Cannondale Trigger bekommt 2017 kleinere Laufräder Cannondale Trigger bekommt 2017 kleinere Laufräder Cannondale Trigger bekommt 2017 kleinere Laufräder

Neuheiten 2017: Cannondale Trigger

Cannondale Trigger bekommt 2017 kleinere Laufräder

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 5 Jahren

Cannondale verabschiedet sich mit dem neuen Trigger nicht nur vom DYAD-Hinterbau mit Pull-Shock Dämpfer, sondern auch von den großen 29er-Laufrädern. Cannondales All Mountain-Bike geht eigene Wege.

Neben dem neuem Jekyll zeigt Cannondale für 2017 auch ein neues Trigger. Bei der Neuauflage des Triggers verzichten die US-Amerikaner auf die großen 29er-Laufräder und setzen auf das Mittelmaß 27,5 Zoll. Mit 150 Millimeter Federweg, breiten 2,5er Maxxis-Reifen und moderner Geometrie wird das neue Trigger etwas abfahrtslastiger als sein Vorgänger sein. Die Unterschiede zum großen Bruder Jekyll fallen nur minimal aus.

Was ist neu am Trigger 2017?

Mit 150 Millimeter Federweg an der Gabel und 145 Millimeter Federweg am Heck präsentieren die Amerikaner ein klassisches All Mountain-Mountainbike. Der Hauptrahmen ist einen Zentimeter kürzer als der des Jekyll und fällt mit 459 Millimeter Reach in Größe L normal aus. Die extrem kurzen Kettenstreben (420 Millimeter) und der 66 Grad flache Lenkwinkel entsprechen dem aktuellem Geomtrie-Trend. Möglich werden derart kurze Kettenstreben durch den asymmetrischen Hinterbau. Cannondale nutzt den Boost-Standard geschickt und verlagert den Antriebsstarng drei Millimeter weiter nach rechts als üblich. So bleibt genügend Platz für breite Reifen – trotz der kurzen Kettenstreben. Das Hinterrad wird dafür – wie bei Bikes von Liteville-, dem FSI- und den Scalpel-Bikes – außermittig zentriert. Eingebaut im asymmetrischen Hinterbau läuft das Hinterrad in der Flucht zum Vorderrad.

Hersteller Kein Pull-Shock-Dämpfer mehr und kleinere 27,5 Zoll-Laufräder. Das neue Cannondale Trigger hat mit seinem Vorgänger wenig gemein.

Hersteller Jeder Trigger-Rahmen bietet Platz für eine große Trinkflasche.

Das Topmodell Trigger 1 kann nur mit einem Kettenblatt gefahren werden, alle anderen Cannondale Trigger haben einen Aluminium- statt Carbon-Hinterbau und können dank E-Type-Aufnahme wahlweise auch mit Zweifach-Antrieben bestückt werden. Alle Modelle verfügen über eine ISCG-Aufnahme für Kettenführungen und sind für elektronische Di2-Schaltungen von Shimano vorbereitet.

Hersteller Der asymmetrische Hinterbau ist 148 Millimeter breit und heißt bei Cannondale Ai-Integration. 

Der Carbonrahmen des Topmodells wiegt laut Cannondale 2200 Gramm in Größe M (ohne Dämpfer). Bei der Konstruktion des Trigger haben die Ingenieure vor allem auf Langlebigkeit und Steifigkeit geachtet. Das Trigger 1 soll ohne Pedale und mit Schlauchlos-Reifen 12,3 Kilo auf die Waage bringen. Angesichts des großen Float X-Dämpfers und der breiten 2,5er Maxxis-Reifen ein guter Wert. Cannondale-Fans werden die hauseigene Leftty-Gabel vermissen. Denn alle Trigger-Bikes kommen serienmäßig mit der Fox-34-Forke. Die Lefty kommt vorerst nur noch bei Bikes mit weniger Federweg zum Einsatz.

Das neue Gemini-System

Wie beim Jekyll verabscheidet man sich auch beim Trigger vom alten DYAD Pull-Shock-Dämpfer und geht aber dennoch weiterhin eigene Wege. In exklusiver Zusammenarbeit mit Fox entstand das neue Gemini-System zur Federwegsverstellung. Über einen Hebel am Lenker lässt sich das Luftvolumen am Dämpfer um 20 Prozent verkleinern. Dadurch schrumpft der Federweg am Heck von 145 Millimeter im Flow-Modus auf 115 Millimeter Federweg im Hussle-Modus. Durch die verkleinerte Luftkammer wird der Hinterbau spürbar progressiver, der Negativfederweg (Sag) verringert sich um etwa fünf Millimeter, was die ganze Geometrie beeinflusst. Das Tretlager wird um zwölf Millimeter angehoben und der Lenkwinkel wird minimal steiler. Der Dämpfer bleibt jedoch vollkommen aktiv. Mit seiner strafferen Charakteristik eignet sich der Hussle-Modus für kuppierte Trail-Stücke oder für Uphills. Zusätzlich zu den zwei unterschiedlichen Fahrmodi kann mit einem Hebel am Dämpfer noch die gewohnte Fox CTD-Plattform verstellt werden. Der verbaute Dämpfer besitzt ein metrisches Einbaumaß, kann also später auch durch ein herkömmliches Modell ersetzt werden. Der Gemini-Dämpfer kommt auch beim neuen Jekyll zum Einsatz. Der Float X-Dämpfer mit Ausgleichsbehälter ist eher untypisch für ein All Mountain, soll aber die Ausrichtung zugunsten der Abfahrt unterstreichen.

Ludwig Döhl Die schwarze Kammer am oberen Ende des Dämpfers beinhaltet das neue Gemini-System. Per Knopfdruck verrigert sich das Luftvolumen des Dämpfers um 20 Prozent. 

Die Modelle des Cannondale Trigger


Anders als beim Jekyll gibt es das Cannondale Trigger nicht mit Aluminium-Hauptrahmen. Das Trigger Carbon 3 kommt als günstigste Variante mit einem Zweifach-Antrieb und kleinerem Float-Dämpfer für 3999 Euro. Das Trigger Carbon 2 setzt bereits auf den größeren Float X-Dämpfer und kostet mit Sram XO1 Eagle 1x12 Schaltung 5999 Euro.

Hersteller Das Trigger 3 kommt mit einer 2x11-Schaltung und Aluminium-Hinterbau.

Hersteller Am Cannondale Trigger 2 dämpft bereits der große Float X-Dämpfer von Fox.


Das Topmodell rollt auf Cannondales eigenen Hollwogram Carbon-Felgen und hat als einziges Modell einen Carbon-Hinterbau. Der Preis: 7749 Euro. Eine Alu-Variante gibt es vorerst nicht. Alle Modelle sind ab sofort bei Cannondale-Händlern verfügbar.

Hersteller Das neue Cannondale Trigger 1 wiegt laut Hersteller 12,3 Kilo (ohne Pedale).

Erster Fahreindruck des Trigger

Keine Abfahrt ohne Anstieg. Auf dem Weg zum Traileinstieg wippt der Hinterbau des neuen Triggers leicht. Wer sich daran stört, kann neben der Aktivierung des Hussle-Modus per Lenkerfernbedienung mit der zusätzlichen CTD-Platform jede Bewegung am Dämpfer eliminieren. Richtig aufblühen kann das Trigger aber erst in der Abfahrt. Fette Reifen (2,5er Maxxis Minion) auf breiten Carbonfelgen (30 Millimeter Maulweite)  sorgen für mächtig Sicherheit in der Abfahrt. Sowohl die Charakteristik der Gabel, als auch die des Dämpfers fallen eher straff aus. Die kurzen Kettenstreben verleihen dem Bike einen gewissen Spieltrieb. Bei schnellen Passagen vermittelt das Trigger etwas weniger Sicherheit wie sein großer Bruder Jekyll, schlägt sich aber dennoch gut.

Ale Di Lullo Wir haben bereits eine erste Ausfahrt mit dem neuen Cannondale Trigger absolviert.

Fazit zum Cannondale Trigger


Die Gemeinsamkeiten zum großen Enduro-Bruder Jekyll sind nicht zu verbergen. Cannondale richtet sein All Mountain konsequent zugunsten des Abfahrtsspaßes aus. Mit tourentauglicherer Ausstattung lässt sich sicherlich noch das ein oder andere Gramm sparen. Das Gemini-System am Dämpfer zur Federwegs- und Geomtrieverstellung funktioniert gut und zeigt, dass Cannondale mit eigenen Entwicklungen auch weiterhin den MTB-Markt bereichert.

Hersteller-Video zum neuen Cannondale Trigger

Themen: 27.5 ZollAll MountainCannondale TriggerNeuheiten 2017


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Neuheiten 2017: Cannondale Jekyll
    Cannondale überrascht mit neuem Dämpfer-System

    05.04.2017Mit dem neuen Jekyll will Cannondale den Enduro-Sektor aufmischen. Hier gibt's alle Infos zur neuesten Evolutionsstufe des Cannondale-Bikes und einen ersten Fahreindruck.

  • BIKE Festival Willingen: Deutsche Meisterschaft Enduro 2017
    Enduro-DM 2017 in Willingen

    30.03.2017Zwei Mal in Schöneck, ein Mal im Harz. Die Enduro-DM geht in ihr viertes Jahr und hat sich als feste Größe etabliert. 2017 wird sie im Rahmen des Scott Upland Enduro in Willingen ...

  • Neuheiten 2016: Alutech Teibun 2.0
    Neues Alutech-Trailbike mit 155 mm Federweg

    01.05.2016Die Team Replica des Alutech Teibun 2.0 verzichtet auf alles, was für das sportliche Enduro- und All-Mountain-Biken unnötig ist. Für 3400 Euro gibt’s das 12,4-Kilo-Race-Enduro ab ...

  • Neuheiten 2017: Simplon Rapcon
    Rapcon 140 & 160: Nachfolger von Kibo und Kuro

    04.07.2016Simplon räumt bei seiner Fully-Palette auf: Mit dem Rapcon 140 und 160 präsentieren die Vorarlberger die Nachfolger-Serie für das All Mountain Kibo und das Kuro-Enduro. Hier ein ...

  • Rock Shox Reverb 1x Remote
    Rock Shox spendiert Reverb neuen Hebel

    04.04.2017Die Rock Shox Reverb zählt zu den beliebtesten Teleskop-Sattelstützen am Markt. Jetzt legt Rock Shox nach und bringt einen speziellen Hebel für Fahrer von Einfach-Antrieben.

  • Test-Duell 2017: Santa Cruz Hightower gegen YT Ind. Jeffsy
    Santa Cruz Hightower gegen YT Industries Jeffsy CF Pro

    29.03.2017Um das erste All Mountain von YT Industries wurde ein riesen Hype veranstaltet. Wir haben neue Jeffsy zum Duell mit dem deutlich teureren Hightower aus der Edelschmiede Santa Cruz ...

  • Neuheiten 2017: Trek Fuel EX & Remedy
    Trek Remedy und Fuel EX im neuen Gewand

    30.06.2016Es sind die beiden Topseller in der MTB-Palette von Trek. Sowohl Fuel EX als auch Remedy kommen mit mehr Federweg und aggressiverer Geometrie für mehr Spaß auf dem Trail.

  • Test Specialized Rockhopper Comp
    Wie teuer muss Bike-Spaß sein?

    03.04.2017Gerade Edel-Bikefirmen übertrumpfen sich mit Hightech-Maschinen zu Rekord-Preisen. Günstige Preisregionen stehen unter dem Regiment der Versender. Was kann das Specialized ...

  • Neuheiten: Robot Bike R160
    Briten bringen maßgeschneiderte Rahmen mit 3D-Druck

    02.07.2016Der 3D-Druck ist in der Bike-Branche eines der Innovations-Highlights. Gedruckte Rahmen scheitern aber an der Größe der Druckmaschinen. Die Briten von Robot Bike haben eine Lösung ...

  • Eurobike 2013: Storck Neuheiten Adrenic und Rebel Seven Hybrid

    30.08.2013Storck setzt voll auf das Laufradmaß 27,5 Zoll. Firmenlenker Markus Storck ist von der neuen Laufradgröße so überzeugt, dass er langfristig sogar den 29ern schlechte Chancen ...

  • Test 2016: Trailbikes in 27,5 Zoll
    Trailbikes im Test: 10 Spaß-Fullys ab 2800 Euro

    28.11.2015Wir haben unserer All Mountain-Sport Klasse einen neuen Namen verliehen, jedoch nicht ohne Grund. Die zehn Trailbikes stellen sich im BIKE-Test unserem neuen Bewertungssystem.

  • Test 2015: All Mountain Sport-Fullys ab 2299 Euro
    Acht Touren-Fullys ab 2299 Euro im Vergleichstest

    24.03.2015Das Tourenbike, das alles kann, rollt auf 27,5 Zoll-Laufrädern und federt mit 120 Millimetern. Manche sagen, hier findet jeder seine Erfüllung. Stimmt's wirklich? Acht Fullys ab ...

  • Cube Stereo Super HPC 140 Race

    30.01.2013Mit dem Cube Stereo Super HPC 140 Race ist den Cube-Machern ein großer Wurf gelungen.

  • Cube-Neuheiten 2016: Stereo 120 & Stereo 160 C68
    Cube: neue Stereo 120-Flotte und Carbon-Stereo 160 C68

    02.07.2015Die Stereo-Fullys von 120 bis 160 Millimeter Federweg sind Cubes Touren-Bestseller. Für 2016 bringt Cube neue Alu- und Carbon-Modelle des Stereo 120. Außerdem gibt's das Stereo ...

  • Test Ghost SL AMR 6.7 AL
    Ghost SL AMR 6.7 AL im BIKE-Test

    28.01.2019Das SL AMR unterstreicht Ghosts Mission, sich flächendeckend von Luftdämpfern zu verabschieden. Daher kommen alle SL-AMR-Modelle mit einem Stahlfederdämpfer.

  • Scott Genius 20

    30.08.2008Scotts brandneues Genius hat bereits einige Vorschusslorbeeren erhalten. Wir überprüfen die Qualitäten das Genius 20 jetzt im Einzeltest.

  • Eurobike 2016: neue Mountainbike-Bremsen
    Eurobike-Neuheiten: Bremsen

    28.08.2016Auf der Eurobike 2016 gibt's Bremsen für jeden Geschmack: Von superleichten Ankern über Spezialisten mit unterschiedlichen Bremssätteln vorne und hinten bis hin zu günstigeren ...