Neuheiten 2017: Cube-Mountainbikes

Cube Stereo und Hardtails mit neuer Ausstattung

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Cube betreibt Modellpflege bei den Fully-Modellen Stereo sowie allen Hardtails und bleibt auch 2017 seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis treu. Hier die wichtigsten MTB-Neuheiten von Cube.

Der bayerische Fahrradhersteller  Cube ist als Einzelhandels-Marke für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Auch 2017 wendet man sich von diesem Kurs nicht ab. Um Fahrräder weiterhin günstig anbieten zu können, haben die Bayern in eine moderne, noch effizientere Produktionsanlage zur Endmontage von Rädern im oberpfälzischen Waldershof investiert. Bike verschaffte sich Einblick in die Produktionsstätte und die 2017er Produktpalette des Fahrradriesen. Wer sich 2017 für ein Cube-Bike interessiert, findet hier außerdem zahlreiche Informationen aus vergangenen Produkttests.

So werden Cube-Bikes montiert

In der zweistöckigen Produktionsstraße werden die in Fernost produzierten Rahmen mit entsprechenden Komponenten zum Komplett-Bike zusammengefügt. Im unteren Stockwerk des Fließbands findet die Vormontage statt, im ersten Stock werden Züge und Schaltung an Einzel-Arbeitsplätzen montiert. Die Laufradmontage ist separat vorgeschaltet.

In der zweistöckigen Produktionsstraße (im Firmensitz Waldershof/Bayern) werden alle Cube-Räder montiert. Im Vordergrund ist die Laufradfertigung zu sehen.

In der Montagestraße werden sowohl Rennräder als auch E-Bikes, Trekking-Räder und Mountainbikes zusammengeschraubt.

Das Cube Limited (LTD)

Die Limited-Hardtails stellen den Einstieg ins sportliche Mountainbiken dar und grenzen sich zu den günstigeren Aim-, Analog- und Acid-Bikes vor allem durch eine deutlich hochwertigere Ausstattung ab. Alle Limited Modelle verfügen über hydraulische Scheibenbremsen, Luft-Federgabeln und eine 2x11-Shimano-XT-Schaltung. Der Rahmen blieb zum Vorjahr unverändert. Bei unserem  Vergleichstest von Einsteiger-Hardtails in BIKE 3/16 glänzte es im Vergleich zur Konkurrenz mit einer besseren Ausstattung, hatte aber mit 2205 Gramm in Größe 19 Zoll (L) den schwersten Rahmen unter den zehn Testbikes. Die Komplett-Bikes wiegen ca. 12,5 Kilo ohne Pedale. Es gibt drei Modelle für 1499, 1299 und 1099 Euro, die alle auf großen 29er-Laufrädern rollen.

Beim Hardtail Cube Limited bleibt der Rahmen im Vergleich zum Modell 2016 unverändert. Insgesamt gibt es drei Version der Aluminium-Hardtails mit jeweils einer Farboption. Hier das Cube LTD Race in Rot.

Für 1299 Euro bekommt man das Cube LTD Race mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung.

Der Aluminium-Rahmen des Cube LTD hat noch keine Steckachsen, das Hinterrad wird von einem herkömmlichen Schnellspanner gehalten.

Cube Reaction GTC

Das Reaction GTC von Cube ermöglicht den günstigen Einstieg bei den Carbon-Hardtails. Das abgebildete günstigste Modell ist wegen des teureren aber auch hochwertigeren Carbon-Rahmens jedoch etwas schlechter ausgestattet als das beste Limited-Modell. Der Preis bleibt mit 1499 Euro gleich. Vorteil: Steckachsen an Hinter- und Vorderrad erhöhen die Steifigkeit. Bei unserem letzten Test des Reaction GTC in BIKE 8/15 wurde die sportliche Sitzposition und das laufruhige und präzise Handling des Carbon-Racers hervorgehoben. Neben dem günstigen Einstiegsmodell gibt es drei weitere, bis zu 2999 Euro teure, Modelle. Highlight ist das Race One mit der elektronischen Shimano XT Di2.

Das Cube Reaction GTC ist der Dauerbrenner bei den Hardtails. Das gezeigte Modell ist mit 1499 Euro der Einstieg in die Carbon-Klasse. Vier weitere Modelle sind verfügbar.

Ein Highlight der 2017er-Produktpalette: Das Cube Reaction Race One mit Carbon-Rahmen und Shimano XT Di2 für 2500 Euro.

Das Reaction Race One kommt mit nur einem Schalthebel aus, der Umwerfer an der Kurbel wird über die Di2-Syncroshift-Funktion automatisch angesteuert.

Auch die meisten Hardtails rüstet Cube 2017 mit einem 2x11-Antrieb von Shimnao aus. Hier die XT-Di2-Schalteinheit des Reaction Race One.

Bei allen Carbon-Rahmen setzt Cube auf eine 142x12-mm-Steckachse.

Cube Elite C:68 und C:62

Auch der Cube-Elite-Rahmen bleibt für 2017 unverändert. Mit einem Gewicht von 989 Gramm (Rahmengröße 19 Zoll,  gemessen im BIKE-Testlabor)  ist der C:68-Rahmen in 19 Zoll weiterhin konkurrenzfähig. Im Vergleichstest von zwölf Carbon-Hardtails in BIKE 1/15 räumte das Cube Elite sogar den BIKE-Tipp in puncto Handling ab. Das Kürzel C:68 markiert die Rahmen mit hochwertigerem Carbon und einem Faseranteil von 68 %. C:62-Rahmen sind etwas günstiger und schwerer, da der Faseranteil auf 62 % schwindet und der Harzanteil zunimmt. Die Geometrie bleibt gleich. Vier Ausstattungsvarianten sind erhältlich: SLT, SL, Race und Pro mit jeweils den C:68- bzw. den C:62-Carbon-Fasern. Die Topmodelle setzen auf einen Einfachantrieb von Sram, die günstigeren Elite-Modelle schalten mit 2x11 Gängen. Die Preise liegen zwischen 2699 Euro und 6499 Euro.

Das Cube Elite Carbon-Hardtail bleibt weiterhin das Topmodell. Neben der hier gezeigten SLT-Version für 6499 Euro gibt es noch fünf günstigere Modelle.

Cube AMS 100 C:68

Das AMS 100 ist die einzige Neuentwicklung die Cube 2017 im Mountainbike-Bereich präsentiert. Alle Infos zum Carbon-Racefully finden Sie in diesem separaten  Artikel hier

Das Topmodell des AMS 100: 5999 Euro kostet das neue Racefully von Cube und soll laut Hersteller gerade mal 8,9 Kilo auf die Waage bringen.

Cube Stereo 120 HPC und HPA

Das Stereo 120 ist der Tourenklassiker. Die Modelle rollen in den Rahmengrößen 16"/S, 18"/M und 20"/L auf 27,5-Zoll-Laufrädern. Die Größen 19"/M, 21"/L und 23"/XL haben größere 29er-Laufräder. Die günstigen HPA-Modelle sind mit Aluminium-Rahmen ausgestattet, die hochwertigeren HPC-Bikes verfügen über einen Carbon-Hauptrahmen gepaart mit einem Aluminium-Hinterbau. In unserem  Test in BIKE 2/16 wurden vor allem die guten Klettereigenschaften betont. Insgesamt wird es fünf Modelle geben, die Preise reichen von 1499 Euro für das Aluminium-Einsteiger-Bike bis zu 3399 Euro für das Cube Stereo 120 HPC SL mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung und Fox-Kashima-Fahrwerk.

Den Tourenklassiker Cube Stereo 120 gibt es nur mit 29er-Laufrädern und Aluminium-Hinterbau. Ab 2399 Euro bekommt der Kunde aber einen Carbon-Hauptrahmen. Zwei günstigere Modelle ab 1499 Euro sind komplett aus Alu.

Beim Stereo 120 setzt Cube aufgrund der größeren Übersetzungsbandbreite ausschließlich auf 2x11-Antriebe von Shimano. Hier die Zweifach-XT-Kurbel des Stereo 120 HPC SL.

Für mehr Fahrspaß in der Abfahrt verbaut Cube bei den Carbon-Modellen des Stereo 120 eine hauseigene Teleskopstütze.

Cube Stereo 140 29 und 27,5

In der Federwegsklasse um 140 Millimeter stellt Cube den Kunden weiterhin vor die Wahl der Laufradgöße. Es gibt 27,5er-Bikes in Alu oder Carbon mit 150-mm-Federgabeln und eine 29er-Varariante, die allerdings nur in Carbon und mit 140 Millimetern Federweg an Front und Heck. Fahrer mit der Vorliebe für verspielte Trail-Abfahrten sollten zu den kleineren Laufrädern greifen. Die 29er-Bikes bieten etwas mehr Sicherheit und Vorteile beim Überrollen von Hindernissen im Gelände, sind dafür aber schwerer, was sich auch im Anstieg und beim Komplettgewicht des Bikes bemerkbar macht. Das Cube Stereo 140 HPA mit 27,5 Zoll räumte bei unserem letzten Vergleichstest unter zehn weiteren All Mountains in BIKE 5/16 den BIKE-Tipp für die beste Fachhandelsmarke ab. Die Ausstattung war 2016 genau wie 2017 bereits abfahrtsorientiert. Wer sich für das All Mountain in 27,5 Zoll entscheidet, muss zwischen 2299 Euro und 5999 Euro hinlegen. Die 29er sind wegen des Carbon-Rahmens tendenziell teurer.

Der Rahmen des Cube Stereo 140 27,5 bleibt sowohl in der Aluminium- (HPA) als auch in der Carbon-Version (C:68/62) unverändert. Insgesamt werden 2017 drei Alu- und drei Carbon-Modelle zwischen 2299 und 5999 Euro erhältlich sein. Im Bild das Cube Stereo 140 HP SL 27,5 für 2999 Euro.

Die günstigeren Modelle kommen mit tourentauglichen Zweifach-Übersetzungen, das gezeigte Stereo 140 HPA SL hat eine 1x11-Sram-Schaltung mit Raceface-Kurbel. 

Im 140er Cube Stereo 2017 sorgen Schwalbes Fat-Albert-Reifen, ein breiter Lenker und ein kurzer Vorbau für Sicherheit, Kontrolle und Fahrspaß in der Abfahrt. 

Neben dem Stereo 140 mit 27,5 Zoll Laufrädern hat Cube auch weiterhin eine 29-Zoll-Version im Programm. Das Stereo 140 29 gibt es in drei Modellvarianten zwischen 2799 und 5999 Euro ausschließlich mit Carbon-Rahmen.

Cube Stereo 160 C:68, C:62 und HPA

Enduro fahren liegt voll im Trend, Cube hält auch 2017 weiterhin zahlreiche Aluminum- und Carbon-Bikes für die Jünger der Abfahrt bereit. Die Modelle liegen zwischen 5999 und 2399 Euro. Top: Selbst das günstigste Bike verfügt bereits über eine Teleskopstütze. In unserem Enduro-Test für die Ausgabe BIKE 8/16 konnten wir das Cube Stereo C:68 Action Team von 2016 fahren. Bergab sorgten die 170 Millimeter Federweg an der Gabel und die hohe Front für viel Sicherheit. Wer eine sportlichere Position auf dem Bike wünscht, sollte allerdings den Lenker mit teilweise bis zu 35 Millimeter Rize gegen einen flacheren tauschen. Die Geometrie bleibt 2017 unverändert und das Action-Team-Modell weiterhin das Topmodell der Enduro-Gattung von Cube.

Das Enduro-Modell Cube Stereo 160 gibt es auch 2017 weiterhin als Aluminium- oder Carbon-Variante. Die Action-Team-Version kostet 5999 Euro. Das günstigste Enduro liegt bei 2399 Euro. Dazwischen liegen vier weitere Modelle.

Schlagwörter: Cube Elite Eurobike 2016 Neuheiten 2017 Stereo


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