Jealous: neue Race-Feile von Radon Jealous: neue Race-Feile von Radon Jealous: neue Race-Feile von Radon

Neuheiten 2017: Radon Jealous

Jealous: neue Race-Feile von Radon

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das Race-Hardtail Black Sin von Radon mischte zwar bis zuletzt die Testgruppen auf, doch für 2017 entwickelte der Versender eine komplett neue Rennfeile: das Jealous.

Hersteller Laut Radon soll der Rahmen des neuen Jealous nur 890 Gramm auf die Waage bringen.

Aufgrund der Fülle neuer Standards wie etwa Boost, Einfach-Antriebe oder elektronischen Schaltungen entschied sich Radon dafür, ein komplett neues Hardtail zu entwerfen. Da laut Radon im Cross Country ein Hardtail am meisten Vorteile bietet, wurde die Geometrie des Jealous an die sehr anspruchsvollen Worldcup-Kurse angepasst.

Im Vergleich zum Black Sin ist der neue Rahmen des Jealous mit 890 Gramm (Rahmenhöhe 16 Zoll) um 130 Gramm leichter. Darunter soll weder die Sicherheit noch die Haltbarkeit leiden. Denn gleichzeitig verstärkten die Entwickler sowohl den Steuerrohr-Bereich als auch das Tretlager. Zudem wuchs der Hinterbau in die Breite, um der Boost-Nabe Platz zu schaffen. So soll der STW-Wert (stiffness-to-weight) um 34 Prozent gestiegen sein. Außerdem platzierte Radon den Bremssattel auf der Kettenstrebe, die deutlich stabiler als die Sitzstrebe ist. Diese Maßnahmen ermöglichten ein dünneres Oberrohr und filigranere Sitzstreben, wodurch mehr Komfort generiert werden soll.

Sebastian Doerk Black Beauty: das neue Radon Jealous wird es in der kommenden Saison mit Specialized Epic oder Scott Scale aufnehmen.

Hersteller Die massive Tretlagereinheit soll die Steifigkeit deutlich erhöhen.

Wie beschrieben passte Radon die Geometrie an die Anforderungen im Worldcup an. So senkten die Entwickler den Lenkwinkel auf 69,6 Grad für mehr Sicherheit ab und kürzten gleichzeitig die Kettenstreben auf 432,5 Millimeter, damit sich das Jealous präzise durch Rockgardens und um enge Kurven zirkeln lässt. Außerdem kommt das Jealous mit kürzerem Steuerrohr, damit trotz 100-Millimeter-Federgabel die Front nicht zu hoch wird.

Um einen Kompromiss zwischen Optik und Usability zu finden, ist der Schaltzug für das Schaltwerk komplett im Rahmen verlegt, wobei sich die Bremsleitung außen ans Oberrohr und die Kettenstrebe schmiegt. Wahlweise findet auch eine elektronische Schaltung im Rahmen Platz. Außerdem kann durch ein Loch im Sitzrohr, welches sich oberhalb des Tretlagers befindet, die Leitung für eine Vario-Stütze gezogen werden.

Sebastian Doerk Die Bremsleitung verläuft außen, die Schaltzüge innen im Rahmen.

Modelle & Verfügbarkeiten

Radon bietet das Jealous ab Dezember 2016 in sieben verschiedenen Versionen von 1999 bis 4999 Euro. Die zwei Topmodelle – das 9.0 SL und das 10.0 SL – richten sich mit ihren Einfach-Antrieben an Vollblut-Racer. Die Modelle 6.0 bis 9.0 verfügen über ein etwas günstigeres Carbon-Layup, was zwar das Gewicht erhöht, aber auch den Preis senkt. Zudem ist der günstigere Rahmen Umwerfer-kompatibel. Die Ausstattung dürfte bei allen Modellen Versender-typisch hochwertig ausfallen. Alle Modelle sind in vier Größen erhältlich.

Hersteller Elisabeth Brandau hat auf dem Radon Jealous ihr bisher bestes Worldcup-Ergebnis eingefahren.

Sebastian Doerk Mit Hardtails werden immer technischere Rennkurse und Trails gefahren, das verlangt nach einer passenden Geometrie.

Themen: 201729er racebikes29 ZollBlack SinCarbonHardtailJealousNeuheiten 2017Race-HardtailRadon


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