Team Marin (1990), das Nail Trail Alu-MTB (1996) und die Quake-Fullyserie (ab 1998) zu den aktuellen Carbon-Trailbikes führt, mündet anlässlich des runden Geburtstages im Retro-Style Bike Pine Mountain 1. Das Stahlbike mit schönen Details kommt allerdings nur auf den ersten Blick „retro" daher. Moderne 27,5 Zoll-Laufräder werden mit 2,95er-Reifen bestückt und so rollt das Pine Mountain 1 recht modern durchs Gelände. Zwar ist im aktuellen Bike eine Starrgabel verbaut, die Geometrie des passenden Stahlrahmens ist allerdings auch für den Einsatz von Federgabeln ausgelegt. Wer es haben möchte, muss bis zur nächsten Eurobike warten.

Das Marin Pine Mountain 1 im Retro-Look: Mit schönen Details kommt das Stahl-Bike allerdings nur auf den ersten Blick „retro" daher. Moderne 27,5 Zoll-Laufräder werden mit 2,95er-Reifen bestückt.

Race Face Atlas & Aeffect

Ganz frisch ist die neue Atlas-Kurbel von Race Face auf dem Seaotter Festival zu bestaunen. Mit austauschbarer Achse und wechselbarer Kettenblattaufnahme kommt die Atlas-Reihe wahlweise ganz schön farbig daher. Auf der technischen Habenseite stehen eine 15 % höhere Steifigkeit bei einem Gewichtsverlust von 40 Gramm im Vergleich zur Vorgängerkurbel.

Farbige Race Face Atlas-Kurbeln: Die Kurbel-Sets sind 15 Prozent steifer und 40 Gramm leichter als die Vorgänger-Version.

Die ebenfalls neuen Aeffect-Laufräder teilen sich Nabe und Speichen mit den bekannten Turbine-Rundlingen, warten aber mit einer steiferen und weiteren Felge auf. Eine Innenweite von 23 mm macht den Unterschied. Die Aeffect-Laufräder von Race Face sind ab August sowohl als 27,5er als auch als 29 Zoll-Variante erhältlich.

Schwalbe 27+

Rocket Ron und Nobby Nic mit dem Plus: Reifen-Hersteller Schwalbe stellt mit dem Rocket Ron und dem Nobby Nic gleich zwei Modelle in der 27+-Version vor. Neben den angesagten Breiten 2,8 und 3,0 Zoll und auf die breiten Aufstandsflächen angepassten Profil-Versionen gibt es beide Reifen als Evo- und Performance-Variante. Zusätzlich kann man beim Nobby Nic zwischen PaceStar oder TrailStar-Gummimischung wählen. Beim Rocket Ron hat man dagegen die Wahl zwischen LiteSkin oder SnakeSkin-Karkasse. Beide Reifen werden ab August in Deutschland zu haben sein.

Reifen-Hersteller Schwalbe stellt mit dem Rocket Ron und dem Nobby Nic gleich zwei Modelle in der 27+-Version vor.

Specialized Fuse & Ruze

Bei Specialized halten mit dem Fuse und dem Ruze gleich zwei neue 6-Fattie-Bikes Einzug in die Produktpalette. 6 Fatties nutzen 27,5 Zoll-Laufräder und setzen dabei auf die neuen 27,5 x 3,0 Zoll-Reifen aus dem eigenen Hause. Die in die eigene Firmensprache übersetzten „Boost-Bikes“ warten mit breiten 110/148 mm-Einbaubreiten, sowie flachem 68 Grad-Lenkwinkel auf. Von der Gesamt-Auslegung her stellt sich das Fuze der männlichen Biker-Gemeinde zur Verfügung, während das Ruze die Damen bedient. Gemeinsam ist beiden Bikes die neue Command Vario-Sattelstütze mit interner Anlenkung, die Auslegung auf 1-fach Schaltgruppen sowie das neue Diamond-Kettenstreben-Design auf der Antriebsseite. Durch diesen cleveren Schachzug haben sowohl Reifen als auch Kettenblatt genügend Platz und so kann die Gesamtlänge der Kettenstreben mit 430 mm recht kurz gehalten werden. Ein agiles und stabiles Fahrverhalten ist die Folge. In allen drei Fuze-Versionen arbeiten Federgabeln mit 120 Millimeter Hub, beim Ruze liefert die Front 100 mm Federweg.

Mit dem Specialized Fuse hält auch bei der Ami-Schmiede das 27,5 Plus-Format Einzug. Zudem kommt das Hardtail mit der neuen Command Vario-Teleskopstütze.

Trek Stache, Farley & Fuel EX JR

Das komplett überarbeitete Stache ist in der Lage, Laufräder mit einer Reifengröße bis zu 29 x 3,0 Zoll aufzunehmen, selbst wenn sie auf breiten 50 mm-Felgen montiert sind. Durch die Stranglehold-Ausfallenden sind auch 27,5+ und herkömmliche 29er-Laufräder kein Problem. Das Stache soll mit seinen großen Laufrädern die Brücke zwischen dem Komfort eines Fullies und der Unverwüstlichkeit eines Hardtails schlagen. Um bei solch riesigen Laufrädern die Kettenstrebenlänge in Grenzen zu halten, bedient man sich bei Trek eines alten Konzepts – der „Elevated Midstay". Dank dieser „höhergelegten" Kettenstrebe kann das Hinterrad ohne Platzprobleme direkt an das Sattelrohr anschließen. Dank der 15 Millimeter Spielraum am Ausfallende sind so Kettenstrebenlängen zwischen 405 und 420 mm möglich. Auch Singlespeed-Liebhaber können bedient werden. Als Antriebsstrang funktionieren alle Einfach-Systeme. Das Stache wird sowohl als Komplettbike-Flotte als auch als Rahmenkit angeboten. Vom ersten Fahrgefühl her ist Trek mit dem Stache ein trailiges, „fettes" Hardtail gelungen.

Das Trek Farley nimmt mit seinem extrabreiten Hinterbau selbst 5 Zoll-Fatbike-Reifen auf, genauso wie die neuen 27,5 x 4 Zoll-Schlappen.

Das Farley geht als Carbon-Model der Plus-Kategorie ins Rennen. Der extrabreite Hinterbau nimmt selbst 5 Zoll-Fatbike-Reifen auf, genauso wie die neuen 27,5 x 4 Zoll-Schlappen. Dabei bleibt die Kettenlinie dank des neuen PF121-Innenlagers unverändert. Leichte Carbon-Starrgabeln (zwischen 550 g und 600 g, je nach Gabelschaft) und ein Rahmengewicht von lediglich 1300 Gramm versprechen ein recht leichtes Fatbike-Vergnügen. Dazu tragen im Top-Modell Farley 9.8 auch die neuen Carbon-Laufräder namens „Wampa“ mit ihrem Tubless-kompatiblen Profil bei. Je nach bevorzugtem Einsatzgebiet kann der Farley-Eigner zwischen 26 x 5" oder 27,5 x 4"-Laufrädern wählen – passen tun sie beide. Neben einer Komplettbike-Palette bietet Trek auch ein Rahmenset an.

Das neue Trek Stache kann Laufräder mit einer Reifengröße bis zu 29 x 3,0 Zoll aufzunehmen, selbst wenn sie auf breiten 50 mm-Felgen montiert sind.

Trek macht sich Gedanken um die Biker von morgen. Ausgehend von der Tatsache, dass Kids gerne ihren Eltern nacheifern und es im Sport- und Outdoor-Markt zahlreiche Beispiele für kindgerechte „Kopien" von Erwachsenen-Sportgeräten gibt, hat man das Fuel EX JR auf die Räder gestellt. Hält man das Erwachsenen-Fuel und das EX JR „nebeneinander" fallen sofort die Design-Parallelen auf. Aber nicht nur das. Das EX JR wurde für Kids zwischen 1,34 und 1,68 Meter Körpergröße entwickelt – und verfügt über die gleiche Technologie wie sein erwachsener Bruder. Genau wie beim Erwachsenen-Modell setzt Trek ABP, Full Floater, das EVO-Link, sein E2 tapered-Steuerrohr und einen Alpha Platinum-Aluminiumrahmen ein. Die in Zusammenarbeit mit X-Fusion auf die geringeren Fahrergewichte optimierten Federungselemente machen das EX Junior mit seinen 90 Millimeter Federweg zu einem ernstzunehmenden Bikes für alle Kids, die es gemeinsam mit ihren Eltern mal ordentlich krachen lassen. Kürzere 160 mm-Kurbeln und eine angepasste 32/26-Kurbel,sowie eine angepasste Kassette mit 11-36-Zähnen sind genauso kindgerecht wie das Gewicht von 12,7 Kilo. Die 26 Zoll-Laufräder lassen das Fuel EX JR aussehen wie den kleineren Bruder des 29er-Fuel von Papa.

WTB Riddler

Brandneu kommt der Riddler 2.4 auf´s Seaotter Classic. Benannt nach Nathan Rittle, dem WTB-Factory-Racer und Erfinder dieses schnell rollenden Reifen mit Semi-Profil in der Reifenmitte und aggressiven Schulterstollen für guten Kurvenhalt. Rittle erkannte diese Lücke im WTB-Reifenprogramm und besprach seine Ideen mit den WTB-Ingenieuren kurzerhand während eines Renn-Wochenendes. Der Rest ist Geschichte – und WTB um einen Reifen reicher.

Shimano Deore XT


Shimano stellt seine neue XT-Gruppe erstmals auf dem Seaottter Classic vor. Die Gruppe mit der Bezeichnung M8000 verpackt die bisher nur in der XTR eingesetzten 11-fach-Technologien in 1x11, 2x11 und 3x11 Antriebsstränge. Je nach Einsatzzweck kann sich der Biker „seine” optimale XT-Konfiguration zusammen stellen. Mit der neuen 11-fach-Kassette (11-42 Zähne) und verschiedenen 2fach- und 3fach-Kurbelsätzen bleiben nur wenig Wünsche offen. Im Zuge der Erweiterung von 10fach auf 11fach wurde jedes Teil der XT-Gruppe erneuert, auf den jeweiligen Einsatzzweck hin optimiert und abgestimmt. Selbst die Pedale und Laufradsätze erfuhren eine umfassende Überarbeitung und wurden sowohl leichter als auch breiter. Unter dem edlen Grau der neuen XT-Gruppe verbirgt sich eine umfassende Weiterentwicklung.

Die neue XT-Gruppe von Shimano konnte man beim Sea Otter Festival erstmals näher betrachten.

SRAM GX

Die GX-Schaltgruppe von SRAM wurde zwar bereits wenige Tage vor dem Sea Otter gezeigt, gehört aber mit zu den Neuheiten des US-Festivals. Mit der neuen GX-Gruppe will SRAM seine 11x-Antriebe einem breiteren Publikum zugänglich machen. Die neue SRAM GX wird es deshalb nicht nur in einer 1x11-Version geben, sondern auch in einer 2x11-Version. Auch einen 2x10-Ableger wird es geben, der preislich die bisherigen X9- und X7-Schaltungen ersetzen wird.

Mit der GX-Gruppe bringt SRAM eine preisgünstige Elffach-Schaltung, die es auch als Zweifach-Variante gibt.

Fox 34 27,5+

Bei Fox tut sich ne Menge für die kommende Saison. Alle Gabeln erfahren massive Aufwertungen. So werden in allen Gabeln Fit4-Dämfpungskartuschen verbaut, ein offenes Ölbad wird es auch in den Performance-Gabeln nicht mehr geben. Alle 32er, 34er und 40er Gabeln erhalten das schon aus der 36 bekannte System mit einer Negativ-Luftkammer anstatt der bisher verbauten Stahlfeder. Dadurch wird auch ein neues System zur Volumenbegrenzung der Hauptluftkammer nötig. Ab sofort übernehmen werkzeuglos montierbare Volume-Spacer aus Kunststoff die Arbeit des bisher verwendeten Öls. Insgesamt werden die Gabeln noch performanter und gleichzeitig ca. 200 Gramm leichter. Die 36 bekommt neben der neuen Fit4-Kartusche auch Zuwachs durch eine Version mit einer QR-15 Achsoption für den engagierten Allmountain-Biker, der auf die 160 mm Federweg nicht verzichten will, aber auf einen schnelleren und unkomplizierten Ausbau des Vorderrades Wert legt.

Ganz neu im Fox-Gabelprogramm wird die 27,5+- Version der 34 sein. Damit sieht sich Fox für den neuen Boost-Trend gewappnet. Mit einer Einbaubreite von 110 mm und einer QR15-Achse liefert diese Version der 34 satte 140 mm Federweg und arbeitet selbstverständlich auch mit der neuen Fit4-Kartusche

Ganz neu im Fox-Gabelprogramm wird die 27,5+-Version der 34 sein. Damit sieht sich Fox für den neuen Boost-Trend gewappnet. Mit einer Einbaubreite von 110 mm und einer QR15-Achse liefert diese Version der 34 satte 140 mm Federweg und arbeitet mit der neuen Fit4-Kartusche. Das neue Chassis fasst Reifen bis zu einer Breite von 3,25". Bereits die standardmäßige 29er-Version der 34 kann es mit breiteren Reifen, entweder bis zu einem Durchmesser von 2,8" bei 27,5 Zoll-Laufrädern oder bis zu 2,4" bei 29er-Laufrädern aufnehmen. Die 27,5er-Version der 34 bleibt selbstverständlich weiterhin im Programm.

Fox Float DPS

Auch bei den Dämpfern geht Fox neue Wege. CTD ist tot – es lebe DPS! Dieses Double Piston System unterscheidet beim Float DPS weiterhin drei Fahrmodi „open-medium-firm“, allerdings finden ab sofort alle fahrerspezifischen Einstellungen im komplett offenen Modus statt. Die extragroße EVOL -Luftkammer sorgt in Verbindung mit dem neuen Zweikolben-System für sensibleres Ansprechverhalten bei gleichzeitig perfekter Dämpfungskontrolle. Neu ist die wirkliche Lockout-Funktion, die gerade XC-Racer, Marathonisti und Bergziegen freuen dürfe.

CTD ist tot – es lebe DPS! Dieses Double Piston System unterscheidet beim Float DPS-Dämpfer weiterhin drei Fahrmodi „open-medium-firm“, allerdings finden ab sofort alle fahrerspezifischen Einstellungen im komplett offenen Modus statt.

Fox Float X2

Für die „großen Jungs“ hat Fox den neuen Float X2 entwickelt. Anders als herkömmliche Dämpfer arbeitet dieser Bursche sowohl beim Ein- als auch beim Ausfedern als Pump-Dämpfer – eine ausgeklügelte 2-Kammer-Lösung macht´s möglich. Damit wandert die bereits im Offroad-Race-Pickup Ford Raptor verwendete Spitzentechnologie ins Bike. High- und Lowspeed-Druckstufenverstellung und völlig entkoppelte Zugstufenjustierung sind so möglich. Selbstverständlich gibt es neben der Luft- auch eine Stahlfeder-Version. Dabei setzt Fox eine SLS-Feder ein, die aus einem sehr leichten Stahl besteht und sogar gegenüber Titanfedern Gewichtsvorteile haben soll.

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