Neuheiten 2017: Orbea Oiz

WM-Bike: Orbea bringt neues Race-Fully Oiz

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das Oiz hat Orbea 2005 eingeführt. Auf dem Race-Fully holte Catharine Pendrel zwei Weltmeistertitel. Pünktlich zur WM 2016 schicken die Spanier ein neues Oiz ins Rennen.

Katherina Nash legte beim Staffelrennen eine phänomenale Runde hin und sicherte Tschechien damit die Silbermedaille bei der Heim-WM in Nove Mesto. Was die wenigsten wissen: die ehemalige Langläuferin war auf einem neuen Bike unterwegs: dem Orbea Oiz . Die Spanier haben das neue Race-Fully pünktlich zur WM fertiggestellt und geben ihm den Slogan „zum Siegen geboren“ mit. Damit gibt das Bike den Weg für Catherine Pendrel und das Luna Pro Team vor.

Katherina Nash auf dem neuen Orbea Oiz bei der WM-Staffel in Nove Mesto. Hier wechselt sie gerade auf Schlussfahrer Jaroslav Kulhavy.

Beim neuen Oiz werden die Prepreg-Matten aus vorimprägnierten Kohlefasern mit Lasern zugeschnitten, um den Überschuss zu minimieren. Dadurch spart Orbea Material ein, was sich beim Gewicht positiv bemerkbar macht. Beim Oiz-Carbonrahmen wird also nur so viel Carbon wie nötig verwendet. „UFO“ nennt Orbea das Hinterbau-Design, bei dem das Gelenk zwischen Ketten- und Sitzstrebe wegfällt. Bei vielen modernen Race-Fullys wird es auch so gemacht, da der Flex über das Carbon-Layup ausreicht, Gewicht gespart wird und diese Lösung wartungsfreundlicher ist.

So sieht der Monocoque Carbonrahmen des Oiz von innen aus. Dadurch, dass die Kohlefaser-Matten vorher mit Lasern genau zugeschnitten werden, ist kein überschüssiges Carbon im Rahmen.

Wie bei fast allen neuen Mountainbikes, die für 2017 anrollen, setzt auch Orbea auf Boost. Dank der erhöhten Steifigkeit des durchgehenden 12 mm-Achssystems soll sich das Oiz präziser und reaktionsfreudiger steuern lassen. Der Boost-148-Standard steht für eine erhöhte Hinterachsenlänge von 148 mm, wodurch die Kurbel um 3 mm nach außen wandert. Drei Millimeter klingt vielleicht nicht nach viel, aber er reicht aus, damit die Kettenstreben relativ kurz (425 in 27,5 Zoll/440 mm bei 29 Zoll) ausfallen können und zudem Reifen bis 2,4 Zoll gefahren werden können.

95 Millimeter straffen Federweg stellt der Hinterbau zur Verfügung – perfekt für Rennfahrer in technischem Gelände.

Für 2017er-Bikes fast schon Standard: Naben im Boost-Standard und hinten mit 148 mm Breite.

95 mm Federweg stehen beim Oiz am Heck zur Verfügung, vorne stecken Federgabeln mit 100 mm Hub. Das Übersetzungsverhältnis nimmt auf den ersten drei Vierteln des Federwegs zu und wechselt dann zu einem degressiven Verhältnis, um bei großen Schlägen den vollen Federweg auszunutzen. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell kommen beim neuen Oiz Boost-Technologie, eine komplett innenverlegte Kabelführung, eine Direct Mount-Umwerferaufnahme und die Aufnahme von Teleskop-Sattelstützen mit integrierter Kabelführung hinzu.

Sechs Modelle des Oiz von 3000 bis 7500 Euro bietet Orbea bereits auf seiner Website an, d.h. die Bikes sind bereits ab sofort erhältlich.

Die Geometrie des neuen Orbea Oiz in der Übersicht: die Rahmengrößen S und M wird es in 27,5 Zoll geben, M-L mit 29-Zoll-Laufrädern.

UFO: Hinter diesem Kürzel steckt nichts anderes, als dass am Hinterbau ein Gelenk eingespart wurde. Die Aufgabe übernehmen die flexenden Sitzstreben.

Das neue Orbea Oiz M30: Für 3600 Euro bekommt man eine mechanische Shimano XT (22 Gänge), ein Fox Performance-Fahrwerk und DT Swiss X1900 Spline-Laufräder.

Themen: Eurobike 2016Neuheiten 2017OizOrbeaRace-Fully


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