Neuheiten 2018: Felt Doctrine

Doctrine: neues Race-Hardtail von Felt

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Mit dem Doctrine präsentiert Felt den Nachfolger seines in die Jahre gekommenen Race-Hardtails Nine. Mit 860 Gramm Rahmengewicht spielt das FRD-Top-Modell ab sofort wieder in der ersten Liga.

860 Gramm soll der Carbon-Rahmen des Top-Modells Doctrine FRD wiegen. Die Rahmen der anderen fünf Modelle liegen bei 1000 Gramm. Zwölf Prozent steifer soll das neue Chassis noch dazu sein, was vor allem Felts Worldcup-Racer Nicola Rohrbach und den WM-Dritten Thomas Litscher freuen wird. Die Eingriffe in die Geometrie fallen einschneidend aus: Der Lenkwinkel ist um zwei Grad flacher (69 Grad), die Kettenstreben sind um zehn Millimeter kürzer. Auch der Reach wurde im Vergleich zum Nine nochmals neun Millimeter länger. Das macht das Handling des Hardtails souveräner bei Highspeed und einfacher in technischen Passagen. Durch die breiten Anbindungen mittels Boost-Standard und BB92-Tretlager ist dieser Bereich sehr steif, und die Reifenfreiheit am Hinterbau fällt großzügig aus: So passen ins Doctrine bis zu 2,35 Zoll breite 29er-Reifen, und man muss keine Angst haben, dass bei schlammigen Bedingungen Ketten- oder Sitzstreben leiden. Trotz dünner 27,2er-Carbon-Sattelstütze hält sich der Sitzkomfort in Grenzen. Sechs Doctrine-Modelle zwischen 1700 und 4500 Euro werden ab Januar 2018 beim Händler stehen, drei davon mit Zweifach-Kurbeln.

Mit dem Doctrine präsentiert Felt den Nachfolger des Nine-Hardtails. Das war übringens auch bei unserem ersten 29er-Test von Hardtails im Jahr 2010 mit von der Partie und schrammte damals nur knapp am Testsieg vorbei.

Die hintere Bremse sitzt per Flat-Mount-Aufnahme auf der Kettenstrebe und soll das Schrauben mit Mini-Tool erleichtern.

Die Geometrie des neuen Felt Doctrine im Überblick.

Durch das breite BB92-Tretlager und die Boost-Achsen schafft Felt Platz für bis zu 2,35 Zoll breite 29er-Reifen.

Selbst mit 2,35 Zoll breiten Reifen soll man am Hinterbau noch sechs Millimeter Luft zu Sitz- und Kettenstreben haben.

Die minimalistische Kettenführung verbaut Felt bei allen Doctrine-Modellen mit Einfach-Antrieb serienmäßig.

Sitzknoten und Sitzstreben fallen beim Doctrine deutlich massiver aus als bei manen Konkurrenz-Hardtails.

Wir konnten das neue Felt Doctrine 1, das 4500 Euro kostet, bereits am Gardasee fahren. Einen ausführlichen Testbericht mit allen Messwerten gibt's in BIKE 2/18 – ab Anfang Januar am Kiosk.

Mehr Infos zu allen Modellen des Doctrine gibt's auf der Felt-Website .

Felts neues Alu-Hardtail Dispatch

Auch ihre Alu-Hardtails hat Felt für das Modelljahr 2018 komplett umgekrempelt. Die Aluminium-Bikes hören nun auf den Namen Dispatch , wobei zwei komplett parallele Linien mit identischer Ausstattung geben wird: Dispatch 9 mit 29-Zoll-Laufrädern und das Dispatch 7 in 27,5 Zoll. Das teuerste Bike ist das Dispatch 9/30 bzw. 7/30 für 1300 Euro, das mit Rock Shox Recon RL-Gabel, einem Shimano XT/SLX-Mix und den Shimano M365-Bremsen ausgestattet ist. Darunter kommen je vier weitere Modelle bis 600 Euro – in beiden Laufradgrößen.

Das Dispatch 9/30 markiert die Spitze der Alu-Hardtails von Felt und liegt bei 1300 Euro.

Schlagwörter: Felt Hardtail Neuheiten 2018 Nine Race-Hardtail


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