Neuheiten 2017: Stevens Jura Carbon & Whaka Carbon

Stevens setzt bei Whaka und Jura Carbon-Modelle drauf

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das neue Jura Carbon hatte uns Stevens bereits beim BIKE-Festival in Riva gezeigt. Doch für 2017 wird auch das All Mountain Whaka mit drei Carbon-Modellen die Stevens-Palette ergänzen.

Vom neuen Stevens Jura Carbon hatten wir bereits beim BIKE-Festival in Riva berichtet. Nun stehen die Modelle des 29-Zoll-Fullys für 2017 fest. Vom sportlichen All Mountain (120 mm Federweg) der Hamburger wird es vier Modelle geben, allen voran das Jura Carbon Team mit Shimano XTR Di2 (22 Gänge), Fox Factory-Fahrwerk mit Doppel-Loukout-Hebel und DT Swiss XR1501-Laufrädern. Satte 7000 Euro soll das 11,0 Kilo leichte Stevens-Fully kosten. Der Rahmen wiegt 2020 Gramm ohne Federbein und Steckachse. Ein Modell drunter das Jura Carbon ES, das es einmal mit der neuen Shimano XT Di2 (5000 Euro) und einmal mit mechanischer XT-Schaltung (4300 Euro) geben wird.

Das Jura Carbon ES Di2 wartet mit einem weiteren Highlight des Modelljahres 2017 auf – der elektronischen Shimano XT Di2-Schaltgruppe. Auch hier lassen sich per Syncro-Shift alle Gänge mit einem Hebel durchschalten. Der Akku für die Stellmotoren von Schaltwerk und Umwerfer ist im Sitzrohr vorm Tretlager platziert und mit drei Innensechskant-Schrauben einfach zu öffnen. Die XT Di2-Version kostet 5000 Euro, die ES-Version mit mechanischer XT 4300 Euro.

Spannend ist vor allem das grün-orange-schwarze Jura Carbon, in dem der Hinterbau aus Aluminium ist. Mit Rock Shock Reba RL, einem Shimano XT/SLX-Mix (22 Gänge) und Shimano M615-Bremsen bekommt man das 120 mm-Fully mit solider Ausstattung für 3000 Euro. Neu für 2017: nur noch in Rahmengröße 16 Zoll wird es das Bike in 27,5 Zoll geben, 18, 20 und 22 Zoll rollen auf 29-Zoll-Laufrädern.

Der neue Doppel-Lockout-Hebel von Fox sperrt Gabel und Dämpfer mit einem Daumenklick.

Der Viergelenk-Hinterbau des Jura Carbon offeriert 120 Millimeter Hub. Da sich an der Kinematik im Vergleich zum Alu-Modell nichts geändert hat, dürfte der Hub auf sportlichen Touren gut nutzbar sein.

2020 Gramm wieger der neue Carbonrahmen des Jura in Rahmengröße 18 Zoll.

Seine Renntauglichkeit hat das Jura Carbon bereits im finalen Härtetest vor Serienfertigung bewiesen. Beim Lesotho Sky Race im Oktober 2015 gewann Stevens-Ingenieur Frank Ziemann auf dem Prototypen die offene Wertung.

Von Startposition 100 aus fuhr Christian Pfäffle auf seinem neuen Jura Carbon Team auf Rang 15 vor und wurde damit bestplatzierter Deutscher. Bereits in der Einführungsrunde hatte er an die 50 Plätze gut gemacht. Laut Pfäffle hat das Bike „mit den 120 mm echt gut gepasst" auf dem Kurs in Nove Mesto.

Stevens Whaka Carbon Max

Auch die Whaka-Palette, die bisher aus dem Whaka in Alu, einer 29er-Variante und der Plus-Version bestand, wird in der nächsten Saison durch eine Carbon-Variante ergänzt. Dafür laufen die 29-Zoll-Whakas 2017 aus. Das kantig-wuchtige Kohlefaser-Chassis des 150 mm-Fullys soll 1982 Gramm wiegen. Insgesamt kommt das Topmodell (Whaka Carbon Max) auf sportliche 11,5 Kilo – trotz 160er-Fox-Gabel. Mit den 160 Millimetern Federweg der Fox 34 Factory-Gabel und der 1x11-fach Shimano XTR Di2 bildet das Carbon-Bike eine Brücke zum Enduro-Bereich. Es ist allerdings das einzige der drei Whaka Carbon-Modelle mit 160 mm, in den anderen beiden steckt eine Fox 34 Performance mit 150 Millimetern Hub. Genauso viel kann man auch aus dem Hinterbau kitzeln, der beim Whaka Carbon für 3300 Euro aus Aluminium besteht.

Die Topversion des neuen Stevens Whaka Carbon schlägt mit einer 160er-Gabel die Brücke zum Enduro.

Die 6000 Euro teure Max-Version kommt serienmäßig mit E13-Kettenführung.

Im vergangenen Jahr verbaute Stevens noch Variostützen mit 100 mm Hub, für 2017 sind es durchweg welche mit 125 Millimeter Absenkung.

Massiver Auftritt: Das neue Kohlefaser-Chassis des Whaka Carbon bringt 1982 Gramm auf die Waage.

Die Carbonmodelle warten mit einer leicht veränderten Geometrie auf: Sie erhalten ein etwas höheres Tretlager für mehr Bodenfreiheit, einen mit 66,5 Grad etwas flacheren Lenkwinkel für noch mehr Kontrolle bergab und ein etwas längeres Oberrohr für eine sportlichere Fahrweise vor allem bergauf. Die 430 Millimeter kurzen Kettenstreben sollen den Stevens Whakas ein hohes Maße an Wendigkeit im Trail mitgeben.

Die Rahmen des Whaka Carbon haben aktuelle technische Details wie Boost 148/110-Achsen und die elegante interne Zugverlegung mit den variablen Abdeckkappen der Alu-Modelle geerbt. Ob nun Einfach-Kettenblatt oder mit Umwerfer, mit oder ohne absenkbarer Sattelstütze – die Inserts lassen jedem Fahrer die freie Wahl bei der Ausstattung.

Das Whaka Carbon ES wiegt es in Rahmengröße 18 Zoll 13,05 Kilogramm, kostet 4500 Euro und kommt mit Shimano XT (22 Gänge), DT M1700-Laufrädern und 125 mm langer Lev Integra-Stütze.

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