Rocky Mountain Slayer: abfahrtslastiger als je zuvor Rocky Mountain Slayer: abfahrtslastiger als je zuvor Rocky Mountain Slayer: abfahrtslastiger als je zuvor

Rocky Mountain Slayer 2020

Rocky Mountain Slayer: abfahrtslastiger als je zuvor

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 2 Jahren

Rocky Mountain stellt das Slayer für 2020 neu auf und positioniert das Enduro-Bike so abfahrtslastig wie nie zuvor. Mehr Federweg, zwei Laufradoptionen und Stahlfederdämpfer sprechen für sich.

Hersteller Das Slayer 70 kostet 6500 Euro und bietet in der gezeigten Version mit 27,5-Zoll-Laufrädern 180 Millimeter Federweg an Gabel und Hinterbau. Es besitzt ein Rock-Shox-Fahrwerk sowie Shimano-XT-Bremsen.

Das Rocky Mountain Slayer kann bereits auf eine lange Historie zurückblicken und hat die Freeride-Bewegung von Anfang an mitgestaltet. Mit der neuesten Version des Slayer präsentiert die Marke aus Vancouver zugleich die abfahrtslastigste, die es bis dato gab. Das 2020er-Bike wird es in zwei Ausführungen geben. Mit 27,5-Zoll-Laufrädern und satten 180 Millimeter Federweg an Front und Heck und mit 29-Zöllern, bei dem das Fahrwerk 170 Millimeter bereit stellt. Beide Ausführungen kommen serienmäßig mit einem Stahlfederdämpfer. Ein linearer Luftdämpfer mit großem Volumen soll aber ebenfalls mit der Kinematik des Hinterbaus harmonieren.

Dennis Stratmann „Stahlfeder only“ lautet die Devise bei den neuen Slayer-Modellen für 2020. Der Hinterbau soll aber auch mit großvolumigen Luftdämpfern gefahren werden können. Die Ride4-Verstellung ermöglicht eine Anpassung der Geometrie und des Federungsverhaltens.

Die Eckdaten zum Rocky Mountain Slayer 2020:

  • zwei komplett verschiedene Auführungen: 27,5 und 29 Zoll
  • 180 mm Federweg 27,5"; 170 mm Federweg 29"
  • drei Carbon/Alu-Modelle und zwei Alu-Modelle
  • Preise: 3500 bis 8600 Euro
  • Gewicht: 16,8 bis 15,4 kg
  • Rahmengewicht: 4,2 kg mit Stahlfederdämpfer
  • Lenkwinkel 63,8 bis 64,8 Grad (29 Zoll)
  • Reach 469 bis 478 mm (Größe L)
  • Kettenstrebenlänge 431 bis 441 mm (29 Zoll)

Dennis Stratmann Die eigene Kettenführung hält die Kette am Platz. Die dicke Gummierung der Kettenstreben minimiert Geräusche.

Bei den Eckdaten verspricht Rocky, dass man mit dem Bike aggressiver schredden kann, als je zuvor. Wir konnten das Slayer bereits in der Topversion (Slayer 90) mit 29-Zoll-Laufrädern für 8600 Euro im Bikepark Sölden ausgiebig fahren. Stahlfeder und Maxxis Double Down-Reifen bringen trotz Carbon-Hauptrahmen ordentlich was auf die Waage. Mit 15,4 Kilo in Größe L ist das Slayer kein Leichtgewicht. Die Aluvariante für 4200 Euro soll sogar 16,8 Kilo wiegen. Daher haben wir es bevorzugt, die Gondel zu nutzen und nur kürzere Abschnitte aus eigener Kraft zu erklettern.

Dennis Stratmann Wir konnten das Rocky Mountain Slayer 90 mit 29-Zoll-Laufrädern bereits ausgiebig auf der Präsentation in Sölden fahren. 

Erster Fahreindruck zum neuen Slayer

Auf den Bikepark-Strecken glänzt das Slayer mit absoluter Souveränität. Der Hinterbau liegt extrem satt, klebt förmlich am Boden und generiert besten Grip. In Kombination mit den großen Laufrädern  und der flachen Geometrie (Lenkwinkel 63,8-64,8 Grad) gibt es kaum eine Passage, die das Slayer überfordern könnte. Der reduzierte Antisquat-Wert des Hinterbaus sorgt zwar für ein aktives Fahrwerk, schaukelt aber im Wiegetritt spürbar. Hier hilft die effektive Plattform. Leider konnten wir die 27,5er-Version nicht im direkten Vergleich fahren. Durch die kleineren Laufräder und die zwölf Millimeter kürzeren Kettenstreben sollte sich diese Slayer-Variante aber um einiges handlicher fahren, auch wenn uns das 29er für ein Bike mit diesem Federweg nicht wirklich sperrig vorkam.

Dennis Stratmann Auch die Carbon-Modelle besitzen zumindest immer einen Alu-Hinterbau. Die schlanke Verbindungsstrebe zwischen den Sitzstreben sorgt für eine Reifenfreiheit von 29 x 2,6 Zoll.

Fazit

Das neue Slayer ist eine echte Wuchtbrumme und perfekt für den Einsatz im Park und auf anspruchsvollen Kursen. Durch das hohe Gewicht und die kompromisslose Abfahrtsgeometrie ist der Einsatzbereich aber auch viel spitzer geworden. Damit ist das Bike der Enduro-Kategorie eigentlich entwachsen und richtet sich mehr an Freerider, die es bergauf gemütlich angehen wollen.

Hersteller Das Slayer 90 ist das Topmodell in der Produktpalette und sowohl in 27,5 als auch 29 Zoll erhältlich. Es kommt mit einem Fox-X2-Stahlfederdämpfer, Shimano-XTR-Bremsen und Maxxis-Double-Down-Reifen. Das 8600 teure Bike soll 15,4 Kilo wiegen.

Themen: EnduroFreeriderNeuheiten 2020Rocky MountainSlayerStahlfederSuper-Enduro

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