Yeti SB115 Yeti SB115

Neuheiten 2021: Yeti SB 115

Neues Trailbike: Yeti SB 115

Tobias Brehler am 03.07.2020

Yeti spendiert seinem Touren-Fully SB 100 mehr Federweg und eine stärkere Bremse. Heraus kommt das etwas potentere SB 115. Das Gewicht des Bikes bleibt (fast) gleich.

Leichte Trailbikes sind in aller Munde: leicht und spritzig genug für lange Touren und bergab wandern die Mundwinkel nach oben. Auch anspruchsvollere Trails sind kein Problem, vorausgesetzt die Fahrtechnik stimmt. In BIKE 7/20 haben wir acht solcher leichten Touren-Fullys getestet und waren besonders vom geringen Gewicht dieser Trailraketen begeistert.

Yeti SB115

Noch potenter bergab als das SB 100: das neue SB 115 von Yeti.

Das Yeti SB 100 erreichte ein stabiles Testurteil: „Sehr gut“ lautete das Resultat nach etlichen Trail-Kilometern und Prüfstandsstunden. Das abfahrtsorientierteste Bike im Test musste aber auch Kritik einstecken: Die schwachbrüstige Zweikolbenbremse schwächelte und Yetis Alleinstellungsmerkmal – der Switch-Infinity-Link im Hinterbau – konnte bei dem geringen Federweg (100 Millimeter angegeben, 111 von uns gemessen) sein volles Potenzial nicht entfalten.

Jetzt legt Yeti nach: Das brandneue SB 115 hat den gleichen Hauptrahmen und eine ähnliche Ausstattung. Das Gewicht dürfte also dem des SB 100 ähneln. Wie der Name erahnen lässt, soll das neue Bike 115 Millimeter Federweg im Heck haben. Realisiert wird das durch mehr Hub am Dämpfer und einen neuen Umlenkhebel. Sie denken jetzt wahrscheinlich: Was? Vier Millimeter mehr Federweg? Glaubt man den Amerikanern, stellt der Hinterbau ungefähr 15 Millimeter mehr Federweg zur Verfügung als bisher, also ungefähr 130 Millimeter. Extrapoliert man unseren Messwert mit dem längeren Dämpferhub, landet man ebenfalls bei ungefähr 130 Millimetern Federweg. Das sind aber nur Mutmaßungen! Klarheit schafft erst unser Prüfstand.

Yeti SB115

Das Topmodell T2 schaltet mit der Sram Eagle und bremst mit der G2 RSC-Bremse. Sowohl beim T1 als auch T2 kann gegen Aufpreis auf DT Swiss-Carbonlaufräder upgegraded werden.

Das SB 100 T2 Turq im Test wog 12,2 Kilogramm ohne Pedale. Das SB 115 T2 Turq dürfte etwas schwerer sein, denn hier kommt eine kräftige Vierkolbenbremse zum Einsatz. Außerdem haben alle SB 115-Modelle eine 130er-Gabel. Das bedeutet, dass keine Fox Step-Cast-Gabel mehr verbaut werden kann – gut 100 Gramm Mehrgewicht sind fällig.

Unterm Strich dürfte die Rechnung des SB 115 aufgehen: Nur minimal schwerer, aber deutlich potenter als das SB 100. Besonders die größere Bremse wird positiv auf dem Trail auffallen, aber auch das Plus an Federweg sollte die Mundwinkel in der Abfahrt noch weiter nach oben ziehen. Ein richtig leichtes, leichtfüßiges Touren-Fully bekommt man allerdings nicht, denn das SB 100 war das schwerste Bike im Test.

Yeti SB 115: Modelle und Preise

Yeti SB115

Den Einstieg markiert das SB 115 C1. Der günstigere Rahmen wiegt ungefähr 200 Gramm mehr als die hochwertigeren Turq-Rahmen.

Drei Modelle sowie ein Rahmenset stehen zur Wahl. Den Einstieg markiert das SB 115 C1 für 5590 Euro. Der hier verbaute C-Series-Rahmen ist etwas günstiger als der Turq-Rahmen der anderen Modelle. Die Schläge dämpft ein Fox Performance-Fahrwerk, die Gänge wechselt die Shimano SLX-Schaltung. Die beiden Modelle T1 und T2 haben beide den Turq-Rahmen und ein Fox Factory-Fahrwerk. Beim 7490 Euro teuren T1 wechselt Shimanos XT die 12 Gänge, beim 7890 Euro teuren T2 die Sram Eagle.

Yeti SB115

Das Yeti SB 115 kommt mit Fox Factory-Fahrwerk und kompletter XT-Schaltung sowie einer XT-Bremse.

Alle Bikes gibt's von S bis XL und in den Farben blanco, anthrazit und türkis. Das Rahmenset kostet 3590 Euro. Bei geschickter Komponentenwahl dürfte ein Gesamtbike um die elf Kilo locker drin sein. Auf die Rahmen gewährt Yeti lebenslange Garantie.

Tobias Brehler am 03.07.2020
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